BrandIndex: BMWs Image bleibt sauber

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kolumneBrandIndex: BMWs Image bleibt sauber

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Die großzügige Spende der Familie Quandt an die CDU hat dem Image von BMW nicht geschadet.

Kolumne von Holger Geißler

Die Bundeskanzlerin verhindert auf EU-Ebene strengere CO2-Richtlinien für Autos. Fast zeitgleich erhält die CDU eine beachtliche Spende des größten BMW-Aktionärs. Kalkül? Wie auch immer: Die Marke BMW nimmt keinen Imageschaden.

Die Familie Quandt – größter Anteilseigner an BMWspendet der CDU 690.000 Euro. Und Kanzlerin Merkel verhindert auf europäischer Ebene strengere CO2-Werte für PKW. Das wiederum nützt BMW, weil der bayerische Autokonzern mehr Fahrzeuge mit höherem Verbrauch im Programm hat als Hersteller von Unter- und Mittelklasse-Modellen. Und wenn BMW hohe Gewinne macht, verdient auch die Familie Quandt mehr Geld.

So schließt sich der Kreis. Und es bleibt die Frage: Wer hat hier welche Entscheidungen wie beeinflusst? Die Opposition wittert „gekaufte Politik“, die CDU dementiert erwartungsgemäß, das eine habe mit dem anderen nichts zu tun, die Kanzlerin ließe sich in ihren Entscheidung nicht von Spenden beeinflussen. Familie Quandt gibt ebenfalls bekannt: Das war eine übliche Spende, um die gute Politik der Kanzlerin und der CDU zu belohnen. Eine bestimmte Intention sei damit nicht verbunden.

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BMW äußert sich nicht

Und BMW? Die Marke lässt die ganze Diskussion ziemlich unberührt, wie der YouGov-Markenmonitor BrandIndex zeigt. Im Buzz, der anzeigt, wie positiv oder negativ eine Marke derzeit im öffentlichen Gespräch ist, verliert BMW seit der Meldung über die Quandt-Spende knapp neun Punkte (auf einer Skala von -100 bis +100 Punkte). Ein Absturz sieht anders aus, jedenfalls im Buzz, der empfindlich auf aktuelle Ereignisse rund um eine Marke reagiert.

BMW hat sich zur Sache Quandt nicht geäußert. Eine Pressemitteilung ist nicht zu finden, auf der Facebook-Seite wird das Thema ebenfalls nicht behandelt. Und das ist vermutlich auch die richtige Strategie. Wenn BMW mit Quandt nicht direkt in Verbindung gebracht wird, kann BMW kein „Kaufen der Politik“ vorgeworfen werden. Der bayerische Autokonzern gehört nach wie vor zu den beliebtesten Automarken Deutschlands. Seit Wochen erreicht er solide Werte um die +70 Punkte im Index, der viele verschiedene Bewertungskategorien zusammenfasst. Das bedeutet zurzeit Platz vier auf der Automarken-Liste. Beliebter sind aktuell nur Audi und Volkswagen, dicht gefolgt von Mercedes. Diese Premium-Marke wird in Deutschland aktuell deutlich schlechter bewertet als BMW.

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