Autozulieferer: ZF-Chef Sommer kämpft mit Gegenwind

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Autozulieferer: ZF-Chef Sommer kämpft mit Gegenwind

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Stefan Sommer, Chef des Automobilzulieferers ZF Friedrichshafen, muss sich für die Windsparte etwas einfallen lassen.

von Hans-Jürgen Klesse

Der Autozulieferer ZF Friedrichshafen hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr kräftig gesteigert, gleichzeitig ist die Umsatzrendite zurückgegangen. Das liegt nicht nur an den schwächelnden Automärkten in Teilen Europas und Südamerikas, sondern auch an den Problemen im neuen Geschäftsfeld Windenergie.


Stefan Sommer ist nicht zu beneiden: Seit einem Jahr steht er an der Spitze des Autozulieferers ZF Friedrichshafen, aber schon seine erste Bilanz fällt ziemlich gemischt aus. Zwar konnte der Getriebebauer seine Umsätze um 12 Prozent auf fast 17,4 Milliarden Euro steigern, das operative Ergebnis ist aber zurückgegangen: Schon im Vorjahr erreichte der im Stiftungsbesitz befindliche drittgrößte deutsche Autozulieferer nach Bosch und Continental nur eine Umsatzrendite von 5,5 Prozent, für 2012 werden gerade mal knapp 4 Prozent ausgewiesen. Wäre ZF ein „normales“ Unternehmen mit mehr oder weniger breit gestreutem Aktienbesitz, müsste Vorstandschef Sommer sich jetzt auf Abstrafung durch die Kapitalmärkte einstellen. Und sich möglichst schnell etwas einfallen lassen, um Kapitalmärkte und Anleger gnädig zu stimmen.

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Dabei sieht Sommers Bilanz gar nicht so übel aus. In den USA hat ZF mit einem Plus von 40 Prozent kräftig zugelegt, die schon unter seinem Vorgänger Hans-Georg Härter gefallene Entscheidung, dort ein neues Getriebewerk zu bauen, hat sich als richtig erwiesen. In Asien kann ZF mit einem Umsatzzuwachs von gut 20 Prozent ebenfalls punkten, in Europa hat der Fokus auf hochentwickelte und entsprechend teure Automatikgetriebe für das Premiumsegment die Einbrüche im Volumenmarkt abgefedert. Auch das rückläufige Südamerika-Geschäft und die Schwächen im internationalen Nutzfahrzeugmarkt hat ZF vergleichsweise gut überstanden.

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Allerdings gibt es auch Entwicklungen, die das Ergebnis belastet haben. Eine davon ist die asymmetrische Geschäftsentwicklung: Während ZF auf der einen Seite eine überproportionale Nachfrage bei den 8-Gang-Automaten verzeichnete, die zum Teil nur durch teure Extraschichten bedient werden konnte, waren andernorts durch die Einbrüche in den europäischen Volumenmärkten Kapazitäten nicht ausgelastet.  Diese gleichzeitige Unter- und Überauslastung einiger Produktionswerke hat Mehrkosten verursacht.

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