Daimler: Die neue A-Klasse - aufregend sportlich

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Daimler: Die neue A-Klasse - aufregend sportlich

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Joachim Schmidt, 63, ist seit sechs Jahren Vertriebs- und Marketingchef von Mercedes-Benz Cars und seit 33 Jahren für Daimler tätig. Der Mathematiker begann seine Karriere in der Fahrzeugentwicklung von Mercedes.

von Franz W. Rother

Mit der neuen A-Klasse wollen die Stuttgarter die Kompaktklasse aufmischen. Wie das funktionieren soll, erklärt Mercedes-Vertriebschef Joachim Schmidt bei einer Ausfahrt mit dem A250.

Der erste Versuch im Herbst 1997 sorgte für Hohn und Spott: Die A-Klasse hatte die Neigung, bei heftigen Lenkmanövern aufgrund des hohen Schwerpunkts aus der Balance zu kommen und zu kippen. Die Konstruktionsschwächen, die sich beim sogenannten Elchtest offenbart hatten, wurden durch den Einbau eines elektronischen Schleuderverhinderers und strafferer Federn zwar beseitigt. Doch der Ruf der Marke war dadurch erst einmal lädiert.

Beim zweiten Versuch, mit dem frontgetriebenen Minivan in der Golfklasse Fuß zu fassen, waren die Kinderkrankheiten der A-Klasse zwar beseitigt. Aber ein Hit wurde der Baby-Benz immer noch nicht. In acht Jahren Produktionszeit wurden von dem werksintern W169 genannten kleinsten Mercedes zwar mehr als eine Million Exemplare verkauft. Aber weder erzielte der Konzern mit dem Modell ordentliche Renditen, noch erreichte man mit der A-Klasse die anvisierte jüngere Zielgruppe. Geschätzt wurde das Auto wegen seiner konstruktionsbedingt hohen Sitzposition vor allem von Senioren.

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Bei der Entwicklung der dritten Generation der Mercedes A-Klasse, die nächste Woche auf den Markt kommt, entschloss sich die Konzernleitung deshalb zu einem radikalen Neubeginn, einem freiwilligen Sprung zurück auf Los: weg vom Minivan – hin zu einer sportlichen Optik und damit, so hofft Daimler, zu einer jüngeren Klientel: Die hohe Sitzposition in der alten A-Klasse zog eher die Generation 50plus an und ließ Jüngere zur Konkurrenz abwandern. Die neue A-Klasse nun ist eine Kampfansage an die Premiumkonkurrenten Audi A3 und 1er-BMW, aber auch an den neuen VW Golf.

Technische Details A250

  • Antrieb

    4-Zylinder-Reihenmotor

    Hubraum: 1991 ccm

    Leistung: 155 kW (211 PS)

    max. Drehmoment: 350 Newtonmeter bei 1700 Umdrehungen pro Minute

  • Fahrleistungen

    0–100 km/h in 6,6 Sekunden

    Höchstgeschwindigkeit: 240 km/h

  • Kraftstoffverbrauch

    Nach ECE-Norm 6,2 Liter Super/100 km (145 g CO2/km)

    Testverbrauch: 7,3 Liter/100 km

    Tankinhalt: 50 Liter

  • Kraftübertragung

    Frontantrieb, automatisiertes 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe

  • Gewicht

    1445 kg leer, Zuladung 525 kg

  • Kofferraum-Volumen

    341–1157 Liter nach VDA-Norm

  • Verkaufspreis

    Basispreis: 33.498,50 Euro

    Testwagenpreis: 48.498,45 Euro

Vertriebschef Joachim Schmidt lässt sich nicht lange bitten, das neue Fahrzeug persönlich vorzustellen. Zur Probefahrt rund um Stuttgart hat sich „Mister Mercedes“ das Top-Modell ausgesucht: einen A250 Blue Efficiency in Sportausführung, 211 PS stark und knallrot lackiert.

Schmidt schwingt sich hinter das Steuer und lenkt das Auto vom Gelände der ehemaligen Konzernzentrale in Möhringen auf die Landstraße nach Leonberg.

WirtschaftsWoche: Herr Schmidt, wenn ich mir die Ausstattung unseres Testwagens ansehe – das ist jetzt aber nicht das Basismodell?

Schmidt: Nein, das ist der A250 mit einem AMG-Kit. Das ist eine der Top-Versionen. Aber Sie sollen das Auto ja von seiner besten Seite kennenlernen.

Der Testwagen ist mit Ledersitzen ausgestattet, auch Armaturenbrett und Lenkrad sind mit Rinderhäuten bezogen. Die Pedalerie glänzt in Aluminium, der Instrumententräger schimmert in Carbonoptik. Alles in allem kommt der Testwagen auf einen Preis von fast 49.000 Euro.

Die meisten Käufer der A-Klasse dürften eine spartanischere Version wählen?

Auch das Basismodell für 24.000 Euro haben wir sehr gut ausgestattet, zum Beispiel mit einem serienmäßigen Kollisionswarnsystem, mit einem sehr guten Audiosystem und mit unserem Müdigkeitserkennungssystem Attention Assist.

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