Bremsen per Smartphone ausgeschaltet: Hacker legen Corvette-Bremsen per SMS lahm

Bremsen per Smartphone ausgeschaltet: Hacker legen Corvette-Bremsen per SMS lahm

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Sicherheitsrisiko bei vernetzten Autos: Connected Drive bietet viele Vorteile für den Gebrauch, leider auch für den kriminellen.

Wieder haben Hacker gravierende Sicherheitsmängel bei vernetzten Autos bewiesen. US-Forschern gelang es, die Bremsen einer Corvette per Smartphone abzuschalten.


IT-Forschern ist es nach eigenen Angaben gelungen, Bremsen eines Corvette-Sportwagens von einem Smartphone aus abzuschalten. Sie hätten dazu eine Schwachstelle in dem Telematik-Gerät einer US-Versicherung genutzt, erzählten die Experten dem US-Magazin „Wired“. Solche kleinen Boxen mit Funkverbindung werden eingesetzt, um die Versicherungstarife an die Fahrweise anzupassen.
Die Forscher von der University of California in San Diego schafften es demnach, sich mit Hilfe präparierter SMS-Nachrichten an das Gerät Zugang zu einigen Fahrzeug-Funktionen zu verschaffen.

PremiumConnected Car Wie sicher sind vernetzte Autos?

Hacker kapern einen Jeep und stoppen ihn. Nun wächst die Angst in der Industrie und bei Autofahrern: Wie sicher sind unsere Autos? Die Antwort ist schwer. Klar ist: Die Vernetzung macht auch deutsche Modelle angreifbar.

Diebe können Autos per Handy entsperren, ausräumen und wieder verschließen. Quelle: Getty Images/Moment open, Mauritius Images/Imagebroker/Jochen Tack; Montage: Torsten Wolber

So hätten sie die Scheibenwischer bedienen und – wenn auch nur bei sehr geringer Geschwindigkeit – die Bremsen aus- und wieder einschalten können. Bei höherem Tempo griffen Einschränkungen bei automatisierten Funktionen des Fahrzeug-Systems.
Die von den Experten unterrichtete Versicherung Metromile stopfte umgehend die Lücke in den Geräten, wie ihr Chef Dan Preston „Wired“ sagte.

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Die Vernetzung ihrer Fahrzeugmodelle ist für die großen Autobauer ein entscheidendes Thema. Pkw werden zu rollenden Smartphones. Sie lassen sich bereits heute per Internet mit Diensten wie Verkehrsinformationen und Hotelsuche erweitern, zeigen den Tankfüllstand auf dem Smartphone an und geben nach einem Daumendruck auf dem Gerät auch gleich Türen- und Fenster frei.

Milliarden mit "Connected Cars"

Der Bereich „Connected Car“ wächst rasant. Bis 2020 werden die Umsätze mit vernetzter Mobilität von derzeit 32 Milliarden auf 115 Milliarden steigen, haben das Center of Automotive Management und die Wirtschaftsprüfer ausgerechnet.

Mit der höheren Vernetzung wächst auch die Verwundbarkeit. „Alle Verbindungen des Autos nach außen sind potenziell verwundbar“, sagte Martin Hunt, Sicherheits-Experte und Leiter des Bereichs Automotive bei dem britischen Telekom-Konzerns BT, im Gespräch mit WiWo Online.

Wie relevant ist das Connected Car beim Autokauf?

  • Männer

    Mein nächstes Auto muss hier führend sein: 9 Prozent

    Mein nächstes Auto darf hier nicht schlechter als der Durchschnitt sein: 24 Prozent

    Ich freue mich, wenn mein nächstes Auto vernetzt ist, aber für die Kaufentscheidung ist das nicht relevant: 33 Prozent

    Ist mir egal: 33 Prozent

    Ich bin bereit, für ein vernetztes Auto die Marke zu wechseln: 65 Prozent

    Quelle: Statista

  • Frauen

    Mein nächstes Auto muss hier führend sein: 6 Prozent

    Mein nächstes Auto darf hier nicht schlechter als der Durchschnitt sein: 19 Prozent

    Ich freue mich, wenn mein nächstes Auto vernetzt ist, aber für die Kaufentscheidung ist das nicht relevant: 35 Prozent

    Ist mir egal: 40 Prozent

    Ich bin bereit, für ein vernetztes Auto die Marke zu wechseln: 69 Prozent

  • Alter: 16-29 Jahre

    Mein nächstes Auto muss hier führend sein: 14 Prozent

    Mein nächstes Auto darf hier nicht schlechter als der Durchschnitt sein: 26 Prozent

    Ich freue mich, wenn mein nächstes Auto vernetzt ist, aber für die Kaufentscheidung ist das nicht relevant: 31 Prozent

    Ist mir egal: 29 Prozent

    Ich bin bereit, für ein vernetztes Auto die Marke zu wechseln: 74 Prozent

  • Alter: 30-49 Jahre

    Mein nächstes Auto muss hier führend sein: 8 Prozent

    Mein nächstes Auto darf hier nicht schlechter als der Durchschnitt sein: 22 Prozent

    Ich freue mich, wenn mein nächstes Auto vernetzt ist, aber für die Kaufentscheidung ist das nicht relevant: 34 Prozent

    Ist mir egal: 35 Prozent

    Ich bin bereit, für ein vernetztes Auto die Marke zu wechseln: 69 Prozent

  • Alter: 50-69 Jahre

    Mein nächstes Auto muss hier führend sein: 3 Prozent

    Mein nächstes Auto darf hier nicht schlechter als der Durchschnitt sein: 18 Prozent

    Ich freue mich, wenn mein nächstes Auto vernetzt ist, aber für die Kaufentscheidung ist das nicht relevant: 36 Prozent

    Ist mir egal: 43 Prozent

    Ich bin bereit, für ein vernetztes Auto die Marke zu wechseln: 56 Prozent

  • Gesamt

    Mein nächstes Auto muss hier führend sein: 8 Prozent

    Mein nächstes Auto darf hier nicht schlechter als der Durchschnitt sein: 22 Prozent

    Ich freue mich, wenn mein nächstes Auto vernetzt ist, aber für die Kaufentscheidung ist das nicht relevant: 34 Prozent

    Ist mir egal: 37 Prozent

    Ich bin bereit, für ein vernetztes Auto die Marke zu wechseln: 67 Prozent

In den vergangenen Wochen hatte es eine Serie aufsehenerregender Auto-Hacks gegeben. So musste FiatChrysler in den USA die Software von 1,4 Millionen Jeep-Fahrzeugen aktualisieren, weil Hacker über eine Sicherheitslücke im Unterhaltungssystem des Wagens bis zur Steuerung des Fahrzeugs vordringen konnten.

Andere Forscher demonstrierten, wie sie über ein OnStar-Digitalradio von GM ein Fahrzeug aufschließen oder starten konnten. Weiteren Experten gelang es, einen Tesla-Elektrowagen während der Fahrt auszuschalten.

Auch wenn bislang nur US-Hersteller von den Hacks betroffen waren, auf Dauer wird das kaum so bleiben. „Es geht nicht mehr darum, ob ein Fall wie in den USA auch hierzulande passiert, sondern nur noch darum, wann“, sagte Reiner Kriesten, Professor für Fahrzeuginformatik an der Hochschule Karlsruhe, der WirtschaftsWoche. Zwar rüsten die Autobauer im Kampf gegen die Hacker auf, räumen aber auch das potentielle Risiko ein. „Eine 100-prozentige Sicherheit wird es nicht geben“, erklärte Daimler-Chef Dieter Zetsche zuletzt.

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