Autozoom: Deutschland drückt aufs Elektro-Gas

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kolumneAutozoom: Deutschland drückt aufs Elektro-Gas

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Im Eletric Vehicle Index belegt Deutschland aktuell Platz vier. Die Märkte in Japan, die USA und Frankreich sind weiter entwickelt - noch.

Kolumne von Rebecca Eisert

In Frankreich und China sind die Absatzzahlen für Elektroautos drastisch eingebrochen. Die Deutschen haben sich dagegen deutlich öfter für einen Stromer entschieden. Ist der E-Durchbruch geschafft?

Frankreichs Automobilindustrie kämpft derzeit an allen Fronten. Der Absatz des Volumenherstellers PSA ist massiv eingebrochen - vor allem die krisengebeutelten Südeuropäer verzichten auf den Autokauf. Doch nicht nur bei den konventionellen Antrieben stottert der Absatzmotor, Frankreichs Autobauer bleiben auch auf ihren Stromern sitzen. In den Monaten Januar bis März ist die Nachfrage um 16 Prozent gegenüber dem Vorquartal eingebrochen. Das ist umso dramatischer, da Peugeot und Citroen in den vergangenen Jahren viel in den Ausbau von Elektro-Fahrzeugen investiert haben.

Alternative Antriebe Frankreichs Autobauer packt das E-Auto-Fieber

Frankreichs angeschlagene Autobauer Renault und Peugeot-Citroen setzen für die Zukunft auf Elektroautos. Besonders Renault prescht mit insgesamt vier Modellen voran. Eine riskante Strategie.

Quelle: Pressebild

Im Electric Vehicle Index (EVI) der Unternehmensberatung McKinsey belegt Frankreich aktuell Platz drei. Der Index beschreibt den "Reifegrad" einer Landes in Bezug auf Elektromobilität. Dabei fließen ein, wie hoch das Angebot an Elektrofahrzeugen ist, wie hoch die Nachfrage, wie innovativ und umtriebig die nationalen Fahrzeughersteller sind und wie stark sich der Staat mit Förderungen der Automobilindustrie einbringt oder den Absatz mit Subventionsprogrammen für E-Fahrzeuge ankurbelt.

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E-Autos für China zu teuer

Christian Malorny, Automobilexperte bei McKinsey & Company sieht die französische, aber auch die chinesische Subventionspolitik mit Blick auf die Absatzeinbrüche kritisch. „So wie Frankreich haben viele Länder in den zurückliegenden Jahren versucht, die Nachfrage nach Elektroautos über Kaufanreize in Schwung zu bringen – in den meisten Fällen sind aber nur homöopathische Stückzahlen erreicht worden.“

China hat versucht seiner heimischen Elektroauto-Industrie mit einem vergünstigten Mehrwertsteuersatz beim Kauf eines chinesischen Stromers auf die Sprünge zu helfen. Im ersten Quartal 2012 ist der Absatz jedoch um 40 Prozent eingebrochen. Es zeigt sich, dass Elektroautos für das Schwellenland der falsche Ansatz sind - sie sind schlicht zu teuer."

Auch intensive staatliche Subventionierung kann das Batterie-Auto nicht so günstig machen, dass es für breitere Käuferschichten erschwinglich wäre. Selbst in der Gesamtkostenrechnung (total cost of ownership) werden Batteriefahrzeuge nach McKinsey-Berechnung in China nicht vor 2020 wirtschaftlich wettbewerbsfähig sein im Vergleich zu Fahrzeugen mit konventionellen Motoren", erklärt Malorny. Spannend zu beobachten wird daher sein, wie sich der Markt für Elektroroller entwickelt. Bosch steigt nun groß in die Produktion für Motoren für die chinesischen eScooter ein. Experten sehen für die günstigen Zweiräder viel Potenzial.

Nachfrage in Deutschland rasant gestiegen

Deutschland behauptet sich im EVI-Index auf Platz vier. Die deutschen Hersteller sind sogar die Nummer eins, wenn es darum geht, wer die meisten Elektro-Prototypen vorstellt und die Nummer zwei (hinter Japan), wenn es um die Bandbreite der verfügbaren Elektro-Autos auf dem Markt geht.

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