BMW-Entwicklungschef: Klaus Fröhlich verspricht E-Autos mit besseren Batterien

BMW-Entwicklungschef: Klaus Fröhlich verspricht E-Autos mit besseren Batterien

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Klaus Fröhlich ist seit Dezember 2014 Entwicklungsvorstand von BMW.

Mit welchem Antrieb fahren die Autos der Zukunft? Geht es nach BMW, wird es der Elektromotor sein. In einem Interview nennt der neue Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich einen konkreten Zeitplan.

BMW setzt auf den Elektroantrieb. In einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" stellte der Entwicklungsvorstand des Münchner Autobauers, Klaus Fröhlich, leistungsstärkere Elektro- und Hybridmodelle in einigen Jahren in Aussicht. Der entscheidende Faktor für den Markterfolg sei die Batterietechnologie.

"Die Batterien verbessern ihre Leistungsdichte alle drei Jahre um mindestens 20 bis 30 Prozent. Wir führen jetzt die dritte Hybrid-Generation ein und planen bereits die fünfte jenseits 2020", sagte Fröhlich. "Es gibt sicher ein ideales Zeitfenster jenseits von 2020, um die elektrische Leistung höher zu ziehen. Aus unserer Sicht macht es aktuell keinen Sinn, ständig 600 oder 700 Kilogramm Batteriezellen zu beschleunigen und zu verzögern. Deshalb erhöhen wir die elektrische Leistung erst zusammen mit dem Zellfortschritt."

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Wenn ein Elektromotor, die notwendige Leistungselektronik und die Batterien zusätzlich an Bord seien, müsse man an anderer Stelle Gewicht und Kosten sparen. Eine solche Stelle könnte der Benzin- oder Dieselmotor sein. "Der Verbrennungsmotor könnte sich dadurch zum Range Extender entwickeln, den ich auch zum Boosten nutzen kann", so Fröhlich.

Brennstoffzellenautos erst ab 2025

An den Verbrennungsmotoren arbeitet BMW weiter, um den Verbrauch zu senken, vor allem aber auch, um künftige Abgastests bestehen zu können. Bei den Emissionen rücken momentan die Stickoxide in den Vordergrund. "Es gibt einen Zielkonflikt zwischen Downsizing, also dem Trend einen Motor immer kleiner sowie sparsamer zu machen, und den Stickoxid-Emissionen", sagte Fröhlich. Ein Projekt ist die sogenannte Wassereinspritzung, bei der Wasser direkt in den Brennraum gespritzt wird. "Die Wassereinspritzung senkt die Verbrennungstemperaturen ganz erheblich, dies reduziert die Stickoxid-Emissionen."

Aktuell erforscht BMW die Technologie in einem Exemplar der Sportwagens M4. Hier erreicht der Sechszylinder-Motor mit Wassereinspritzung laut Fröhlich einen höheren Ladedruck und eine höhere Leistung. Sollte es die Technologie später in die Serie schaffen, werde es neben der Leistungsteigerung "dann auch in Richtung Verbrauchsreduzierung gehen."

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BMW vs. Tesla Quelle: Pressebild, Montage

Bei Brennstoffzellen-Fahrzeugen, die mit Wasserstoff betrieben werden, hält Fröhlich das Jahr 2025 für "ein realistisches Zeitfenster". Die Kooperation mit Toyota in diesem Bereich laufe "sehr gut", es gebe "allerdings immer noch einige Herausforderungen bei den Kosten und der Funktion". Als Beispiel nennt der Entwicklungsvorstand etwa die Drucktanks für den Wasserstoff.

"Diese Zylinder sehen im Moment noch anders aus als unsere Batteriepakete", so Fröhlich. "Mit unserer Karbon-Kompetenz wollen wir die Tanks natürlich aus Kohlefasern machen und wenn möglich in die Struktur integrieren. Das ist aber noch ein Forschungsthema. Wir werden die Zeit bis zur Marktrelevanz dafür intensiv nutzen."

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