Conti & Co.: Deutsche Automobil-Zulieferer auf Kurs

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Conti & Co.: Deutsche Automobil-Zulieferer auf Kurs

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Bosch geht gestärkt aus der Krise.

von Hans-Jürgen Klesse

Beim internationalen Autozulieferer-Ranking 2011 schneiden die deutschen Branchenvertreter bei Umsatz und Ergebnis deutlich besser ab als ihre ausländischen Konkurrenten.

Das wäre doch mal eine gute Frage für Günther Jauchs Rate-Show „Wer wird Millionär“: Sind Simmeringe

a) eine nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Freundschaftsschmuck?

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b) schwyzerdeutsch für Augenringe nach durchzechter Nacht?

c) nach dem österreichischen Ingenieur Walther Simmer entwickelte Dichtungen?

d) Fertigbauteile zur Konstruktion von Abwasserkanälen?

Freudenberg gehört zu den Besten

Richtig ist Antwort c): Simmer entwickelte die zunächst aus Lederresten und Metall fabrizierten Dichtungsringe für Maschinen 1929 für seinen damaligen Arbeitgeber Freudenberg. Das Weinheimer Unternehmen, hervorgegangen aus einer Gerberei, die Gründer Carl Johann Freudenberg 1849 übernommen hatten, ist heute einer der erfolgreichsten deutschen Autozulieferer. Die mehr als 34.000 Beschäftigten in 59 Ländern produzieren heute – neben Fliesstoffen und Reinigungsmitteln (Vileda-Tücher) immer noch Dichtungen für Pkw-Motoren, Schwingungsdämpfer, Filter, Schmierstoffe und Innenraumkomponenten für Autos sowie neuerdings auch sogenannte Separatoren für Batterien, die anschließend in Hybridfahrzeuge eingebaut werden.

Zusammen mit Bosch, Continental, Knorr-Bremse und Evonik gehört Freudenberg zu den Besten im internationalen Autozuliefer-Ranking 2011 der Unternehmensberatung PRTM Management Consultants in Frankfurt. Das Beratungsunternehmen erstellt das Ranking jedes Jahr exklusiv für die WirtschaftsWoche.

Während sich die Performance der deutschen Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr verbessert hat, stehen internationale Mitbewerber wie Denso, Matsushita, Bridgestone, Delphi, Hitachi oder Johnson Controls schlechter da und haben gegenüber 2009 verloren. „Die Krise 2009 hat dazu geführt, dass sich die Schere zwischen erfolgreichen und weniger erfolgreichen Zulieferern weiter geöffnet hat“, sagt PRTM-Deutschland-Geschäftsführer Norbert Wittemann, „das gilt sowohl im internationalen wie im Vergleich zwischen den deutschen Zulieferern.“

Denso hat verloren

Denso, japanischer Hersteller von Sicherheitssystemen, Klimaanlagen, Elektromotoren und Scheibenwischern und mit über 27 Milliarden Euro Umsatz zweitgrößter Zulieferer weltweit, hat 2010 in dem von PRTM ermittelten sogenannten M&A-Score im Vergleich zum Vorjahr rund 0,75 Punkte verloren. Das Scoring bildet in einer auf den Zahlen von 2010 basierenden Momentaufnahme ab, wie sich die Wettbewerbsposition der Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr und zu den Mitbewerbern verändert hat. Damit sind die Veränderungen auch ein Gradmesser, wer die Möglichkeit hätte, andere Wettbewerber zu übernehmen – oder übernommen zu werden.

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