Drive Now: BMW und Sixt bauen Carsharing-Angebot aus

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Drive Now: BMW und Sixt bauen Carsharing-Angebot aus

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Das Mietwagen-Unternehmen "Drive Now" ist offenbar auf Erfolgskurs.

BMW und Sixt wollen ihr Carsharing-Angebot "Drive Now" erweitern. In Europa kämen dafür 10 bis 15 Städte infrage. Erstmals hat das Unternehmen zuletzt einen Gewinn erwirtschaftet.

Drei Jahre nach dem Start hat der Carsharing-Anbieter "Drive Now" die Gewinnschwelle erreicht. "Wir hatten unseren ersten profitablen Monat", sagte ein Unternehmenssprecher. Prognosen, ob das Joint Venture von BMW und Sixt auch im gesamten Geschäftsjahr 2014 schwarze Zahlen schreiben werde, wagte er nicht.

Die Entwicklung sei aber gut. "Die Zahl der Kunden und die Auslastung der Fahrzeuge ist zuletzt stark gestiegen", sagte der Sprecher. Die Nutzerzahl hat sich binnen Jahresfrist fast verdreifacht. Derzeit sind 280.000 Personen bei "Drive Now" registriert. Damit ist das Unternehmen nach eigenen Angaben der Carsharing-Anbieter mit dem größten Kundenstamm in Deutschland.

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"Drive Now" war im Sommer 2011 in München gestartet und ist mittlerweile auch in Berlin, Düsseldorf, Köln, Hamburg und San Francisco vertreten. "Wir prüfen derzeit die Ausweitung auf weitere Großstädte", sagte der Sprecher. In Europa seien weitere zehn bis 15 Städte geplant, in den USA etwa zehn. An dem Unternehmen sind zu gleichen Teilen BMW und Sixt beteiligt. Der Automobilhersteller und der Auto-Vermieter wollen sich frühzeitig große Anteile am boomende Carsharing-Markt sichern.

Probleme der Anbieter

Auch Daimler bietet Carsharing an. Die Stuttgarter mussten jüngst allerdings erkennen, dass das Modell "Car2Go" nicht überall ein Renner ist. In Großbritannien wurde der Dienst mit der zeitweisen Nutzung des Stadtflitzers Smart Ende Mai eingestellt, weil sich nicht genug Kunden dafür interessierten. Neben zu geringer Nachfrage trieben auch administrative Hürden das Unternehmen zur Aufgabe des Angebots in einigen Londoner Stadteilen und in Birmingham.

Die Zahl der Kunden lag in Großbritannien nicht mal bei 10.000. In Italien und Deutschland kann Daimler die Menschen in Großstädten leichter von dem Mietmodell begeistern. Innerhalb von zehn Monaten meldeten sich in Rom und Mailand insgesamt 110.000 Nutzer an. In Deutschland können Smarts - und demnächst auch die größere B-Klasse - in sieben Städten gebucht werden. Mit jeweils 70.000 wohnen die meisten Kunden in Berlin und Hamburg.

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Das vor fünf Jahren gestartete Mietmodell ist ein wichtiger Vermarktungskanal für den Kleinwagen Smart, der in diesem Jahr runderneuert wird und auch wieder als Viersitzer kommt. Weltweit wird car2go in 25 Städten angeboten und hat 750.000 registrierte Nutzer. Auf weitaus weniger Kunden kommt Volkswagen mit seinem Carsharing-Angebot "Quicar", das auf den Großraum Hannover beschränkt ist. Zuletzt zählten die Wolfsburger dort 10.500 Nutzer, gut 2000 mehr als vor Jahresfrist.

Der Trend ist jedoch klar: Immer mehr junge Leute in westlichen Industriestaaten verzichten in Großstädten auf einen eigenen Wagen. Sie leihen sich lieber einen fahrbaren Untersatz, wenn sie einen brauchen. Die Zahl der Autobesitzer im Alter zwischen 18 und 29 Jahren ist in den vergangenen Jahren in Deutschland stetig gesunken.

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