Donald Walker: Magna-Chef kündigt Sparmaßnahmen in Europa an

InterviewDonald Walker: Magna-Chef kündigt Sparmaßnahmen in Europa an

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Magna-Chef Donald Walker ist glücklich Ex-Opel-Chef Stracke für sich gewonnen zu haben.

von Matthias Kamp

Donald Walker, Chef des austro-kanadischen Autozulieferkonzerns Magna, kündigt Einschnitte in Europa an, setzt aber auf den Entwicklungsstandort Deutschland.

Walker, 56, kam 1987 zu Magna. Den Autozulieferer hatte der Österreicher Frank Stronach in den Fünfzigerjahren in Kanada gegründet. Seit 2010 ist der Ingenieur Vorstandschef. Magna ist der fünftgrößte Autozulieferer der Welt und produziert vor allem Komponenten für Pkw-Antriebe, Schließsysteme und Teile der Innenausstattung. Das Unternehmen betreibt mehr als 300 Werke und setzte mit 120.000 Mitarbeitern zuletzt knapp 31 Milliarden Euro jährlich um.

WirtschaftsWoche: Mister Walker, was erwarten Sie für die weltweite Autoindustrie in diesem Jahr, wenn Sie in Ihre Auftragsbücher schauen?

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Donald Walker: Wir gehen davon aus, dass unser Umsatz in diesem Jahr um zwei Milliarden auf 33 Milliarden Dollar steigen wird. Der größte Markt für uns ist klar Nordamerika. Der Wirtschaft dort geht es gut, der Autoabsatz steigt, und die Dynamik ist sehr groß. Anders sieht es in Europa aus. Dort lässt die Dynamik deutlich nach. China wird weiter wachsen.

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Die zehn profitabelsten Autozulieferer weltweit (zum Vergrößern bitte anklicken)

Werden Sie angesichts der Krise in Europa Werke schließen und Mitarbeiter entlassen müssen?

Wir müssen sicherlich Anpassungen vornehmen. Wir schauen zurzeit beispielsweise, welche Teile wir hier nah am Kunden in Europa fertigen müssen und welche Komponenten wir aus anderen Teilen der Welt hierher transportieren können. Anpassungen wird es aber auch in Nordamerika geben müssen. Wir arbeiten daran, unsere globale Präsenz bestmöglich aufzustellen und Kosten zu reduzieren. In Europa mussten wir einige Stellen abbauen, da sich die Wirtschaftslage verschlechtert hat, und wir werden weitere Restrukturierungen in der Region vornehmen.

Welche Rolle soll dabei Ex-Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke spielen, den Sie kürzlich zu Magna geholt haben?

Ich bin glücklich, dass wir Stracke für uns gewinnen konnten. Er ist ein exzellenter Kenner der Märkte in Nordamerika und Europa. Er leitet jetzt die Auftragsfertigung bei Magna Steyr in Graz und weltweit das Engineering der Gruppe. Herr Stracke wird sich aber auch mit unserer langfristigen Produktstrategie befassen.

Ist Stracke ein Kandidat, der eines Tages Ihren umstrittenen Europa-Chef Günther Apfalter ersetzen könnte?

Günther Apfalter hat zwei Funktionen. Er ist der Europa-Chef von Magna International, aber auch der Chef von Magna Steyr weltweit, also Strackes Vorgesetzter.

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