Berühmte letzte Worte: Tesla krempelt die ganze Branche um

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Berühmte letzte Worte: Warum Tesla den Automarkt gezielt zerstört

Tesla krempelt die ganze Branche um


Statt sich den Markt mit Hilfe einer kurzsichtigen Politik zurechtzubiegen, krempelt Tesla die ganze Branche um. Keine Zwischenhändler. Keine Werkstattbesuche für Software-Updates (Apps werden ja auch einfach aus dem Äther heruntergeladen). Eine Flatrate für Werkstattbesuche. Eine umfassende, wenig rigorose Garantieregelung. Batterietechnik für jeden Hersteller. Supercharger-Ladesäulen-Access für alle. Und nun sind alle Tesla-Patente frei verfügbar.


Konsequent zu Ende gedacht kreiert Musk so in einem - laut durchschnittlichem Manager - gesättigten Markt mindestens zwei marktbeherrschende Monopole: Batterien und Supercharger-Ladesäulen. Brot und Butter eines zukünftigen eAutomarktes.

Ignorante Äffchen

Hier entsteht ein eCar-Biotop, das das Potential zu einer demokratischen Revolution hat. Die Überallverfügbarkeit lässt Preise purzeln, Qualität, Vielfalt und Begehrlichkeit steigen. Und macht Tesla immer unverzichtbarer.
Währenddessen gibt es in Düsseldorf weder im BMW- noch im Smart-Carsharing ein einziges Elektroauto. Dabei könnte man die eCars kaum einfacher auf die Straße und unter die Leute bringen. Aberhunderte eCars könnten Düsseldorfs Straßen fluten und Begehrlichkeiten wecken. Aber die Äffchen ignorieren weiter. Tesla wird von der Autobranche wohl ebenso sehr unterschätzt wie seinerzeit das iPhone von den Handyproduzenten.

Bald wird sich auch hier die Spreu vom Weizen trennen. Bald kann man den Automarkt nicht länger auf dem Niveau der Zigarette beackern. Bald reicht es nicht mehr, Marktanteile im Kreise zu verschieben. Bald werden wieder wahre Kreativität und disruptive Innovation gefragt sein. Spätestens, wenn die Firmenwagen-Goldgrube an Tesla fällt - was nicht mehr lange dauern kann. Experten sprechen schon jetzt vom besonderen Image-Wert eines Tesla-Auftritts auf dem Golfplatz.

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In den USA rangiert Tesla bereits vor den Premium-Modellen von BMW, Audi, Mercedes und Porsche. "In einem der wichtigsten Automärkte der Welt ist Tesla damit in der Oberklasse Marktführer. Ähnlich erfolgreich war das E-Auto zu Jahresbeginn in der Schweiz, in den Niederlanden und in Norwegen", schreibt die "Frankfurter Rundschau".
Investor und Manager Musk hat verstanden, dass sein Investment mehr Früchte trägt, wenn er den Markt kreativ zerstört und nach seinen Regeln wie Phoenix aus der fossilen Asche neu auferstehen lässt. Er reiht sich damit nahtlos in die Reihe anderer kreativer Zerstörer ein: Google, Apple, Amazon. Wann endlich verstehen die Manager und Investoren der deutschen Autokonzerne, dass ihr gesamter Markt bedroht ist?

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