Drittes Quartal: Volkswagen übertrifft Erwartungen

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Drittes Quartal: Volkswagen übertrifft Erwartungen

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Gutes Ergebnis für das dritte Quartal: Das Wachstum in China und die weltweit hohe Nachfrage nach Modellen der Premiummarken Audi und Porsche haben ebenfalls dazu beigetragen, den geringeren Absatz in Europa auszugleichen.

Volkswagen beschließt das dritte Quartal besser als erwartet. Zwar sank der Umsatz, der Gewinn legte aber um 20 Prozent zu. Wie das gelingen konnte.

Die Volkswagen AG hat am Mittwoch für das dritte Quartal ein Betriebsergebnis oberhalb der Analystenerwartung vorgelegt. Europas größter Autohersteller senkte die Kosten und konnte so dem Markteinbruch in der Euroregion gleichen, der Autohersteller derzeit zu vermehrten Preisnachlässen zwingt.
Den Gewinn vor Steuern und Zinsen bezifferte das Wolfsburger Unternehmen um 20 Prozent höher auf 2,78 Mrd. Euro. Damit übertraf VW die durchschnittliche Prognose von 2,72 Milliarden Euro von zehn Analysten. Der Umsatz sank den Angaben zufolge um 3,8 Prozent auf 47 Milliarden Euro. Die Aktie reagierte mit dem stärksten Kursanstieg seit mehr als 13 Monaten.

Ergebnisse nach Marken und Sparten

  • Volkswagen Pkw-Segment

    Die Marke Volkswagen Pkw verkaufte in den ersten drei Quartalen 3,5 Millionen Autos und damit 3,8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Das Operative Ergebnis belief sich auf 2,1 (2,9) Milliarden Euro. Im Vorjahr waren es 2,9 Milliarden Euro. Belastend wirkten sich der Volumenrückgang ausgelöst durch die Krise in Europa aus sowie Vorleistungen für die Entwicklung neuer Technologien aus.

  • Audi

    Der Absatz der Marke Audi lag mit genauer einer Millionen Fahrzeugen auf dem Niveau des Vorjahres, weitere 309.000 Audi Fahrzeuge verkaufte das chinesische Joint-Venture FAW-Volkswagen. Im Vorjahreszeitraum waren es 247.000. Der Ausbau der weltweiten Fertigungsstrukturen und hoher Kosten für die Entwicklung neuer Produkte forderte seinen Tribut beim Ergebnis: Audi erzielte mit 3,7 Milliarden Euro bis September 2013 ein deutlich geringeres Operatives Ergebnis als im Vorjahr (4,2 Milliarden Euro.)

  • Skoda und SEAT

    Die Verkäufe von Škoda gingen bis September 2013 um 4,9 Prozent auf 524.000 Fahrzeuge zurück. Das Operative Ergebnis sank von 567 Millionen Euro auf 371 Millionen Euro.

    Trotz des unverändert schwachen spanischen Gesamtmarktes verzeichnete SEAT einen steigenden weltweiten Absatz und legte von 315.000 auf 335.000 Autos um 6,4 Prozent zu. Das Operative Ergebnis lag mit -93 Millionen Euro in etwa auf dem Vorjahresniveau (- 95 Millionen Euro).

  • Porsche und Bentley

    Bentley setzte 6.600 Fahrzeuge ab - hundert mehr als im Vorjaheszeitraum. Das Operative Ergebnis lag mit 98 Millionen Euro deutlich über dem Vergleichswert des Jahres 2012 (73 Millionen).

    Der Sportwagenhersteller Porsche verkaufte in den ersten neun Monaten 115.000 Fahrzeuge und erzielte ein Operatives Ergebnis von 1,9 Milliarden EUR.

  • Nutzfahrzeuge

    Scania steigerte den Absatz von 47.000 auf 56.000 Lkw und Busse. Das Operative Ergebnis blieb bedingt durch den erhöhten Margendruck mit 691 Millionen Euro auf Vorjahresniveau (688 Millionen).

    MAN verkaufte 3000 weniger Lkw und Busse und damit insgesamt 98.0000. Das Operative Ergebnis brach von 518 Millionen Euro auf 47 Millionen Euro ein. Belastend wirkten das geringere Volumen, rückläufige Einnahmen aus dem Lizenzgeschäft sowie vor allem die Bildung projektspezifischer Vorsorgen im Bereich Power Engineering.

Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch: “Unser Fokus liegt auf einer konsequenten Kosten- und Investitionsdisziplin sowie der weiteren Verbesserung aller Prozesse. Besonders wichtig ist das vor dem Hintergrund, dass eine schnelle Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht zu erwarten ist.”

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VW will bis 2018 der weltweit größte Autohersteller noch vor dem japanischen Toyota-Konzern und dem US-Unternehmen General Motors werden. Volkswagen bemüht sich, die Kosten zu senken, indem er seine acht Automarken, drei LKW-Sparten und die Motorrad-Sparte Ducati verstärkt Technologie teilen lässt. Das Wachstum in China und die weltweit hohe Nachfrage nach Modellen der Premiummarken Audi und Porsche haben ebenfalls dazu beigetragen, den geringeren Absatz in Europa auszugleichen. Der Aktienkurs legte in der Spitze fünf Prozent zu auf 183,50 Euro, das ist der stärkste Anstieg seit 14. September 2012. Zuletzt war die Aktie 4,2 Prozent fester bei 182,10 Euro.

China pusht den Absatz

Dieses Jahr führt Volkswagen 60 neue oder überarbeitete Modelle ein, darunter aktuelle Versionen des Golf Kombi, und erweitert sein Händlernetz in Märkten wie China, Russland und Südostasien. In China ist der Absatz seit Jahresbeginn um 18 Prozent gestiegen, was weltweit zu einem Plus von 4,8 Prozent beigetragen hat.

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Der Konzern bekräftigte die geltende Prognose, nach der im Gesamtjahr ein Betriebsgewinn auf dem Niveau des Vorjahres erzielt werde. Gestützt auf einen höheren Absatz peilt VW auch einen Anstieg beim Umsatz an. Der Netto-Cashflow lag im dritten Quartal bei plus 3,22 Mrd. Euro, nach einem Wert von minus 1,4 Mrd. Euro in der Vorjahresperiode, wie es hieß. Die Nettoliquidität kletterte demnach in den ersten neun Monaten um 81 Prozent auf 16,6 Milliarden Euro.
“Der Cash-Flow war deutlich besser als ich erwartet hatte”, sagte Daniel Schwarz, Analyst bei Commerzbank AG in Frankfurt. Er stuft VW-Aktien mit “Kaufen” ein. Angeschoben wurde das Ergebnis nicht zuletzt von der Sportwagentochter Porsche, die im dritten Quartal auf ein Betriebsergebnis von 599 Mio. Euro kam. Vor einem Jahr hatte die Sparte, deren Ergebnis seit August 2012 in das Volkswagen- Ergebnis konsolidiert wird, 387 Mio. Euro zum VW-Gewinn beigetragen.

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