Carsharing-Studie: Autobauer sind zu wenig als Dienstleister sichtbar

Carsharing-Studie: Autobauer sind zu wenig als Dienstleister sichtbar

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Carsharing-Angebote werden wichtiger.

Jüngere wollen Auto fahren, aber nicht zwingend eines besitzen. Eine aktuelle Studie zeigt, was junge Kunden wollen und wie sich die Autohersteller bewegen müssen, um sie nicht als Interessente zu verlieren.

Auf dem Genfer Autosalon war es einmal mehr zu sehen und zu spüren. Allen Bekundungen in Richtung grüner Mobilität zum Trotz: Bei Autos geht es nach wie vor um Motorleistung und Sportlichkeit. Stärker denn je stehen in Genf PS-starke SUV und Oberklasse-Limousinen im Rampenlicht.

Doch weil sich vor allem immer weniger jüngere Menschen die teuren Fahrzeuge leisten können oder wollen, werden Angebote wie Carsharing wichtiger. Die puls Marktforschung in Schwaig bei Nürnberg hat daher im Februar 1.000 Autokäufer in Deutschland gefragt, welches Interesse sie an Mobilitätsangeboten haben. Dabei stellten die Marktforscher explizit vier Varianten zur Wahl:

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1. die klassische Autovermietung,

2. öffentliches Car-Sharing,

3. monatliche Flatrate-Nutzung verschiedener Fahrzeuge einer Preisklasse,

4. Car-Sharing in Kleingruppen (Peer-to-peer-Sharing)

Die Ergebnisse sind für Konrad Weßner, Geschäftsführer von puls Marktforschung, eindeutig: "In Zukunft sind individuell zugeschnittene Mobilitätsangebote gerade für jüngere Autointeressenten mehr denn je gefragt. Ihnen kommt es generell mehr auf die Nutzung anstelle des Besitzens eigener Fahrzeuge an."

So äußert gut jeder fünfte Jüngere (bis 30 Jahre) Interesse an Autovermietung, klassischem Car-Sharing, Peer-to-peer Car-Sharing und der optionalen Nutzung verschiedener Fahrzeuge einer Preisklasse via Flatrate. Damit hatten die jüngeren Autofahrer an allen Angebotskategorien ein deutliches höheres Interesse als der Durchschnitt aller Befragten.



Für Weßner zeichnet sich ein entscheidender Wandel der Autoindustrie ab. "Die Automobilbranche wird zur Mobilitätsbranche. Wer in diesem Markt in Zukunft vorne liegen will, muss seine Markenpositionierung verändern". Für die Hersteller gehe es darum, sichtbar Kompetenz als Anbieter maßgeschneiderter Mobilität aufzubauen.

Aktuell würden Automobilmarken noch zu stark als Anbieter von Autos und zu wenig als Anbieter von Diensten wie Carsharing oder Kurzzeitmiete wahrgenommen. "Hier haben Autovermieter wie Sixt einen Wahrnehmungsvorsprung“, so Weßner. „Die Zukunft der Mobilitätsangebote liegt in ihrer Vielfalt. Um den Kunden werden Autovermietung, Car-Sharing und flexibilisierte Leasingverträge als Angebote konkurrieren“.

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