Brennstoffzellen-Autos: Gase-Hersteller Linde steigt ins Carsharing ein

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Brennstoffzellen-Autos: Gase-Hersteller Linde steigt ins Carsharing ein

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Der Hyundai iX35 Fuel Cell kostet rund 65.000 Euro.

von Franz W. Rother

Der Industriegase-Konzern Linde steigt ins Carsharing ein: Der Start in München soll mit 50 Brennstoffzellen-Autos von Hyundai erfolgen. Später könnte das Konzept auf weitere Städte und Hersteller ausgeweitet werden.

Elektroautos werden in Zukunft ihren Fahrstrom selbst erzeugen – in einer Brennstoffzelle, durch die Reaktion von Sauerstoff mit Wasserstoff. Davon sind nicht nur führende Ingenieure von Toyota und Hyundai, Ford und Daimler überzeugt.

Auch Linde-Chef Wolfgang Büchele hält große Stücke auf das Antriebskonzept. So sehr, dass er nun die Aktivitäten auf dem Gebiet ausbaut und eine neue Geschäftseinheit aufbaut: Unter dem Markennamen "BeZero" steigt Linde im Sommer in München mit einer Flotte von 50 Brennstoffzellenautos in das Car-Sharing ein.

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Die Autos liefert der koreanische Hersteller Hyundai – er war im Unterschied zu Toyota und Daimler als einziger in der Lage, bis Juni eine größere Anzahl von Fahrzeugen zu liefern.

Warum nutzen Sie Carsharing?

  • Kosten

    Für 43 Prozent der befragten Nutzer ist die Ersparnis gegenüber dem eigenen Auto der ausschlaggebende Grund für das Carsharing.

    Quelle: Arthur D. Little

  • Flexibilität

    25 Prozent der Befragten schätzen die Flexibilität beim Carsharing.

  • Umweltschutz

    Der Umweltschutz beim geteilten und damit besser genutzten Auto ist für 23 Prozent wichtig.

  • Kein eigenes Auto

    Für 16 Prozent der Nutzer ersetzt das Carsharing das eigene Auto.

  • Geschäftsreisen

    Neun Prozent gaben an, Carsharing-Angebote für Dienstreisen zu nutzen – wozu einen Mietwagen buchen, wenn in einigen Städten ein Carsharing-Auto für wenige Euro zu haben ist?

  • Sonstiges

    Ein Prozent der Befragten nannte sonstige Gründe.

Im Unterschied etwa zu Car2Go oder DriveNow können die Hyundai-SUVs vom Typ iX35 nur an ausgewählten Stellen im Stadtgebiet ausgeliehen – und müssen von den Teilnehmern des "Experiments" auch dorthin zurückgebracht werden. Gegenüber den Carsharing-Angeboten von Daimler und BMW, die mit ihren über das Stadtgebiet verteilten Autos den sogenannten Freefloat-Ansatz gewählt haben, setzt Linde auf das stationsbasierte Carsharing.

Die Fahrzeugflotte soll mit der Zeit auch um Brennstoffzellenautos anderer Hersteller erweitert werden. Findet das Angebot Anklang, soll das CarSharing-System auch auf andere deutsche Großstädte ausgedehnt werden. "Erst einmal wollen wir Erfahrungen sammeln", heißt es bei Linde.

Selbstfahrende Autos Robo-Taxis überholen 2030 Autobauer beim Gewinn

Selbstfahrende Taxis werden bis 2030 rund 40 Prozent des Gesamtgewinns der Autoindustrie kassieren. Das geht aus einer Studie von Roland Berger hervor, die der WirtschaftsWoche exklusiv vorliegt.

Ab 2030 sollen Robotaxen zum Alltag gehören. Quelle: Presse

Zudem muss die Infrastruktur für die Versorgung der Autos mit "Brennstoff" ausgebaut werden – derzeit gibt es in Deutschland nur etwa drei Dutzend Wasserstoff-Tankstellen. Bis zum Jahresende soll die Zahl auf 50 wachsen. Im Rahmen der H2-Mobility-Initiative sollen bis 2023 insgesamt 400 Stationen entstehen.

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