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Continental-Chef : Continental und die Euro-Krise

Continental-Chef : Keine Angst vor dem Euro-Austritt Griechenlands

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Continental und die Euro-Krise

Audi

Audi hat im Jahr 2012 weltweit 1,45 Millionen Autos abgesetzt. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt das ein Plus von 11,7 Prozent. Allein der neue Q3 wurde 80.000 mal verkauft - und das nur in Europa. Insgesamt erzielte der Autobauer einen Umsatz in Höhe von 48,8 Milliarden Euro und ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 5,956 Milliarden Euro.

Bild: REUTERS

Damit würden Sie die eigenen Absatzprobleme auf Ihre Zulieferer abwälzen, also den Schwarzen Peter nur weiterreichen.

Nein, gerade nicht! Wir haben unsere Lektion aus der ersten Krise gelernt. Damals haben unsere Kunden sehr spät reagiert und dann eine Vollbremsung hingelegt. Dank der verbesserten Kommunikation über Abrufzahlen und die Bestandsentwicklung können wir heute viel schneller reagieren und so verhindern, dass sich auf allen Stufen Riesenbestände aufbauen, die viel Liquidität binden und kapitalschwächere Zulieferer nach kurzer Zeit in eine lebensbedrohliche Existenzkrise bringen, weil ihnen das Geld ausgeht. Eine solche Kettenreaktion ist heute sehr viel weniger wahrscheinlich geworden, wir sind also auf mögliche Krisenszenarien besser vorbereitet.

Haben Sie auch Krisenpläne für den Zusammenbruch des Eurosystems in der Schublade?

Wir beschäftigen uns weniger damit, was eventuell mit dem Euro passieren könnte, sondern mit den möglichen Auswirkungen der Entwicklung im Euro-Raum auf die Weltkonjunktur.

Aktien-Info: Continental Quelle: Bloomberg, Unternehmensangaben
Aktien-Info: Continental (Klicken Sie für eine detaillierte Ansicht bitte auf die Grafik) Quelle: Bloomberg, Unternehmensangaben

Hat der Euro noch eine Chance?

Eindeutig ja, auch wenn die Situation sehr komplex ist. Es wird keine einfachen Lösungen geben und auch keine schmerzfreien. Die Krise hat gezeigt, dass eine Währungsunion nur funktionieren würde, wenn wir auch eine politische Union hätten. Mit Institutionen auf europäischer Ebene, die die Einhaltung der Regeln überwachen und Verstöße mit Sanktionen belegen könnten...

...Sie meinen eine Verlagerung der Macht nach Brüssel?

Das wäre die Konsequenz, ich glaube aber nicht, dass das bei den Wählern die nötige Zustimmung finden würde.

„Wir sind bereits in einer sehr extremen Dehnung des europäischen Rechtes, um das mal gelinde zu sagen.“

Der ehemalige Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank, Jürgen Stark, ist von den Plänen, den Rettungsschirm ESM mit einer Banklizenz auszustatten, nicht begeistert. Für Stark wäre die Umsetzung ein klarer Verstoß gegen europäisches Recht – und nicht einmal der erste.

Bild: dpa

Was wäre die Alternative?

Es steht mir nicht an, Vorschläge zu unterbreiten. Aber wie auch die Lösung aussieht: Sie muss Handlungsfähigkeit mit Kontrollmechanismen verbinden, und zwar ohne dass Letzteres zu langen Diskussionen oder Kompromissen führt.

Was würde passieren, wenn Griechenland aus dem Euro ausschiede?

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Für Continental wäre das kein nennenswertes Problem. Auch die Befürchtung, dass dann eine Kettenreaktion folgen könnte, teile ich nicht. Ich sehe Spanien und Portugal grundsätzlich auf einem guten Weg. Wenn Italien dem Vorbild Spaniens folgen würde, kämen wir ein gutes Stück weiter.

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