Elektroauto: Nissan verkauft Batteriesparte

E-Autos: Nissan verkauft Batteriesparte an chinesischen Investor

Bild vergrößern

Nissan verkauft die Batteriesparte an einen Investor

Nissan verkauft seine Batteriesparte inklusive Produktionsstätten an GSR Capital. Der japanische Automobilhersteller wird jedoch weiter Batterien von dem chinesischen Finanzinvestor beziehen.

Der stark auf Elektroautos setzende japanische Hersteller Nissan verkauft sein Geschäft mit Batterien an einen chinesischen Finanzinvestor. Zuerst werde Nissan die Batteriesparte vom bisherigen Partner NEC komplett übernehmen und dann an die Beteiligungsgesellschaft GSR Capital weiterreichen, teilte das Unternehmen am Dienstag in Yokohama mit. Finanzielle Details gab Nissan nicht bekannt.

Aus Kreisen verlautete ein Kaufpreis von umgerechnet rund einer Milliarde US-Dollar (850 Millionen Euro), wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider berichtete.

Anzeige

Der japanische Elektronikkonzern NEC verbucht aus dem Verkauf von 49 Prozent seiner Anteile an dem 2007 gegründeten Gemeinschaftsunternehmen mit Nissan einen operativen Gewinn von rund 10 Milliarden japanischen Yen (76 Millionen Euro). Zu der verkauften Sparte zählen auch Produktionsstätten in den USA und Großbritannien sowie Entwicklungsstandorte in Japan. Bis Ende des Jahres soll der Deal abgeschlossen werden, sofern die Kartellbehörden zustimmen.

Autozulieferer Wie Panasonic die Zuliefererbranche aufrollen will

Am Freitag liefert Tesla die ersten 30 Model 3 aus. Wichtige Bauteile des Elektroautos kommen von Panasonic. Jetzt wollen die Japaner mehr: Das Ziel sind die zehn größten Autozulieferer der Welt.

Panasonic-Tesla-Akku Quelle: REUTERS

Für Autobauer stellt sich zunehmend die Frage, ob sie Batterien - und insbesondere deren Zellen - für künftige E-Autos selbst entwickeln und produzieren wollen. Die größten Hersteller von Elektrobatterien sitzen in Asien, insbesondere in China ist die Aufbruchstimmung bei Elektroantrieben groß. Daimler, BMW und VW haben schon oder planen derzeit Batteriefertigungen in der Nähe ihrer Produktionsstätten - der Transport schwerer Akkus aus anderen Weltregionen gilt als teuer.

Anzeige
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%