Autozoom: Citroen-Chef will Autos einfacher machen

kolumneAutozoom: Citroen-Chef will Autos einfacher machen

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Citroen-Chef Frédéric Banzet mit dem Concept Car Cactus, das eben auf der IAA vorgestellt wurde.

Kolumne von Rebecca Eisert

Der Chef des angeschlagenen französischen Autobauers Citroen will seine Marke mit Premiummodellen der neuen C-Series wieder zum Erfolg führen. Seine Strategie: Je simpler, desto besser.

Die französischen Autohersteller haben ein massives Problem. Ihre Jagdgründe lagen traditionell im Süden Europas, in jenen Ländern, die die Krise besonders heftig getroffen hat. Wie heftig die Auswirkungen sind, belegen Monat für Monat die Statistiken des europäischen Branchenverbandes ACEA. In Frankreich, Italien, Spanien und Griechenland ist die Zahl der neuzugelassenen Fahrzeuge seit Jahresanfang bis Ende August erneut zwischen knapp vier (Spanien) und fast zehn Prozent (Frankreich) zurückgegangen.

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Citroen hat in den vergangenen acht Monaten mehr als 14 Prozent weniger Autos verkauft als im Vorjahreszeitraum. Der Marktanteil ist von 5,5 auf 5 Prozent gesunken. Damit stellt sich der Konzern unter Leitung von Frédéric Banzet noch schlechter als die Schwester Peugeot. Im August haben nur Suzuki, Honda und Alfa Romeo noch größere Rückgänge hinnehmen müssen als die Franzosen.

PSA sucht daher den Schulterschluss mit dem chinesischen Partner Dongfeng. Die französischen Medien finden die Idee durchaus charmant. "Eine intelligente und ausgewogene Partnerschaft mit Dongfeng könnte PSA neue Märkte erschließen und frisches Geld verschaffen. Für PSA ist es besser, morgen gesund zu sein und mit chinesischem Akzent zu sprechen, als urfranzösisch auf dem Weg ins Abseits zu sein", kommentierte die Wirtschaftszeitung Les Echos die geplante Ausweitung der Partnerschaft.

Doch den Franzosen eilt nicht umsonst der Ruf voraus, mit einer gesunden Arroganz gesegnet zu sein. Auf fremde Hilfe zu vertrauen - so geboten das auch sein mag - ist so gar nicht ihr Ding. So überrascht es nicht, dass Frédéric Banzet, der seit 2009 die Geschicke von Citroen lenkt, im Gespräch mit WirtschaftsWoche Online die Rettung aus eigener Kraft in den Vordergrund stellt. Positive Ergebnisse kann er vorweisen.

Mit der DS-Linie etwa fischt Banzet bereits im margenstärkeren Premiumsegment. Die Modelle verkaufen sich gut. In den vergangenen drei Jahren hat Citroen 370.000 DS-Modelle verkauft. Ein Erfolg sind sie gerade deshalb, weil Citroen mit ihnen viele Neukunden gewinnen konnte: zwei von drei DS-Käufern hatten zuvor kein Citroen-Modell, erzählt Banzet stolz. "An diesen Erfolg wollen wir mit unseren Modellen der C-Linie anknüpfen. Unser Motto lautet dabei, sich auf das zu fokussieren, was wirklich wichtig ist."

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