Daimler, MAN und Co.: US-Kanzlei berechnet über 100 Milliarden Euro Schaden durch Lkw-Kartell

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Das Lkw-Kartell soll Schäden in Milliardenhöhe verursacht haben

von Martin Seiwert

Das von der EU-Kommission überführte Kartell der Lkw-Hersteller Daimler, Iveco, DAF, Volvo/Renault und MAN hat nach Berechnungen der US-Kanzlei Hausfeld einen Schaden in dreistelliger Milliardenhöhe zu verantworten.

„Selbst bei konservativer Berechnung ergibt sich ein Gesamtschaden von über 100 Milliarden Euro“, sagte Christopher Rother, Deutschland-Chef der US-Großkanzlei Hausfeld, der WirtschaftsWoche.

Hausfeld bereitet Schadenersatzklagen wegen des Kartells vor und hat bereits mehrere Speditionen sowie Industrie- und Handelsunternehmen als Mandanten gewonnen. Der Frankfurter Wirtschaftsprofessor und Kartellrechtsexperte Roman Inderst erstellt für die Kanzlei ein Gutachten über die Schäden. Die Lkw-Firmen haben zwischen 1997 und 2011 in Europa rund zehn Millionen Fahrzeuge verkauft, bei denen sie Preise untereinander absprachen. Der Durchschnittspreis von 80.000 Euro pro Lkw war deshalb um rund 12.000 Euro zu hoch. „Bei zehn Millionen Lkw ist das ein Schaden von 120 Milliarden Euro“, sagt Rother. Rund 600.000 Transportunternehmen in Europa könnten Schadenersatz fordern.

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