BMW 7er: "Im neuen 7er steckt alles, was wir bei BMW können"

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BMW 7er: "Im neuen 7er steckt alles, was wir bei BMW können"

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BMW-Chef Harald Krüger neben dem 7er: "Unser Meisterstück."

von Rebecca Eisert

Die Vorstellung der neuen Luxus-Limousine machte dem frisch gebackenen BMW-Chef Harald Krüger sichtlich Spaß. Kein Wunder, der 7er fährt mit allerhand spektakulären Neuheiten vor.

Paukenschläge, Trommelwirbel, Posaunen tönen. BMW hat für die Präsentation seines Luxusmodels keine Kosten und Mühen gescheut. Ein Live-Orchester sorgt für die richtige Klangkulisse, bevor der neue BMW-Chef Harald Krüger um exakt sieben Minuten vor sieben Uhr abends auf die Bühne in der BMW-Welt München tritt. "Unserem Produkttempel der Marken", wie Krüger das Automobil-Museum nennt, um dem internationalen Publikum, das neueste, ja das allerheiligste Mitglied der Markenfamilie vorzustellen. Den BMW 7er.

"Hier kommt das BMW-Meisterstück", sagt Krüger, "im neuen 7er steckt alles, was wir bei BMW können." Und das kann sich sehen lassen. Die nunmehr sechste Generation der Luxuslimousine kommt mit Laserscheinwerfern. Eine Technologie, die sie vom Elektro-Supersportwagen i8 übernommen hat. Ja, der ausfahrbare Drahtschneider, der sich im 1997 gezeigten BMW 750Li, unter dem BMW-Emblem versteckt und Pierce Brosnan alias James Bond 007 im Hollywood-Streifen "Der Morgen stirbt nie" gute Dienste geleistet hat, mag spektakulärer gewesen sein – praktischer und zugleich schöner anzusehen sind die Front- und Heckleuchten des neuen 7er allemal.

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Damit auch nicht genug. Stichwort Gestensteuerung: Wer während der Fahrt die Musik lauter drehen oder einen Anruf entgegennehmen möchte, kann dies künftig mit einer schlappen Handbewegung tun. Einmal mit dem Finger in Kreisform gewedelt – Abrakadabra, die Musik schwillt an. Den Chef in der Leitung, aber keine Lust ranzugehen – ein Wisch und er ist weg. Wahnsinn, oder?

Der beste Platz ist hinten rechts

Das Tollste aber ist: Jeder Fahrer kann seinem Auto ganz individuelle Gesten beibringen. Denkbar ist etwa "Daumen hoch" für einen bestimmten Radiosender. Für Autofahrer mit Spieltrieb eröffnet die Gestensteuerung definitiv viele spannende neue Möglichkeiten.

Weiterentwickelt hat BMW auch das Head Up Display. Angaben wie Geschwindigkeit, Tempolimit oder Routenplanung werden nun in Farbe und 3D auf die Windschutzscheibe projiziert.

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Der neue 7er: leichter, sportlicher, sparsamer

Mit an Bord ist auch ein digitales Display hinter dem Lenkrad. Dort kann statt des Drehzahlmessers etwa auch ein Navigationsbildschirm erscheinen. Optional gibt es einen vollautomatischen Einparkservice. Der wird über einen Schlüssel mit Display gesteuert. Der Fahrer steigt aus, versetzt das Auto mit einem Wisch über das Display in Bewegung und dieses parkt selbständig ein und aus.

Kohlefaser in der Luxuslimousine

Besonders interessant für die chinesische Kundschaft, die sich gerne chauffieren lässt, ist der so genannte "Executive Seat" im Fond. Dabei klappt sich der Vordersitz so zusammen, dass hinten noch mehr Beinfreiheit entsteht. Gleichzeitig klappt am Ende der Rückseite des Vordersitzes eine Fußraste heraus. Ein Stück weiter oben kann ein Tisch ausgeklappt werden. Chefdesigner Adrian van Hooydonk spricht vom "schnellsten Büro auf der Straße".

Aber das ist noch nicht das einzige Feature. "Moderner Luxus ist schlicht, intelligent und persönlich", erklärt van Hooydonk. Daher habe man versucht, beim Design mit so wenig Linien wie möglich, so viel Effekt wie möglich zu erreichen.

Unter das Schlagwort "intelligent" fällt auch der Kühlergrill. Die klassische BMW-Niere ist mit Lufteinlässen versehen, die sich je nach Geschwindigkeit und Luftwiderstand automatisch öffnen oder schließen.

Die wichtigsten Kennzahlen des BMW-Geschäftsjahres 2014

  • Umsatz weltweit

    2014: 80,401 Milliarden Euro

    2013: 76,059 Milliarden Euro

    Quelle: BMW

  • Jahresüberschuss

    2014: 5,817 Milliarden Euro

    2013: 5,329 Milliarden Euro

  • Ebit

    2014: 8,707 Milliarden Euro

    2013: 7,893 Milliarden Euro

  • Operative Marge

    2014: keine Angabe

    2013: 9,4 Prozent

  • Auslieferungen

    2014: 2,118 Millionen Fahrzeuge

    2013: 1,964 Millionen Fahrzeuge

  • Mitarbeiter

    2014: 116.324 Angestellte

    2013: 110.351 Angestellte

  • Durchschnittlicher Listenpreis

    2014: 41.252 Euro

    2012: 40.039 Euro

    Quelle: CAR-Institut

Die vielleicht größte Leistung der Ingenieure liegt in der deutlichen Gewichtsreduktion. Mit einem Mix aus Carbon, Aluminium, Magnesium und hochfestem Stahl ist es gelungen, 200 Kilogramm abzuspecken. Mit 70 Kilogramm schlagen die umfassenden neuen Assistenz- und Sicherheitssysteme zu Buche. Bleibt ein Nettogewichtsverlust von 130 Kilogramm. Damit kommt der 7er auf unter zwei Tonnen und soll damit so Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich das leichteste Modell seiner Klasse sein.

In der Königsklasse der Luxuslimousinen tritt der neue 7er in erster Linie gegen die Mercedes S-Klasse und den Audi A8 an. Im besten Verkaufsjahr 2011 brachte es BMW auf rund 70.000 verkaufte 7er. Im vergangenen Jahr – der Modellwechsel war bereits bekannt – waren es unter 50.000. Die S-Klasse verkaufte sich weit über 100.000 Mal. Da ist noch Luft nach oben für die Bayern.

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Apropos: Der 7er bringt eine höhenverstellbare Luftfederung mit, die für ein noch komfortableres, aber nach Wunsch eben auch straffes, sportliches Fahrerlebnis sorgen soll.

Ob es BMW schafft, mit seinem neuen Edelschlitten den Schwaben die S-Klasse-Kundschaft abspenstig zu machen, wird sich noch zeigen. Sicher ist aber: Über Sieg oder Niederlage wird weder in Deutschland noch einem anderen europäischen Land entschieden. "Der 7er ist unser Flaggschiff für China, die USA und den mittleren Osten", erklärte Krüger. Dort setzt BMW die meisten Edelkarossen ab. Für die durchschnittlich jüngere, chinesische Kundschaft ist wohl auch das Sportpaket gedacht, das wie alle Sportvarianten bei BMW mit dem Buchstaben "M" gekennzeichnet ist. Wer es noch luxuriöser mag, kann dank der Individual-Linie aus noch mehr Interieur-Materialien, so wie Farb- und Lackvarianten wählen. Geplant sind insgesamt übrigens drei Benzin- und zwei Dieselmodelle, sowie ab 2016 ein Hybrid-Fahrzeug.

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Gefertigt wird der 7er aber wie schon das erste Modell 1977 in Dingolfing. Daran soll sich auch nichts ändern. BMW-Chef Krüger: "In allem was wir tun, streben wir nach Perfektion. Das Ergebnis bleibt immer: Freude am Fahren."

Bis die Kundschaft erfährt, ob das tatsächlich der Fall ist, wird es allerdings noch eine paar Monate dauern. Der 7er feiert auf IAA in Frankfurt im September seine Weltpremiere. Ab Oktober rollt die Limousine dann zu den Händlern.

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