BMW-Produktion: Neues Werk in Mexiko geplant

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BMW-Produktion: Neues Werk in Mexiko geplant

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BMW plant einen Produktions-Standort in Mexiko.

VW und Audi sind längst in Mexiko aktiv. Nun will auch BMW ein Werk am Trend-Standort nahe der Stadt San Luis Potosi bauen - für eine Milliarde Dollar. 2019 soll mit der Pkw-Produktion begonnen werden.

BMW baut für eine Milliarde Dollar ein neues Werk in Mexiko. Die Autofabrik, die im Zentrum des Landes nahe der Stadt San Luis Potosi entsteht, soll 2019 mit der Pkw-Produktion beginnen, kündigte Produktionschef Harald Krüger am Donnerstag an. Welche Modelle die rund 1500 Mitarbeiter dann dort fertigen werden, wollen die Münchner erst später verraten. Im Umfeld des Autoherstellers heißt es, es gehe um kleinere BMW-Modelle - etwa den 3er, der in Deutschland, China und Südafrika gebaut wird. Im neuen Werk in Mexiko sollen 150.000 Fahrzeuge pro Jahr gefertigt werden; dies gilt in der Branche als Mindestgröße, um eine komplette Autofabrik hochzuziehen und rentabel betreiben zu können.

BMW-Werk Spartanburg Größtes BMW-Werk erstmals nicht mehr in Deutschland

Ein „Meilenstein in der Geschichte von BMW“ sei der Ausbau des BMW-Werks in Spartanburg im US-Bundesstaat South Carolina, tönte BMW-Chef Norbert Reithofer am Freitag vergangener Woche bei der 20-Jahr-Feier der Fabrik.

BMW-Werk Spartanburg Quelle: dpa


Mit der Entscheidung für einen eigenen Standort in Mexiko folgt BMW einem Trend in der Fahrzeugindustrie: Das Land im Herzen des amerikanischen Kontinents entwickelt sich zum neuen Lieblingsstandort, weil es nahe am riesigen Absatzmarkt USA liegt und dank diverser Freihandelsabkommen einfache und günstige Exporte in alle Himmelsrichtungen ermöglicht. Vor Ort locken zudem niedrige Lohnkosten und Steuervergünstigungen. Da in Mexiko meist in Dollar abgerechnet wird, wappnen sich die Autobauer mit den Werken auch gegen Währungsschwankungen. All dies ist gut für die Rendite.

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BMW profitiert außerdem davon, dass Konkurrenten wie VW oder Audi längst in Mexiko aktiv sind. Der Aufbau von Infrastruktur wie von Lieferanten-Netzwerk und die Qualifizierung von Arbeitskräften sind in Mexiko in vollem Gange. Auch Oberklasse-Konkurrent Daimler und sein französisch-japanischer Kompagnon Renault-Nissan haben vor Kurzem angekündigt, einen schon bestehenden Standort kräftig aufzustocken. Die US-Autobauer produzieren seit langem in ihrem südlichen Nachbarland und nutzen es als verlängerte Werkbank.
Als Absatzmarkt spielt Mexiko für die Münchner kaum eine Rolle: 2013 verkaufte der Konzern dort knapp 14.000 Fahrzeuge, weltweit waren es 1,96 Millionen. Die Vereinigten Staaten waren dagegen der zweitgrößte Einzelmarkt nach China. Nahezu 376.000 Autos lieferte BMW in den USA aus - fast jedes dritte davon war ein 3er. Diese Kompaktwagen muss der Konzern bislang für teuer Geld nach Nordamerika exportieren. Im Werk in Spartanburg in South Carolina laufen nämlich Geländewagen der X-Reihe vom Band. Die US-Fabrik baut BMW in den nächsten Jahren deutlich aus - in der Hoffnung auf kräftiges Wachstum in den USA, dem zweitgrößten Pkw-Markt der Welt.

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