Deutsche Autobauer: Premium-Hersteller steuern auf Absatzrekorde zu

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Deutsche Autobauer: Premium-Hersteller steuern auf Absatzrekorde zu

In Europa werden wieder mehr Autos verkauft. Vor allem die Premium-Hersteller BMW, Audi, Mercedes und Porsche können profitieren: Sie wachsen doppelt so schnell wie der Weltmarkt.

Nach mehr als zwei Jahren Krisenstimmung atmen Europas Autobauer langsam auf. Erstmals seit September 2011 sind die Verkaufszahlen auf dem Heimatkontinent zwei Monate in Folge gestiegen. Damit könnte die Trendwende auf dem Krisenmarkt geschafft sein. Zwar war der vergangene Monat der zweitschlechteste Oktober seit Beginn der Statistik vor zehn Jahren. Allerdings legten die Neuzulassungen EU-weit um 4,7 Prozent auf eine Million Autos zu, wie der Branchenverband Acea am Dienstag in Brüssel mitteilte.

Schon im September war der Absatz gestiegen. Seit Januar liegt der Rückgang gegenüber 2012 mit 10 Millionen Autos aber noch bei 3,1 Prozent. 2014 könnte der Markt dagegen wieder zulegen - wenn auch auf niedrigem Niveau. Denn durch den dramatischen Nachfragerückgang sind die Verkaufszahlen derzeit noch so schwach wie vor etwa 20 Jahren.

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Die Folgen trafen die Autobauer hart. Um keine Kunden zu verlieren, gingen sie mit Kampfpreisen in den Markt. Dazu mussten sie teuren Leerlauf in den Werken verkraften - die Folge waren ein massiver Jobabbau und Werksschließungen wie bei Peugeot oder Ford.

Den vier deutschen Premiumherstellern hingegen geht es gut. Audi, BMW, Mercedes-Benz und Porsche werden im Jahr 2013 neue Absatzrekorde erzielen, prognostiziert das Center of Automotive Management (CAM). Insgesamt wird erwartet, dass die vier Hersteller 2013 rund 5,3 Millionen Fahrzeuge absetzen werden. Sie wachsen trotz der anhaltenden Krise in Europa doppelt so schnell wie der Weltmarkt: Seit 2010 steigerten die Premiumhersteller ihre Absätze um 35,4 Prozent, während der Weltmarkt nur um 16,6 Prozent zulegte. Auch im laufenden Jahr erwartet das CAM, dass die deutschen Premiumhersteller ihren Absatz um rund 8,5 Prozent steigern werden (Weltmarkt: 3,5 Prozent).

Das stärkste Wachstum legt dabei Porsche hin: Der Konzern wird laut CAM-Prognose im laufenden Jahr erstmals mehr als 160.000 Fahrzeuge verkaufen. Nach drei Quartalen hat Porsche mit einem Plus von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verbucht. Im Jahr 2014 wird durch die Einführung des neuen Kompakt-SUV Macan erstmals ein Absatz von 200.000 Fahrzeugen erwartet. An der Spitze des Premiummarkts sitzt jedoch ein anderes Unternehmen: Für BMW wird im Gesamtjahr 2013 ein Absatz von rund 1,95 Millionen Autos erwartet, gefolgt von Audi und Mercedes mit je rund 1,6 Millionen Pkw.

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Die hohen Gewinnmargen der Premiumhersteller, die die Konzerne hoch profitabel machen, sinken allerdings leicht. In den ersten neun Monaten 2013 sanken die Gewinne der Automobilsparten von Audi und BMW um jeweils rund 12 Prozent. Mit Margen von 10,1 Prozent (Audi) beziehungsweise 9,5 Prozent (BMW) bleiben beide jedoch hoch profitabel. Mercedes landet mit einer EBIT-Marge von 5,8 Prozent auf dem letzten Platz der vier. Unangefochten auch Platz eins hält sich Porsche: Die Zuffenhausener sind mit einer EBIT-Marge von 18,2 Prozent der profitabelste Autohersteller.

Der technologische Vorsprung scheint gesichert: Laut der CAM-Untersuchung geht bereits mehr als jede vierte Innovation auf das Konto eines der vier deutschen Premiumhersteller; damit sind sie überproportional erfolgreich. Im ersten Halbjahr 2013 gingen 132 von insgesamt 505 Neuerungen der 20 weltweiten Automobilkonzerne auf das Konto von Audi, BMW, Daimler und Porsche.

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