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Dan Akerson: GM-Chef will eine Radikalkur für Opel

Der US-Autobauer General Motors will seine verlustreiche Europa-Tochter Opel mit einem großen Schnitt wieder fit machen. Alle deutschen Opel-Werke seien betroffen, sagte GM-Vorstandschef Dan Akerson.

General Motors Chairman and Chief Executive Officer Dan Akerson Quelle: REUTERS
„Wir machen einige Fortschritte bei unseren Gesprächen über die Anpassung der Kapazitäten an die Nachfrage“, sagte Akerson. Für Opel will er eine Radikalkur Quelle: REUTERS

GM-Chef Dan Akerson bezeichnete die Verhandlungen um die Opel-Sanierung als „konstruktiv“. Akerson lehnte es allerdings ab, sich zur Zukunft des als besonders gefährdet geltenden Werks in Bochum mit seinen 3100 Beschäftigten zu äußern. GM müsse sein Europageschäft in Ordnung bringen, so dass es dem Konzern nicht mehr auf der Tasche liege, betonte der Konzernchef. Er verwies auf die Talfahrt der Automobilindustrie in
Südeuropa, wo wegen der Schuldenkrise kaum noch neue Autos verkauft werden. „Ich weiß nicht, ob wir schon den Tiefpunkt gesehen haben“, sagte der Konzernchef dem US-Fernsehsender CNBC.
GM soll flinker werden

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GM habe Fortschritte in den Verhandlungen mit den Gewerkschaften gemacht, um die Produktion der gesunkenen Nachfrage anzupassen. Der GM-Chef fügte hinzu, niemand habe gesagt, dass die Umwandlung in ein modernes Unternehmen ein leichter Gang werde. „Wir müssen flinker werden“, betonte er. GM hatte nach seiner Blitzinsolvenz vor drei Jahren Tausende Jobs in Nordamerika gestrichen und zahlreiche Werke dichtgemacht. Befreit von hohen Kosten durch zu große Produktionskapazitäten und dank staatlicher Unterstützung kehrte GM im vergangenen Jahr an die Weltmarktspitze zurück, wobei auch die Schwäche von Toyota half. Nur Europa macht noch einen Strich durch die Rechnung. Aus der Rettungsaktion vor drei Jahren ist der US-Staat noch mit 27 Prozent an GM beteiligt. Deswegen sind Fortschritte bei der Gesundung des einstigen Vorzeigeunternehmens auch im Wahlkampf ein Thema.

Vergebliche Sanierungsversuche
In Europa verloren bereits in der zurückliegenden Sanierungsrunde 8000 Opel-Beschäftigte ihre Arbeitsplätze, das Werk im belgischen Antwerpen wurde geschlossen. Trotzdem schreibt GM in seinem Europageschäft mit den Marken Opel und Vauxhall nach wie vor rote Zahlen, im ersten Quartal belief sich der Verlust auf 256 Millionen Dollar. Die Marke mit dem Blitz leidet wie die Rivalen Peugeot und Fiat unter massiven Verkaufsrückgängen auf dem alten Kontinent. GM versucht, sein Europageschäft durch eine Allianz mit Peugeot profitabel zu machen. Analysten bezweifeln allerdings, dass dabei kurzfristig Erfolge erzielt werden. Aufgrund der kaum ausgelasteten Fabriken geht Akerson davon aus, dass es zwei Jahre dauern wird, bis das Europageschäft die Wende schaffen wird.

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 12.06.2012, 21:37 UhrCorvette

    Ihre ewige Dummschwätzerei über GM Opel nervt langsam. Deutschland weiss doch garnicht wie es mit Opel weitergeht. Einfach mal die KLappe halten. Ihre Spekulationen helfen VW überhaupt nicht. Der Marktanteil von VW stagniert in den USA bei 2%. Da steht GM Opel mit 7% besser da. Spekulieren sie doch mal wann die ersten VW Werke geschlossen werden. Oder sollten die dann noch vom deutschen Steuerzahler gerettet werden?

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