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kolumne Autozoom: Clevere Autos mit Glatteis-Alarm

Kolumne von Jürgen Rees

Intelligente Autos warnen sich in einem Feldversuch rund um Frankfurt vor Gefahren und Staus. Das ist zwar der aktuellste aber nicht einzige Versuch, die wachsende Zahl von Staus und Unfälle zu reduzieren.

In der Stadt von Morgen wird es keine festen Wege mehr für Autos, Radfahrer und Fußgänger geben. Alle Verkehrsteilnehmer werden sich künftig flexibel einen Weg durch die Stadt suchen – das glauben zumindest Forscher, die sich mit Städten der Zukunft befassen.

Illustration: Javier Martinez Zarracina

120 Testwagen von Mercedes, BMW, Mini, Ford, Audi und Volkswagen sind seit Beginn dieser Woche rund um Frankfurt unterwegs – und unterhalten sich. Die Autos reden per Mobilfunk untereinander und mit ihrer Umgebung über Gefahren, geben Hinweise zu Staus, Wetter und die beste Route weiter. In der übernächsten Kurve droht Glatteis oder ein Unfall: In Sekundenschnelle soll die Gefahrenmeldung weitergeleitet werden und so den Fahrer nicht – wie heute im Verkehrsfunk per Radio – erst dann erreichen, wenn die Störung längst beseitigt ist. Die Ziele sind hoch gesteckt: Das System soll helfen, den günstigsten Weg zu finden, Hindernisse zu erkennen, bevor man sie sieht, effizient zu fahren und Schadstoffe zu vermeiden.

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Der Feldversuch zwischen Frankfurt und Friedberg ist innerhalb des 69 Millionen Euro teuren Projekts „Sichere Intelligente Mobilität - Testfeld Deutschland" (SimTD) auf sechs Monate ausgelegt. Koordiniert wird das Projekt von der Daimler AG. Beteiligt sind neben den Autoherstellern die Zulieferer Bosch und Continental, die Telekom, Forschungseinrichtungen und die Straßenbehörden in Hessen und der Stadt Frankfurt. Gefördert wird das Projekt unter anderem vom Bund, dem Land Hessen und dem Verband der Automobilindustrie.
Das System nutzt nach Angaben der Organisatoren eine Funktechnik, die auf dem W-Lan-Standard (drahtloses Internet) aufbaut. Entlang der Straßen, beispielsweise an Ampeln, haben die Wissenschaftler dafür eigens Empfänger installiert, die sich mit dem jeweiligen System im Auto verbinden können. Informationen werden von einem Fahrzeug zum anderen sowie in eine Zentrale gesendet. Vernetzung heißt das Zauberwort. Das Forschungsprojekt simTD gibt sicher auch Hinweise darauf, ob der Fahrer all das, was im Auto an Informationen auf ihn einprasselt, wirklich wissen will. Und ob es ihm tatsächlich etwas nützt. Denn schon heute geben moderne Autos mit Fahrerassistenzsystemen eine Menge Infos aus: Der Spurwarner meldet sich, wenn der Fahrer die Fahrspur verlässt ohne zu blinken, der Abstandswarner blinkt und piept, wenn ich zu dicht auffahre und das Navi zeigt mir Verkehrsschilder an. Die Frage ist: Welche Information ist wann wichtig? Und ab wann nervt das Gepiepe und die ständigen Warnungen.

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