BMW: Fast zwei Milliarden Euro Gewinn in drei Monaten

BMW: Fast zwei Milliarden Euro Gewinn in drei Monaten

, aktualisiert 02. August 2016, 09:02 Uhr
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BMW-Werk in Regensburg: Der Autobauer arbeitet hochprofitabel.

Im zweiten Quartal hat BMW Bestwerte bei Auslieferungen und Gewinn eingefahren. Der Haken: Dauer-Konkurrent Mercedes war noch ein bisschen besser. Beunruhigen muss das BMW-Chef Krüger nicht.

Das brummende Autogeschäft in Europa hat BMW neuen Schub gegeben. Der Umsatz kletterte im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 4,5 Prozent auf mehr als 25 Milliarden Euro, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Vor Zinsen und Steuern wuchs das Ergebnis (Ebit) um 7,9 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro. Unterm Strich kletterte der Gewinn um mehr als 11 Prozent auf 1,94 Milliarden Euro.

Im Autogeschäft blieben 9,5 Prozent vom Umsatz als operativer Gewinn hängen – deutlich mehr als ein Jahr zuvor (Q2 2015: 8,4 Prozent) und gleichzeitig mehr als zu Jahresbeginn (Q1: 9,4 Prozent). Damit lag BMW hinter Mercedes und vor Audi, blieb aber das 25. Quartal in Folge innerhalb des angepeilten Korridors von acht bis zehn Prozent. Vor allem in Europa waren die Verkaufszahlen deutlich nach oben geklettert. Das Motorradgeschäft schwächelte dagegen im zweiten Quartal. Zwischen April und Juni verkauften die Münchner gut 605.000 Fahrzeuge und fast 47.000 Motorräder.

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Der Wettbewerbsdruck ist laut BMW nach wie vor hoch. Auch die Ausgaben für die wachsende Zahl an Mitarbeitern stiegen. BMW steckt viel Geld in die Entwicklung von elektrisch und autonom fahrenden Autos und will hier die Konkurrenz überflügeln. Im zweiten Quartal gingen indes die Ausgaben für Forschung und Entwicklung zurück.

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BMW legt zu, aber Daimler wächst schneller: Der Rekordabsatz der Konkurrenz muss BMW-Chef Krüger nicht beunruhigen. Die Zahlen, die er am Dienstag vorstellt, sind solide – und die Weichen für die Zukunft gestellt.

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Für das Gesamtjahr bekräftigten die Münchner ihre Prognose, wonach in der Autosparte eine Rendite zwischen acht und zehn Prozent erzielt werden soll. Bei den Auslieferungen und beim Konzernergebnis vor Steuern werden „leichte Zuwächse auf jeweils neue Bestmarken“ angestrebt, sagte Vorstandschef Harald Krüger.

Auch Finanzvorstand Friedrich Eichiner zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden. „Allein die Ebit-Marge der vergangenen 25 Quartale zeigt: Es geht uns nicht um kurzfristige Erfolgsmeldungen“, sagte Eichiner laut der Mitteilung. „Vielmehr sehen wir es als unsere Aufgabe an, auch in volatilen Zeiten verlässlich gute Ergebnisse zu liefern, um die Zukunft des Unternehmens aus eigener Kraft finanzieren und gestalten zu können.“



Auf das erste Halbjahr gerechnet stieg der Konzernumsatz um 2,3 Prozent auf 45,9 Milliarden Euro, das Ebit um 2,7 Prozent auf 5,18 Milliarden Euro. Der Konzernüberschuss – also der Nettogewinn nach Steuern – stieg um zehn Prozent auf 3,59 Milliarden Euro und erreichte damit einen Bestwert für ein ersten Halbjahr bei BMW.

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