Bundesverkehrsminister: Dobrindt will vernetzte Autos besser vor Hackern schützen

Bundesverkehrsminister: Dobrindt will vernetzte Autos besser vor Hackern schützen

Bild vergrößern

Sind vernetzte Autos die Zukunft?

Im Auto der Zukunft kann sich der Fahrer entspannt zurücklehnen, es kommt wie von alleine ans Ziel. Staus und Verfahren sollen der Vergangenheit angehören. Aber die neue Technik ist nicht ohne Risiko.

Selbstfahrende und vernetzte Autos bergen aus Sicht von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) neue Risiken vor allem im Hinblick auf Datensicherheit. „Die Digitalisierung der Mobilität und der damit verbundene Zuwachs an Daten stellen neue Anforderungen an die Sicherheit von Fahrzeugen und Infrastruktur sowie den Schutz von Persönlichkeitsrechten“, heißt es im Entwurf seines Hauses für eine Strategie der Bundesregierung zum automatisierten und vernetzten Fahren. Das Papier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, wird derzeit zwischen den Bundesministerien abgestimmt und soll am Mittwoch im Kabinett beschlossen werden.

Wie relevant ist das Connected Car beim Autokauf?

  • Männer

    Mein nächstes Auto muss hier führend sein: 9 Prozent

    Mein nächstes Auto darf hier nicht schlechter als der Durchschnitt sein: 24 Prozent

    Ich freue mich, wenn mein nächstes Auto vernetzt ist, aber für die Kaufentscheidung ist das nicht relevant: 33 Prozent

    Ist mir egal: 33 Prozent

    Ich bin bereit, für ein vernetztes Auto die Marke zu wechseln: 65 Prozent

    Quelle: Statista

  • Frauen

    Mein nächstes Auto muss hier führend sein: 6 Prozent

    Mein nächstes Auto darf hier nicht schlechter als der Durchschnitt sein: 19 Prozent

    Ich freue mich, wenn mein nächstes Auto vernetzt ist, aber für die Kaufentscheidung ist das nicht relevant: 35 Prozent

    Ist mir egal: 40 Prozent

    Ich bin bereit, für ein vernetztes Auto die Marke zu wechseln: 69 Prozent

  • Alter: 16-29 Jahre

    Mein nächstes Auto muss hier führend sein: 14 Prozent

    Mein nächstes Auto darf hier nicht schlechter als der Durchschnitt sein: 26 Prozent

    Ich freue mich, wenn mein nächstes Auto vernetzt ist, aber für die Kaufentscheidung ist das nicht relevant: 31 Prozent

    Ist mir egal: 29 Prozent

    Ich bin bereit, für ein vernetztes Auto die Marke zu wechseln: 74 Prozent

  • Alter: 30-49 Jahre

    Mein nächstes Auto muss hier führend sein: 8 Prozent

    Mein nächstes Auto darf hier nicht schlechter als der Durchschnitt sein: 22 Prozent

    Ich freue mich, wenn mein nächstes Auto vernetzt ist, aber für die Kaufentscheidung ist das nicht relevant: 34 Prozent

    Ist mir egal: 35 Prozent

    Ich bin bereit, für ein vernetztes Auto die Marke zu wechseln: 69 Prozent

  • Alter: 50-69 Jahre

    Mein nächstes Auto muss hier führend sein: 3 Prozent

    Mein nächstes Auto darf hier nicht schlechter als der Durchschnitt sein: 18 Prozent

    Ich freue mich, wenn mein nächstes Auto vernetzt ist, aber für die Kaufentscheidung ist das nicht relevant: 36 Prozent

    Ist mir egal: 43 Prozent

    Ich bin bereit, für ein vernetztes Auto die Marke zu wechseln: 56 Prozent

  • Gesamt

    Mein nächstes Auto muss hier führend sein: 8 Prozent

    Mein nächstes Auto darf hier nicht schlechter als der Durchschnitt sein: 22 Prozent

    Ich freue mich, wenn mein nächstes Auto vernetzt ist, aber für die Kaufentscheidung ist das nicht relevant: 34 Prozent

    Ist mir egal: 37 Prozent

    Ich bin bereit, für ein vernetztes Auto die Marke zu wechseln: 67 Prozent


Um Hacker-Angriffe zu vermeiden, will Dobrindt Automobilhersteller, Zulieferer und Dienstleister zu einer sicheren Datenverschlüsselung verpflichten. Dabei soll auch geprüft werden, ob es Sinn macht, die Systeme „durch externe Stellen“ abnehmen zu lassen. „Unser Ziel ist, dass Fahrzeuge gegen Eingriffe und Manipulationen von außen geschützt sind“, heißt es in dem 19-seitigen Papier. Deutsche Autos sollten auch „im digitalen Zeitalter zu den sichersten der Welt gehören“.

Anzeige

Beim automatisierten Fahren übernimmt in zunehmendem Maße das Auto die Führung. Durch Signale, die es von der Straße oder von anderen Autos empfängt, weiß es etwa schon Kilometer im Voraus, wo es nass oder glatt wird oder vielleicht ein Stau droht. Fernziel ist das autonome oder fahrerlose Fahren, bei dem das Auto ganz von allein unterwegs ist, die Insassen sind nur noch Passagiere.

Vor- und Nachteile des Cloud Computing

  • Kosten

    Wenn ein Unternehmen seine Kundendatenbank nicht im eigenen Rechenzentrum pflegt, sondern einen Online-Dienst wie Salesforce.com nutzt, spart es sich Investitionen in die Infrastruktur. Die Abrechnung erfolgt außerdem zumeist gestaffelt, zum Beispiel nach Nutzerzahl oder Speicherverbrauch. Geschäftskunden erhoffen sich dadurch deutliche Kosteneinsparungen.

  • Skalierbarkeit

    Wer Speicherplatz im Netz mietet, kann flexibel auf die Nachfrage reagieren und den Bedarf unkompliziert und schnell erhöhen oder versenken. Wenn beispielsweise ein Startup rasant wächst, fährt es einfach die Kapazitäten hoch. Somit fallen auch niedrige Fixkosten an.

  • Einfachheit

    Die Installation auf den eigenen Rechnern entfällt. Damit lässt sich ein neues System äußerst schnell einführen. Auch die Updates bereiten keine Probleme mehr, somit sinkt der Administrationsaufwand. Allerdings lassen sich die Cloud-Dienste in der Regel auch nicht so individuell konfigurieren.

  • Ortsunabhängigkeit

    Zur Nutzung der Cloud-Dienste benötigen Mitarbeiter lediglich einen Internetanschluss – unabhängig von ihrem Aufenthaltsort und dem Gerät, das sie nutzen.

  • Sicherheit

    Die Daten-Dienstleister werben damit, dass sie sich intensiver mit der IT-Sicherheit beschäftigen als einzelne Nutzer oder Unternehmen. Allerdings sind die Rechenzentren der Cloud-Anbieter aufgrund der großen Datenmenge auch ein attraktives Ziel für Angriffe von Hackern. Zudem ist von außen schwer nachzuvollziehen, ob der Anbieter die Daten ausreichend vor den eigenen Mitarbeitern schützt. Die Auslagerung bedeutet somit einen Kontrollverlust.

  • Abhängigkeit

    Viele Unternehmen sind von ihrem Dienstleister abhängig, weil sie nicht ohne weiteres zu einem anderen Anbieter wechseln können. Das liegt etwa daran, dass sie ihre Systeme aufwendig an die Schnittstellen anpassen müssen. Auch Nutzer haben oft Schwierigkeit, wenn sie mit ihren Daten den Anbieter wechseln wollen. Eine weitere Frage: Was ist, wenn der Betreiber eines Dienstes pleite geht? Erst wenn es Standards gibt, die den Wechsel von einem zum anderen Dienstleister ermöglichen, sinkt die Abhängigkeit.

Verbraucherschützer befürchten, dass dadurch eine unklare Rechtslage entstehen könnte. Denn wer muss am Ende dafür geradestehen, wenn vielleicht doch ein Unfall passiert? „Der Einsatz automatisierter und vernetzter Fahrzeuge braucht Rechtssicherheit“, heißt es dazu in Dobrindts Strategiepapier. Dem Fahrer sollen demnach „keine zusätzlichen Haftungsrisiken aufgebürdet werden“. Die Bundesregierung werde die rechtlichen Rahmenbedingungen „überprüfen und, wo nötig, an die neuen Entwicklungen anpassen“. Auch die Ausbildung in der Fahrschule müsse reformiert werden. International will Deutschland sich für eine Änderung des Wiener Übereinkommens einsetzen, das bislang nur den Menschen als Fahrer vorsieht.

Weitere Artikel

Der Verkehrsminister verspricht sich von den neuen technischen Möglichkeiten eine Menge. Deutschland stehe „vor einer historischen Mobilitätsrevolution“, heißt es in dem Papier mit dem Untertitel „Leitanbieter bleiben, Leitmarkt werden, Regelbetrieb einleiten“. Unfälle und Staus sollen seltener werden. Durch den optimierten Verkehrsfluss könne die Kapazität der Straßen deutlich erhöht werden. Wenn die Autos seltener bremsen und wieder beschleunigen, spare das außerdem Kraftstoff, es würden weniger Abgase ausgestoßen.

SPD-Fraktionsvize Sören Bartol sagte der dpa, das hochautomatisierte Fahren biete die Chance, den Verkehr sicherer und effizienter zu organisieren. Voraussetzung sei, „dass die technischen Systeme sicher und zuverlässig sind und der Fahrer sich auf sie verlassen kann“. Automatisiertes und vernetztes Fahren steht im Mittelpunkt der Automesse IAA, die diese Woche in Frankfurt beginnt. Dort will Dobrindt am Mittwoch seine Strategie vorstellen.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%