Dax-Konzern: Abu Dhabi steigt bei Daimler aus

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Dax-Konzern: Abu Dhabi steigt bei Daimler aus

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2009 besiegelten sie den Einstieg: Daimler-Chef Dieter Zetsche (links) mit Khadem Al Qubaisi, dem Vorstandsvorsitzenden des Staatsfonds Aabar Investments aus Abu Dhabi

Daimlers bedeutendster Großaktionär, das Scheichtum Abu Dhabi, hat sich von Anteilen des Autobauers getrennt.

2009 kam der arabische Staatsfonds als Retter in der Finanzkrise. Damals hieß es großspurig, dass das Engagement mindestens 50 Jahre währen sollte. Doch bereits im April gab es Spekulationen über den Ausstieg des Fonds. Nun macht Abu Dhabi Kasse. Der Staatsfonds Aabar besitze keine direkten Stimmrechte mehr an dem Dax-Konzern, wie am Donnerstag aus einer Mitteilung an die Finanzwelt hervorging.

Die Scheichs hielten über den Staatsfonds Aabar Investments bisher 3,1 Prozent direkt an Daimler. Jedoch hatten sie weitere Anteile aus früher direkt gehaltenen Wertpapierpaketen an die Finanzwelt auch verliehen und besaßen dabei sogenannte Rücklieferungsansprüche. Unter dem Strich waren so damals insgesamt 9,04 Prozent Aabar zuzurechnen.

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Nach den Angaben des Sprechers halte Aabar nun keine Stimmrechte mehr - es lägen quasi keine Aktien mehr im Tresor. Jedoch besitze Aabar über Finanzinstrumente inzwischen indirekte Zugriffsrechte auf nunmehr knapp 13 Prozent. Nach den Änderungen ist Kuwait Daimlers größter Ankerinvestor - mit 7,6 Prozent Anteilsbesitz.

Aabar war den im Zuge der Finanzkrise in Bedrängnis geratenen Stuttgartern 2009 beigesprungen und hatte für rund zwei Milliarden Euro einen direkten Aktienanteil von gut neun Prozent an dem Autokonzern erworben. Damit war der Fonds am bis dahin größten Aktionär - dem Emirat Kuwait mit 7,6 Prozent - vorbeigezogen. Inzwischen ist Daimler an der Börse knapp doppelt so viel wert wie zum Zeitpunkt des Einstiegs von Aabar. Bereits vor gut einem Jahr hatte der Fonds begonnen, seinen Ausstieg vorzubereiten. Den größten Teil der Beteiligung hatten die Araber ohnehin verliehen und damit den Einstieg 2009 mitfinanziert.

Anfang Februar dieses Jahres hatte Aabar mitgeteilt, neben dem direkten Anteil von gut drei Prozent mittels Finanzinstrumenten noch Zugriff auf weitere Daimler-Papiere und damit auf insgesamt 16,88 Prozent des Kapitals zu verfügen. Die Meldepflichten für Optionsgeschäfte waren Anfang dieses Jahres verschärft worden, um Investoren das heimliche "Anschleichen" an ihre Übernahmeziele zu erschweren.

Ungünstiger Zeitpunkt

Der Rückzug kommt für Daimler und insbesondere für deren Chef Dieter Zetsche zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Investoren hadern schon seit einer Weile mit dem Kurs des Autobauers. Im Jahr 2011 hatte Audi erstmals die Daimler-Kernmarke Mercedes-Benz nicht nur bei der Marge, sondern auch beim Absatz abgehängt - und auf Rang drei verwiesen. Außerdem stehen in wenigen Wochen die Gespräche um die Vertragsverlängerung für Zetsche an. Sechs Jahre steht Zetsche mittlerweile an der Spitze des Konzerns.

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