CO2-Emissionen: Daimler muss mehr tun

CO2-Emissionen: Daimler muss mehr tun

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Daimler muss beim Klimaschutz aufs Gaspedal treten.

Die starke Nachfrage nach spritschluckenden größeren SUVs hat dem Autobauer Daimler im vergangenen Jahr eine Stagnation des Flottenwertes für CO2-Emissionen eingebrockt.

Daimler hat ein Klima-Problem: Erstmals seit dem Beschluss der Klimaschutzziele in der Europäischen Union 2007 sank der Flottenwert für CO2-Emissionen im Vergleich zum Vorjahr nicht, wie das Unternehmen erklärte. Der Wert belief sich demnach 2016 wie im Vorjahr auf 123 Gramm Kohlendioxid (CO2) pro Kilometer. Die spezifische Zielvorgabe für Daimler für das Jahr 2020 sind maximal 100 Gramm. Zwar sei jedes einzelne Neufahrzeug besser als sein Vorgänger, aber der gestiegene Anteil von größeren Wagen sei Grund für die Stagnation, sagte Forschungschef Ola Källenius. Das 100-Gramm-Ziel zu erreichen, nannte er eine "ernstzunehmende Herausforderung".

Mit den 123 Gramm hat Daimler Källenius zufolge sein Ziel zu 70 Prozent erreicht. Im Jahr 2007 belief sich der Ausstoß des gesundheitsschädlichen Klimagases noch auf 178 Gramm im Fottendurchschnitt. "Wir müssen alle Pfade, die zur Verfügung stehen, nutzen, um das sehr anspruchsvolle Ziel zu erreichen", sagte Källenius. Deshalb werde das Angebot an Plug-in-Hybriden, die über kurze Strecken rein elektrisch und damit emissionsfrei fahren, ausgebaut und deren Stromreichweite verlängert. Ab 2019 starte zudem die Offensive mit neuen Modellen rein batterieelektrischer Fahrzeuge. Ein Konzeptfahrzeug der neuen Marke EQ hatte Daimler im Herbst auf der Pariser Automesse vorgestellt.

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Auch Diesel-Fahrzeuge spielten eine wichtige Rolle, da sie 15 bis 20 Prozent weniger Kraftstoff verbrauchten als Verbrennungsmotoren mit Benzin. "Das ist der Grund, warum wir weiterhin in diese Technologie investieren", sagte Källenius. So werde die Mitte des Jahres auf den Markt kommende neue S-Klasse mit einem schadstoffärmeren Sechs-Zylinder-Dieselmotor angeboten. Einen dämpfenden Effekt des Dieselabgasskandals bei Volkswagen, in dessen Zug auch Mercedes-Benz in Erklärungsnot wegen auffällig hoher realer Stickoxid-Emissionen geriet und sich zu Nachbesserungen bereiterklärte, spürte der Premiumautobauer unterdessen nicht. "In den Verkaufszahlen gab es keine Veränderung bei Dieselquoten in Europa", sagte Källenius.

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