Elektroautos: Daimler prescht in China voran

Elektroautos: Daimler prescht in China voran

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Daimler-Chef Dieter Zetsche auf der Peking Motor Show 2010

von Matthias Kamp

Gemeinsam mit dem chinesischen Auto- und Batteriehersteller BYD will Daimler ein Elektrofahrzeug für den chinesischen Markt entwickeln. Im südchinesischen Shenzhen arbeiten Deutsche und Chinesen mit Hochdruck an der Neuentwicklung. Doch auch die Konkurrenz drückt kräftig aufs Gas.

Ein aggressiver Plan sei es, das räumt Dieter Zetsche ein. Schon in drei Jahren will der Daimler-Chef zusammen mit dem chinesischen Auto- und Batteriehersteller BYD ein Elektroauto auf den Markt bringen. Der Ökoflitzer soll zunächst nur in China verkauft werden. "Wir haben schon eine Handvoll Leute, die in Shenzhen an dem Vorhaben arbeiten", sagte Zetsche heute in Peking. Stuttgart habe einige Experten nach China entsandt. Im Moment bauen die Stuttgarter zusammen mit den Partnern im südchinesischen Shenzhen, dem Stammsitz von BYD, ein Technologiezentrum auf. BYD sei in China bei der Entwicklung von Elektroautos am weitesten, Daimler ein weltweit führender Autohersteller, so Zetsche. "Die Partnerschaft macht Sinn." Das deutsch-chinesische Elektroauto dürfte im Mittelklassesegment angesiedelt sein, denn Zetsche will das Fahrzeug vor allem auch an Taxifirmen in China verkaufen.

Daimlers Strategiewechsel macht Sinn

BYD hat als Hersteller von Handybatterien begonnen, baut seit einigen Jahren aber auch Pkw mit konventionellem Antrieb. Außerdem hat der Konzern schon zwei Hybridmodelle und ein Vollelektrofahrzeug entwickelt. Zuletzt hatte sich die Markteinführung der Autos aber immer wieder verschoben. Gründe sind technische Mängel sowie Unklarheiten über das Subventionsmodell der chinesischen Regierung für Autos mit Alternativantrieben. Der e6 von BYD, ein Vollelektro, will der Konzern nun zunächst ausschließlich in Shenzhen als Taxi anbieten.

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"Das ist ein Strategiewechsel", sagt Gerd Möhrke, Experte für Elektrofahrzeuge bei der Beratungsgesellschaft Management Engineers in Shanghai, "der durchaus Sinn macht." Offenbar gebe es noch technische Probleme. Die könnten am besten behoben werden, wenn man die Autos zunächst nur als Taxifahrzeug nahe am Stammwerk teste.

Chinesen drücken aufs Gas

Entmutigen lassen sich die Chinesen aber keinesfalls. Der e6 soll auf jeden Fall in diesem Jahr auf den chinesischen Markt kommen. Ab Ende 2010 wollen die Chinesen das Auto sogar in die USA exportieren, sagte Henry Li, zuständig für das internationale Geschäft bei BYD, heute in Peking.

Bei der Gemeinschaftsentwicklung mit Daimler bringen die Chinesen vor allem ihr Know-how bei der Batterietechnik ein. Die Stuttgarter steuern ihr Wissen beim Fahrzeugbau bei.

Doch auch die Konkurrenz gibt bei der Entwicklung von E-Autos kräftig Gas. Heute stellt VW in Peking den Lavida E vor, ein Elektroauto, das die Wolfsburger zusammen mit dem chinesischen Partner SAIC in Shanghai bauen.

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