Der neue BMW Mini: Junge, was bist Du groß geworden!

ThemaBMW

Der neue BMW Mini: Junge, was bist Du groß geworden!

von Franz W. Rother

Der Mini, der bekannteste Kleinwagen der Welt, ist unter der Regie von BMW kräftig gewachsen. Mit dem ursprünglichen Konzept hat er außer dem Frontantrieb nichts mehr gemein.

„Make a proper small car“: Der Auftrag von Leonard Lord an seinen Chefdesigner Alec Issigonis war eindeutig. Weil nach der Verstaatlichung und anschließenden Sperrung des Suezkanals durch den ägyptischen Präsidenten Abdel Nasser im Sommer 1956 in Großbritannien Benzin und Heizöl rationiert werden mussten, wollte der Chef der British Motor Corporation (BMC) die Fahrzeugpalette des damals nach größten europäischen Autoherstellers um einen preiswerten und sparsamen Kleinwagen erweitern.

Die Eckdaten für das Projekt „ADO 15“ waren schnell fixiert. Das Auto sollte drei Meter lang sein und nur 600 Kilogramm schwer. Vier Sitzplätze sollte es haben und einen Kofferraum. Und als Antrieb musste ein kleiner Vierzylinder-Benziner mit 948 Kubikzentimetern Hubraum und 37 PS genügen. Issigonis – übrigens ein entfernter Verwandter der späteren BMW- und Volkswagen-Chefs Bernd Pischetsrieder - brütete wochenlang über den Vorgaben und skizzierte das neue praktische Mini-Auto schließlich bei einem Restaurantbesuch auf eine Serviette.

Anzeige

Kultobjekt der Sechziger Jahre

Die rollende Sparbüchse, die am 26. August 1959 als Austin Seven zum Kaufpreis von 496,95 britischen Pfund präsentiert wurde, ging als Mini in die Automobilgeschichte ein und wurde zu der Ikone des Lebensgefühls der Swinging Sixtes: unkonventionell, frech, charakterstark. Die Raumökonomie war beispielhaft, der Fahrspaß dank Frontantrieb phänomenal. Und durch die Beschränkung auf das Wesentliche – Heizung gab es nur gegen Aufpreis, zur Information des Fahrers genügte ein Zentralinstrument mit Tachometer, Tankanzeige und Meilenzähler – war das Auto nicht nur leicht, sondern auch preiswert.

Nach einigen Anlaufproblemen wurde der revolutionäre Winzling erst ein Bestseller, dann zu einem Kultobjekt auf Rädern. 41 Jahre lang wurde der Ur-Mini produziert. Viele Details wurden im Laufe der Jahre verändert. Aber das Grundkonzept blieb bis zum 4. Oktober 2000, als in Birmingham das letzte Exemplar vom Band lief – sechs Jahre nach der Übernahme der zur Rover Group geschrumpften BMC durch den deutschen BMW-Konzern.

Das Grundkonzept des Mini und die Geschichte der britischen Automarke sollte man sich in Erinnerung rufen, wenn BMW heute in Oxford die inzwischen vierte Generation des Mini der Weltöffentlichkeit präsentiert. Es ist die dritte Mini-Generation nach neuer Zeitrechnung und die erste, die in der internen Nomenklatur nicht mehr mit einem R als Rover-Derivat gekennzeichnet ist – mit dem F56 macht der Mini seinen größten Sprung in der Entwicklungsgeschichte. 

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%