Autovermieter: Car Sharing bleibt bei Sixt Zuschussobjekt

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Autovermieter: Car Sharing bleibt bei Sixt Zuschussobjekt

von Hans-Jürgen Klesse

Trotz stagnierender Gewinne zahlt Sixt seinen Aktionären für 2012 mehr Dividende. Dabei wird das Kerngeschäft des größten deutschen Autovermieters wegen der Konjunkturabkühlung immer schwieriger und auch der noch junge Bereich Car Sharing bleibt bis auf weiteres ein Zuschussobjekt.

"Habemus Sixt. Reservieren Sie Ihr Papamobil zu Ostern.“ wirbt der Münchner Autovermieter heute auf seiner Internet-Seite, dazu das Bild einer schwarzen Limousine, aus deren vier Auspuffrohren weißer Rauch aufsteigt. Der größte Autovermieter sorgt mit seiner an aktuelle Tagesereignisse anknüpfenden Werbung wieder mal für Aufsehen. Auch die von Regine Sixt organisierte, legendäre Party während der Internationalen Tourismus Börse ITB vergangene Woche in Berlin war wieder ein echter Kracher.

Doch weder die fetzige Werbung noch die glamourösen Parties können darüber hinweg täuschen, dass die Zeiten für den erfolgreichen Mobilitätsdienstleister schwerer werden. Im Kerngeschäft Vermietung gab es zwar Zuwächse, die stammen aber ausschließlich aus dem Ausland, der mittlerweile schon mehr als ein Fünftel zu den Umsätzen beiträgt.

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Der deutsche Markt, der immer noch fast zwei Drittel des Vermietvolumens beisteuert, stagniert, weil die Unternehmenskunden wegen der eingetrübten Konjunkturaussichten ihre Dienstreisebudgets einfrieren oder sogar kürzen. Insgesamt wird weniger gereist, wer früher drei Tage mit einem Mietwagen unterwegs war, muss inzwischen mit einem oder zwei Tagen auskommen, wer noch vor wenigen Jahren einen BMW oder Audi buchen durfte, muss sich heute mit einem Golf begnügen.

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Auch im Leasing wachsen die Bäume nicht mehr in den Himmel, die Umsätze sind hier sogar zurückgegangen. Die Gründe sind die gleichen wie beim Vermietgeschäft: Die Unternehmen halten ihr Geld zusammen, weil die ungelöste Euro-Krise, der durch die Sparpolitik ihrer Regierungen verursachte Konjunkturrückgang in Südeuropa, die zurückgehende Dynamik in Ländern wie China oder Brasilien oder das ungelöste Schuldenproblem der USA ihnen Sorgen bereiten. Ändern wird sich daran auch 2013 nichts.

Die verhaltenen Prognosen für das laufende Jahr, die Unternehmensgründer und -Chef Erich Sixt heute verkündete, sind darum nur konsequent, zumal der in den vergangenen Jahren mit hohem Aufwand ausgebaute neue Geschäftsbereich Car Sharing vorerst ein Investitions- und damit Zuschussgeschäft bleibt. DriveNow ist eine tolle Idee, wer das Angebot nutzt, ist in aller Regel begeistert. Aber Geld verdient Erich Sixt damit noch lange nicht.

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