BrandIndex: Wenn Autofahrer flirten

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kolumneBrandIndex: Wenn Autofahrer flirten

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Audi-Chef Rupert Stadler kann sich freuen: 80 Prozent aller aktuellen Audi-Fahrer ziehen auch für den nächsten Autokauf einen Audi in Betracht.

Kolumne von Holger Geißler

Viele Autofahrer bleiben ein Leben lang einer Marke treu – vor allem Kunden deutscher Autobauer. Doch liebäugeln sie mit heimischen Alternativen, zeigen sich interessante Vorlieben.

Das Auto ist den Deutschen heilig – aber welches? Vor allem ihr eigenes, klar. Aber auch die Marke ihres Fahrzeugs ist entscheidend: Auf einer Skala von -100 bis +100 Punkten bewerten aktuelle Volkswagen-, BMW- und Mercedes-Fahrer die Marke ihres derzeitigen Fahrzeugs durchweg positiv (+70 Indexpunkte). Audi schneidet bei der eigenen Klientel mit +77 Punkten sogar am besten ab. Soweit die vermeintlich wenig überraschenden Ergebnisse aus dem YouGov-Markenmonitor BrandIndex.

Wie wechselwillig sind die Besitzer?

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Ein zusätzlicher Blick in die zusammenfassende Auswertung von über 12.000 Online-Interviews aus den vergangenen Monaten zeigt: Das hervorragende Markenimage der vier Autobauer unter ihren jeweiligen Besitzern garantiert nicht, dass beim nächsten Autokauf nicht auch einer der drei anderen Autobauer in Betracht gezogen wird. Vielmehr offenbaren sich unterschiedliche Präferenzen in der Wechselbereitschaft innerhalb jeder Fahrergruppe. Während aktuelle BMW-Fahrer zum Beispiel vorrangig mit Audi flirten (30 Prozent) - und VW (24 Prozent) sowie Mercedes-Benz (23 Prozent) mit spürbarem Abstand folgen, ist das Kräfteverhältnis der Wettbewerber unter derzeitigen Mercedes-Benz-Fahrern nahezu identisch: Hier liebäugeln jeweils ein Viertel mit dem Kauf eines Fahrzeugs von Audi, VW oder BMW.

Passend zu den Indexwerten bestätigen aktuelle Besitzer der vier betrachteten Marken eine überwiegende Bereitschaft zum erneuten Kauf eines Autos ihrer derzeitig genutzten Marke. Bei Audi, BMW und Mercedes gilt dies im Übrigen für mehr als jeden zweiten Fahrer. VW schwächelt hier etwas, folgt aber nur mit geringem Abstand.

Der Spitzenwert findet sich bei Audi: 80 Prozent aller aktuellen Audi-Fahrer ziehen auch für den nächsten Autokauf einen Audi in Betracht. Andererseits gibt jeder vierte Besitzer eines Fahrzeugs der Ingolstädter dem unmittelbaren bayerischen Rivalen eine Chance: BMW. Noch größer ist allerdings mit 38 Prozent der Anteil jener Audi-Fahrer, die dem VW-Konzern die Treue halten und sich den zukünftigen Kauf eines Volkswagens vorstellen können. Diese Bindung an den Konzern funktioniert im Übrigen auch in umgekehrter Richtung: Für genau ein Drittel der derzeitigen VW-Besitzer kommt der Kauf eines Audis infrage.

Dieses Untreuepotenzial ist für jeden der vier Autobauer ein wichtiges Thema – verrät es doch viel darüber, wie ihre aktuellen Modellpaletten ankommen und ihre Kommunikationsstrategien feiner justiert werden können. Groß ist vor allem die Herausforderung für Mercedes-Benz, um die eigenen Kunden nicht an BMW, VW oder Audi zu verlieren.

Schließlich flirten diese nahezu gleich stark mit den drei Anderen, während aktuelle BMW- und Audi-Fahrer jeweils klare Favoriten unter den ausgewählten Wettbewerbern aufzeigen. Für die Schwaben gilt es, zur Stärkung und Sicherung Ihrer Marktstellung an mehreren Fronten gleichzeitig die Initiative zu ergreifen.  

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