Besserung bei Tochter Opel: General Motors mit kräftigem Gewinnsprung

Besserung bei Tochter Opel: General Motors mit kräftigem Gewinnsprung

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Die Opel-Mutter General Motors legt einen kräftigen Gewinnsprung hin.

US-Autobauer General Motors (GM) überrascht mit einem kräftigen Gewinnanstieg. Der Konzern profitiert vor allem von starken SUV-Verkäufen in Nordamerika. Auch die deutsche Tochter Opel macht Fortschritte.

SUV-Boom dank Billigsprit: Starke Nachfrage nach Geländewagen und Pickup-Trucks haben General Motors (GM) einen sprunghaften Gewinnanstieg beschert. Im zweiten Quartal nahm der Überschuss verglichen mit dem Vorjahreszeitraum von 0,2 auf 1,1 Milliarden Dollar (1,0 Mrd Euro) zu, wie der größte US-Autohersteller am Donnerstag mitteilte. Die deutsche Tochter Opel ist auf dem Weg aus der Verlustzone einen großen Schritt vorangekommen.

Der Gewinnanstieg von GM übertraf die Erwartungen der Wall Street deutlich. Die Aktie startete mit einem Plus von gut sieben Prozent in den New Yorker Handel, auch dank eines positiven Geschäftsausblicks, den das Management abgab. Im Vorjahr hatte das Rückruf-Debakel wegen defekter Zündschlösser noch hohe Sonderkosten verursacht. Der Konzern musste damals Hunderte Millionen für Unfallopfer beiseite legen.

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GM-Chefin Mary Barra zeigte sich mit den Quartalszahlen zufrieden: „Wir haben von der robusten Autoindustrie in Nordamerika und von unserer Stärke in China profitiert.“ Geld verdiente der Konzern vor allem im Heimatmarkt, wo dank günstiger Benzinpreise das Geschäft mit Spritschluckern wie SUV und Pick-up-Trucks floriert. Befürchtungen, GM könnte in China ins schlingern kommen, bestätigten sich nicht.

Probleme gab es zuletzt in einigen Schwellenmärkten. Wie GM bereits angekündigt hatte, mussten in Venezuela wurden 0,6 Milliarden Dollar abgeschrieben werden. Grund war eine Anpassung der Bilanzierung wegen des drastischen Verfalls der Landeswährung Bolivar. Das führte zu einem operativen Verlust im Südamerika-Geschäft. Auch in Thailand schrieb GM 0,4 Milliarden Dollar ab.

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Europa bleibt indes eine Baustelle für GM - auch wenn es inzwischen deutliche Fortschritte gibt. Die operativen Verluste sanken auf 45 Millionen Dollar nach rund 305 Millionen Dollar im Vorjahr. „Wir sind zuversichtlich, unsere Ziele für 2016 zu erreichen“, sagte Konzernchefin Barra.

Für die deutsche Tochter Opel würde das die Rückkehr in die schwarzen Zahlen bedeuten. Und das, obwohl Opel durch die Krise am russischen Automarkt seinen dort ursprünglich geplanten Absatz von mehr als 80 000 Fahrzeugen in diesem Jahr klar verfehlen wird. Bis Juni hatte die Marke mit dem Blitz gerade mal gut 9000 Autos in dem Land verkauft.

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