Autozoom: Marchionne will's wissen

ThemaAutobauer

kolumneAutozoom: Marchionne will's wissen

Bild vergrößern

Sergio Marchionne hat in den zurückliegenden vier Jahre viel Kraft darauf verwendet, um Chrysler wieder auf die Beine zu stellen. Der geplante Börsengang von Chrysler ist nur konsequent.

Kolumne von Franz W. Rother

Der Fiat-Chef hat Chrysler wieder auf Vordermann gebracht. Nun will er den US-Autobauer komplett übernehmen, um das eigene Unternehmen zu retten.

Chrysler? Da war doch mal was. Der Voyager kommt mir in den Sinn, einer der weltweit ersten Großraumlimousine moderner Bauart. Er glänzte in den 80er Jahren mit sieben Sitzplätzen und definierte später auch mit zwei Schiebetüren eine Fahrzeuggattung neu. Als Oldtimer-Fan fällt mir auch noch der Chrysler Imperial von 1934 ein, das erste Auto, das nach Versuchen in einem Windkanal entwickelt wurde. Oder der Chrysler Imperial aus den 60er Jahren, bei dem sich die Vordersitze nach außen schwenkten, sobald die Türen geöffnet wurden. Aus und vorbei – zumindest hierzulande.

Wer in Deutschland die repräsentative Luxuslimousine Chrysler 300 C ordert, bekommt einen Lancia 300 vor die Tür gestellt. Und wer sich immer noch für das verschwenderische Platzangebot einer amerikanischen Großraumlimousine zu begeistern vermag und für einen Chrysler Voyager entscheidet, kriegt das namens- und baugleiche Exemplar von Lancia geliefert.

Anzeige

US-Automarkt Aus der Pleite in den Auto-Olymp

GM, Ford und Chrysler strahlen wieder. Doch die alten Stars am US-Automarkt müssen sich anschnallen. Toyota und Honda preschen im Turbogang vor und im Premiumsegment machen die Deutschen das Rennen.

Quelle: Presse

Lancia und Chrysler sind seit der Übernahme des einst so stolzen und später, in der Weltwirtschaftskrise von 2007/08, umso tiefer gefallenen US-Autoherstellers durch den Fiat-Konzern, zwei Seiten der gleichen Medaille. „Fahrzeuge der Marke Chrysler“, heißt es auf der Website des Unternehmens zwar vollmundig, „zeichnen sich durch ihr einzigartiges Design aus – sie sind das markante Gesicht in der Menge. Chrysler steht für Automobile, die emotional ansprechen, durch ein unverwechselbares Erscheinungsbild begeistern und gleichzeitig durch ihre Qualität überzeugen.“

Doch die Marke selbst ist in Europa seit über zwei Jahren klinisch tot und wird hier wohl auch nicht mehr auferstehen. Dafür ist die Chrysler Group wieder quicklebendig – vier Jahre, nachdem das einstige Tochterunternehmen von Daimler in den USA Gläubigerschutz beantragen musste, seine Produktion vorübergehend komplett einstellte und mit Milliardenbeihilfen des Staates gestützt werden musste.

Die Geschäfte in den USA laufen wieder glänzend – im vergangenen Monat verkaufte das Unternehmen mit rund 166.000 Einheiten so viele Autos wie seit sechs Jahren nicht mehr. Seit 41 Monaten, verkündete die Chrysler-Zentrale in Auburn Hills kürzlich voller Stolz, gebe es im Unternehmen nur noch eine Richtung – nach oben. Die wundersame Heilung ist zu einem nicht unwesentlichen Teil der Erholung des nordamerikanischen Automarktes geschuldet, den weiterhin niedrigen Spritkosten dort und einer ungebrochenen Nachfrage nach SUVs und PickUps, die Chysler unter den traditionellen Markennamen Dodge und Jeep anbietet und glänzend verkauft.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%