China: Audi will Händlernetz verdoppeln

China: Audi will Händlernetz verdoppeln

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Audi legt Wert darauf, auch lokal in China zu produzieren

von Matthias Kamp

Der China-Chef von Audi will dort schneller wachsen als der Markt und in wenigen Wochen einen landesspezifischen A6 anbieten.

WirtschaftsWoche: Herr Voggenreiter, der Pkw-Absatz hat sich in China zuletzt stark verlangsamt. Wie entwickelt sich Audi dort?

Voggenreiter: Wir gehen davon aus, dass der Pkw-Markt in China in diesem Jahr um acht bis zehn Prozent zulegen wird. Wir sind sicher, dass wir schneller wachsen werden, vor allem weil das Premiumsegment in China stärker zulegt als der Gesamtmarkt.

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Die jüngsten Zahlen aus China schrecken Sie nicht? Im Januar sind die Pkw-Verkäufe im Vergleich zum Vormonat kräftig geschrumpft.

Audi hatte einen tollen Januar, obwohl das chinesische Neujahrsfest in den Monat fiel. Wir haben unseren Absatz um 23 Prozent gesteigert.

2011 wuchs Audi in China um 37 Prozent. Schaffen Sie das 2012 auch?

Wir werden in diesem Jahr in China mit einer zweistelligen Rate wachsen.

Welche Modelle führen Sie in China neu ein?

In wenigen Wochen bringen wir den neuen A6 in der Langversion auf den Markt. Wir haben sehr viel China spezifisches in den Wagen hineinentwickelt. Im Fond wird der Wagen zum Beispiel Massagesitze haben. In der Mittelarmlehne wird es eine Fernbedienung geben. Das Auto wird in China in Leichtbauweise gefertigt. Da sind wir die Ersten im Land. Wir werden außerdem den Q3 demnächst in China bauen.

Sie betonen die lokale Fertigung in China. Allerdings wird das Importgeschäft für Audi in China immer wichtiger.

Das ist richtig. Die Audi-Importe sind in China im letzten Jahr um 89 Prozent gestiegen. Unser Importanteil liegt damit bei etwa 20 Prozent. Und der Anteil wird weiter zunehmen, weil wir neue Modelle bringen werden.

Chinas Regierung sieht den steigenden Importanteil aber nicht so gerne.

Bei uns ist die Balance immer noch sehr gesund. Ein Verhältnis von 80 Prozent lokaler Fertigung und 20 Prozent Import stört die Regierung nicht.

Verschlechtern sich die Rahmenbedingungen für ausländische Anbieter in China?

Ich nehme das nicht wahr. Sicherlich, China will die Subventionen für die Autobranche kürzen. Außerdem sollen die Behörden nur noch lokale Marken als Dienstwagen anschaffen dürfen. Aber es ist doch normal, dass, wenn sich ein Land nicht mehr in einer solchen Boomphase befindet, der Staat die Subventionen reduziert. Das würden wir im Westen doch ähnlich steuern. Das Geschäft mit den Dienstwagen für die Regierung ist für Audi nicht mehr bedeutend. Das war vor zwölf Jahren mit dem ersten A6 noch anders.

Wie viel investieren Sie in China?

Zusammen mit unseren chinesischen Partnern wollen wir in China in den nächsten fünf Jahren drei Milliarden Euro investieren. Ein Teil davon entfällt auf unsere neue Fabrik im südchinesischen Foshan.

Wie wächst Ihr Händlernetz dort?

Wir haben derzeit 200 Händler. Wir wollen das Netz in den nächsten zwei Jahren auf 400 erweitern, vor allem in den sogenannten Städten zweiten Ranges, die aber auch Millionenstädte sind.

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