E-Mobility: Drei Szenarien der E-Mobilitäts-Wirtschaft

E-Mobility: Drei Szenarien der E-Mobilitäts-Wirtschaft

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Solar-Konzeptauto: Was bringt die automobile Zukunft?

von Thorsten Firlus-Emmrich und Christopher Schwarz

Ökonom Stephan Bratzel über drei Szenarien der E-Mobilitäts-Wirtschaft.

Auch wenn in Deutschland die Entwicklung hin zu Transportmitteln mit Elektroantrieb einer relativ gemächlichen Gangart folgt, ist klar, dass sie gewaltige Veränderungen für unsere Wirtschaft bedeutet. Wir werden einen asymmetrischen Fortschritt erleben: Asien schreitet bei neuen Technologien in einem schnelleren Tempo voran als Europa und speziell Deutschland, allein schon deshalb, weil dort weniger Altbestand existiert. Für die deutsche Wirtschaft sind drei Szenarien denkbar:

Drei Szenarien rund ums Elektroauto

Das heutige „Modell Hersteller“ bleibt bestehen. Die uns bekannten Hersteller bleiben die zentralen Akteure, die die Technologien, von der Batterie bis zur Karosserie, in der Hand behalten. Dann aber müssen die deutschen Hersteller schon heute ihre Kompetenz für Batterie- und Energie-management erheblich vergrößern.Die Batteriehersteller erlangen eine Schlüsselfunktion. Die Autohersteller, wie wir sie heute kennen, befinden sich nicht mehr in der Mitte der Wertschöpfungskette. Die Zulieferer werden gestärkt, insbesondere die für die Batterietechnologie. Früher galt die Batterie als Kleinteil, das keiner größeren Beachtung bedarf. Diese Kompetenz wurde ausgelagert. Die Folge: Heute fehlt das nötige Know-how.

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Die deutsche Automobilindustrie verpasst den Anschluss. An dieses Horrorszenario glaube ich nicht. Dennoch ist es nicht ausgeschlossen, dass in Deutschland die Wirtschaft massive Einbrüche erlebt. Geht ein Drittel des Know-hows und Umsatzes der Fahrzeugherstellung verloren, dann würde das bedeuten, dass 2030 Arbeitsplätze, die mittelbar und unmittelbar von der Autoindustrie abhängen, verloren gingen.

Andererseits werden wir dann innovative Unternehmen haben. Die, die rechtzeitig ihre Nische finden, werden möglicherweise einen Goldrausch erleben. Obenauf sind dann die „Googles“ unter den Energieleistern, die verstanden haben, dass es nicht reicht, Ladestationen und Stecker anzubieten.

Bratzel ist Professor für Automobilwirtschaft an der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch-Gladbach.

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