Daimler und VW: Das große Geschäft mit den dicken Brummis

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Daimler und VW: Das große Geschäft mit den dicken Brummis

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Mercedes Actros - Daimler gibt sich für das Geschäft in seiner Nutzfahrzeugsparte für das laufende Jahr vorsichtig optimistisch. Die VW-Aktie begab sich nach dem Bekanntwerden des Übernahmeangebots für den schwedischen Truck-Bauer Scania auf Talfahrt.

von Rebecca Eisert

Daimler ist weltweit der größte Hersteller von schweren Trucks. Das soll auch so bleiben. Doch die Schwaben geben sich nur verhalten optimistisch. VW will unterdessen nach der Übernahme von Scania weiter zukaufen.

Bis ins Jahr 2020 wird die Nachfrage nach Trucks weltweit auf über drei Millionen anschwellen. Mehr als sechs Billionen Tonnen Transportgüter sollen dann in Lkw um den Globus rollen. Soweit die Prognosen, über die sich auch Daimler-Manager wie Wolfgang Bernhard, Chef der Truck-Sparte der Schwaben, freut. Dennoch gibt sich Bernhard nur verhalten optimistisch. Die Erwartungen an das Wachstum in den Schwellenländern seien zu hoch gewesen, sagte er kürzlich auf dem CAR-Symposium der Universität Duisburg-Essen in Bochum. Dennoch wachsen die Logistikmärkte in Brasilien, Indien und China immer noch vier mal schneller als in den USA, Japan und den Europäischen Union. Vor diesem Hintergrund sei man "erwartungsgemäß ins neue Jahr gestartet“, so Bernhard. Er sei daher zuversichtlich, dass Daimler seinen mittelfristigen Zielen 2014 „ein gutes Stück näher“ komme.

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Der Absatz von Daimler Trucks soll nach den Plänen 2015 bei mehr als 500.000 Fahrzeugen liegen, 2020 bei 700.000. Im vergangenen Jahr hatte Daimler den Absatz bereits um 5 Prozent auf 484.200 Fahrzeuge gesteigert. Der operative Gewinn aus dem laufenden Geschäft stieg leicht auf 1,75 Milliarden Euro, der Umsatz blieb mit 31,5 Milliarden Euro nahezu unverändert.

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Daimler ist der weltweit der größte Hersteller schwerer Lkw von über sechs Tonnen. Auf Platz zwei folgt der chinesische Konzern Dongfeng. Volvo belegt Rang drei. MAN und Scania - in Europa noch bedeutsame Hersteller und beides Töchter des Volkswagen-Konzerns - schaffen es als Einzelmarken weltweit nur unter die Top Ten bzw. Top Twenty.

VW-Aktie auf Talfahrt

Volkswagen will das ändern. Die bisher getrennt geführten Unternehmen sollen künftig enger zusammenarbeiten. Bislang ist es VW lediglich gelungen, Einsparungen beim Einkauf in Höhe von 200 Millionen Euro durch Scania zu erzielen. Geplant sind Synergien in Höhe von 650 Millionen Euro beim Betriebsgewinn durch tiefgreifende Kooperation bei Antrieb, Fahrgestellen, Kabinen und Elektronik. Da die Entwicklung neuer Lkw Jahre dauert, rechnen die Wolfsburger nicht damit, ihr Ziel in weniger als einem Jahrzehnt zu erreichen. Die Lkw von VW und MAN sind weniger profitabel als die von Scania, sie würden also von einem Zusammenschluss und der Expertise der Schweden profitieren. Genau dies haben einige Scania-Aktionäre bislang blockiert. Es sei nicht im Interesse des schwedischen Konzerns und der Minderheitsaktionäre, anderen Marken technologisch zu helfen.

Für die restlichen Anteile - bislang hält VW 62,6 Prozent der Scania-Aktien und 89,2 Prozent der Stimmrechte - hat VW ein Übernahmeangebot in Höhe von 6,7 Milliarden Euro gemacht. Die Kosten sollen teilweise über eine Kapitalerhöhung und neue Vorzugsaktien im Volumen von bis zu zwei Milliarden Euro finanziert werden. An den Börsen kommt das nicht gut an.

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