Drastische Maßnahmen: BMW baut Vertrieb radikal um

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von Franz W. Rother

Mit drastischen Maßnahmen will BMW seine Vertriebskosten in Deutschland senken. Wie die WirtschaftsWoche berichtet, sollen dazu die Niederlassungen in Kassel, Dresden und Göttingen nach Möglichkeit verkauft, andere künftig über eine GmbH direkt von der Konzernzentrale in München geführt werden.

Die Beschäftigten verlören dann unter anderem die Sonderzahlungen der BMW AG wie Erfolgsbeteiligung und Betriebsrente und könnten nach einem anderen Tarif bezahlt werden. Ende des Jahres soll das Spar- und Effizienzprogramm abgeschlossen sein.

Es sieht vor, die Niederlassungen zu sechs Verbünden zusammenzufassen und die Zuständigkeiten neu zu ordnen: München leitet den Süden, Berlin den Verbund Ost, Hamburg den Verbund Nord, Düsseldorf den Westen, Stuttgart den Südwesten und Frankfurt den Verbund Mitte. „Die restlichen Niederlassungen haben quasi den Status von Filialen“, erläuterte der Betriebsratsvorsitzende einer großen BMW-Niederlassung gegenüber der WirtschaftsWoche.

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Günther Niedernhuber, BMW-Finanzchef und kommissarischer Vertriebschef Deutschland, ist nach WirtschaftsWoche-Informationen künftig der direkte Vorgesetzte der kaufmännischen Leiter in den Niederlassungen. Die Kompetenzen der Niederlassungsleiter werden beschnitten; Filialleiter überflüssig. Von den heute noch 20 BMW-Niederlassungen, prognostizieren Betriebsräte, würden langfristig nur fünf große erhalten bleiben: München, Berlin, Hamburg, Düsseldorf und eventuell Stuttgart. Nach Angaben der Arbeitnehmervertretung führt der Konzern bereits Gespräche mit Investoren.

Auch an anderer Stelle regiert der Rotstift. „BMW möchte in den Niederlassungen eigene Mitarbeiter durch Leiharbeitskräfte ersetzen“, kritisiert der Betriebsratsvorsitzende der Münchner Niederlassung, Norbert Zaja. Laufend beantrage das Unternehmen beim Betriebsrat Zeitarbeitskräfte.

Grund ist der verschärfte Wettbewerb auf dem deutschen Markt für Premiumautos. Die neuen Kompaktmodelle von Mercedes machen vor allem dem 1er-BMW und der Tochtermarke Mini zu schaffen. BMW versucht mit einem neuen Margensystem gegenzusteuern, das den freien Händlern quartalsweise hohe Absatzziele setzt und die Rabattschlacht befeuert.

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