Bild: PressebildDie gelungensten E-Auto-Namen
Die Kölner Namensagentur „Nambos“ hat einen Blick auf Elektroautos und ihre Modellbezeichnungen geworfen. Hier das Ergebnis ihrer Bewertung:
Top – Platz 5: Nissan Leaf
Das englische Wort „Leaf“ mit der Bedeutung Blatt zeigt ein Stück Öko in sich. Wie die Namensexperten aus Köln weiter begründen, handelt es sich bei dem Wort außerdem um ein sprechbares Akronym. Es steht für „Leading, Environmentally Friendly, Affordable, Family Car“.
2010 startete der Verkauf des Nissan Leaf in Europa, Japan und Nordamerika. Mit Lithium-Ionen-Akkus angetrieben soll das Elektroauto eine Reichweite von rund 175 Kilometer haben und wird von Nissan mit einem 1,6 Liter Benziner verglichen.
Bild: REUTERSTop – Platz 4: Peugeot iOn
Der Name „iOn“ lässt sich auf zwei Ideen zurückführen: Zum einen könnten die Li-Ionen-Batterien damit gemeint sein, die in dem Elektroauto verbaut wurden, zum anderen könnte sich dahinter die Idee der intelligenten Fortbewegung mittels Strom gemeint sein, so „Nambos“. Die Einschätzung der Experten: Der Name hat Potential ein Gattungsbegriff für da E-Auto-Segment zu werden.
Peugeot brachte Ende 2010 mit dem iOn als erster europäischer Hersteller ein reines Elektroauto heraus. Mehr als 1500 Vorreservierungen konnte Peugeot damals vermelden. Der Wagen soll auf eine Reichweite von 150 Kilometern kommen und eine Höchstgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometer leisten.
Bild: REUTERSTop – Platz 3: Chevrolet Volt
„Bei Volt erschließt sich dem Kunden sehr schnell, dass es sich um ein Elektrofahrzeug handelt“, begründet die Namensagentur den dritten Platz für das Elektroauto von Chevrolet. Zudem sei die Aussprache des Namens einfach und man könne ihn sich schnell merken. Abzüge gibt es nur, weil der Markenname für eine „neuartige Technologie nicht in Gänze Rechnung trägt".
Der Chevrolet Volt ist seit November 2011 in Deutschland zu haben und zurzeit nur limitiert zu haben. Es ist das erste Elektrofahrzeug, das seinen Strom auch selbst erzeugen kann und kommt somit mit bis zu 500 Kilometern auf eine sehr hohe Reichweite. Den Volt gibt es übrigens in zwei Versionen: Als Elektro- und als Hybridfahrzeug.
Bild: dpaTop – Platz 2: BMW i3
Der Buchstabe „i“ taucht nicht erst bei BMW auf und steht für intelligent und innovativ. Das haben auch schon andere Anbieter für sich entdeckt, aber die Namensexperten schätzen den Wert trotzdem hoch: „Dafür gliedert sich das neue Modellkürzel jedoch hervorragend in die BMW Bezeichnungsstruktur“, begründen sie den zweiten Platz für den „BMW i3“.Bis zu 170 Stundenkilometer schafft der E-Flitzer. Im reinen E-Betrieb soll der BMW i3 eine Reichweite von 160 Kilometern haben. Allerdings ist BMW noch nicht so weit. Das E-Auto wird erst ab 2013 auf deutschen Straßen unterwegs sein.
Bild: dpaTop – Platz 1: Opel Ampera
Der Name ist leicht erklärt und wird direkt mit Elektrizität in Verbindung gebracht: „Ampere“ ist eine Einheit für Stromstärke. „Die Namensentwicklung bringt klar und deutlich zum Ausdruck worum es geht und funktioniert im Deutschen, aber auch international“, loben die Namensexperten die Wahl Opels. Damit ist „Ampera“ ihrer Meinung nach die Nummer Eins.
Nachdem das Auto zunächst im November 2011 auf den Markt kommen sollte, wurde die Markteinführung des Amperas wegen möglicher Feuergefahr der Batterie zunächst verschoben. Am 14. Januar 2012 feierte das Modell jetzt Premiere. Bis zu 161 Stundenkilometer kann das 150 PS starke Elektroauto von Opel fahren.
Die Flop-Namen
Während Opel, BMW und Peugeot ein glückliches Händchen bei der Namensgebung bewiesen, langten andere Hersteller ziemlich daneben. Die Flop 5:
Bild: PressebildFlop – Platz 5: e-Wolf Delta-1
„Trotz fortschrittlicher Technologie wirkt der Name zu komplex und schwierig. Die Merkfähigkeit und Aussprache dieses Wagens ist eher etwas für Liebhaber“, so die Experten. Damit ist der Name des „e-Wolf Delta-1“ eher ein Flop.
Der Wolf ist eigentlich ein umgebauter Panda. So lässt sich das Fahrzeug des Kölner Unternehmens e-Wolf grundsätzlich beschreiben. Seine Höchstgeschwindigkeit liegt bei 110 Stundenkilometern. Fährt man 50 km/h kann man eine Reichweite von 130 Kilometern schaffen.
Bild: APFlop – Platz 4: Audi e-tron
Was in der deutschen Sprache durchaus funktionieren kann, sollte für Frankreich auf jeden Fall überdacht werden: „étron“ bedeutet auf Französisch Kot. Die Bewertung der Namensagentur: „In der deutschen Sprache gut merkfähig und passabel in der Aussprache.“ Dafür gibt es insgesamt Platz vier der größten Flops.
Das Elektroauto gehört bei Audi zu den „Mega City Vehicles“. Das erste Modell wurde 2009 auf der IAA in Frankfurt am Main gezeigt. Der Motor ist 102 PS stark.
Bild: REUTERSFlop – Platz 3: BYD e6
„BYD“ heißt „Build your Dreams“. Das ist der Name des chinesischen Autoherstellers, der zumeist durch Designkopien auffiel. So bleibt „BYD“ im Design sehr nah an BMW. Das Logo hat das Unternehmen geändert. Der Name „e6“ verrät nicht allzu viel – als die Ähnlichkeit zum BMW „i3“. „Die me-too-Strategie ist zu offensichtlich“, urteilen die Namenexperten.
Das chinesische Auto wurde auf der North American International Auto Show in Detroit 2009 erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Ab Mitte Mai 2010 fuhren die ersten 30 Modelle als Taxen durch die chinesische Stadt Shenzhen. Der „BYD e6“ soll 140 km/h auf den Tacho bringen und eine Reichweite von bis zu 330 Kilometern bringen, so der Hersteller.
Bild: dpaFlop – Platz 2: FT-EV III
Was soll das denn bitte heißen? „Future Toyota Electric Vehicle III” bedeutet der Namens dieses Elektroautos des japanischen Autoherstellers Toyota. „Das kommt sehr kryptisch daher“, so das klare Urteil. Merkfähigkeit und Aussprache seien problematisch und nicht massenkompatibel. Dafür gibt es den Platz zwei der Namen-Flops.
Anfang Dezember 2011 wurde er auf der Tokyo Motor Show vorgestellt. Gerade einmal 3,11 Meter ist das Elektroauto mit dem kryptischen Namen kurz. Der Viersitzer fährt mit einer Lithium-Ionen-Batterie und soll damit bis zu 105 Kilometer weit kommen.
Bild: PressebildFlop – Platz 1: iMIEV
In Deutschland denkt man bei diesem Namen wohl eher an Gestank als an ein innovatives Elektroauto. Die Namensgebung ist schon einleuchtend: Mitsubishis innovative Electric Vehicle, aber das hilft in hierzulande einfach nicht. „In Deutschland eine eher kontraproduktive Namensfindung“, so schlicht und einfach das Expertenurteil und dafür Platz eins der größten Flops in Sachen Elektroauto-Namen.
Im 2009 startete die Serienproduktion dieses Elektroautos in Japan. Der „iMIEV“ bringt es auf bis zu 130 Kilometer pro Stunde und verfügt über eine Reichweite von 150 Kilometer.
Die gelungensten E-Auto-Namen
Die Kölner Namensagentur „Nambos“ hat einen Blick auf Elektroautos und ihre Modellbezeichnungen geworfen. Hier das Ergebnis ihrer Bewertung:
Top – Platz 5: Nissan Leaf
Das englische Wort „Leaf“ mit der Bedeutung Blatt zeigt ein Stück Öko in sich. Wie die Namensexperten aus Köln weiter begründen, handelt es sich bei dem Wort außerdem um ein sprechbares Akronym. Es steht für „Leading, Environmentally Friendly, Affordable, Family Car“.
2010 startete der Verkauf des Nissan Leaf in Europa, Japan und Nordamerika. Mit Lithium-Ionen-Akkus angetrieben soll das Elektroauto eine Reichweite von rund 175 Kilometer haben und wird von Nissan mit einem 1,6 Liter Benziner verglichen.
Möglich wird das durch einen drastischen Preissturz bei den Batterien, dem teuersten Bauteil von E-Autos. „Wir rechnen damit, dass die Kosten pro Kilowattstunde Kapazität beim Lithium-Ionen-Akku schnell auf eine Größenordnung von etwa 100 Euro sinken und dass diese Grenze 2015 oder spätestens kurz danach erreicht wird“, sagt Rudolf Krebs, Elektroauto-Chef des Volkswagen-Konzerns. Winterkorn sagte unlängst, er könne nicht verstehen, warum Autohersteller für die Akkus mehr zahlen sollten als die Elektronikindustrie, die in Laptops und Handys ähnliche Batterien einbaut.
Bisher ging die Autoindustrie davon aus, dass das Preisniveau nicht vor dem Jahr 2020 auf 100 Euro pro Kilowattstunde (kWh) sinkt. Ab dieser Grenze kann ein Elektroauto in den Gesamtkosten für Anschaffung und Betrieb günstiger sein als ein herkömmliches Fahrzeug. Nach Berechnungen der Unternehmensberatung P3 Ingenieurgesellschaft wäre dann sogar ein Elektroauto, das für den Langstreckenbetrieb über einen zusätzlichen Verbrennungsmotor verfügt, kostengünstiger als ein Benziner oder ein Dieselfahrzeug.
Der Preis für die Batterie mit einer Kapazität von 20 kWh läge bei rund 4000 Euro. Derzeit kosten solche Batterien, die eine Reichweite von durchschnittlich 150 Kilometern ermöglichen, laut P3 rund 9000 Euro.

Die Erwartung von Volkswagen, schon 2015 die 100-Euro-Grenze erreichen zu können, stellt die gängigen Prognosen zur Entwicklung der Batteriepreise infrage. Das kalifornische Marktforschungsunternehmen Advanced Automotive Batteries (aab) sagte zuletzt voraus, dass der Zellenpreis bis zum Jahr 2015 auf 340 bis 460 Dollar fällt.
Auch Daimler geht in Prognosen, die der WirtschaftsWoche vorliegen, nicht davon aus, dass er in absehbarer Zeit unter 250 Euro sinkt. Toyota und BMW arbeiten gemeinsam schon an der nächsten Batteriegeneration, den Lithium-Luft-Akkus. Durch die neue Technik könnten die Preise deutlich unter 100 Euro fallen – wenn es gelingt, diesen Typ wiederaufladbar zu machen.
Aktuell werden für eine Batteriezelle mit einer Speicherkapazität von einer Kilowattstunde laut Bosch rund 500 Euro verlangt, Wettbewerber Johnson Controls
rechnet gar mit 750 Euro. Bei einer Großserienproduktion könnte der Preis bis 2017 auf 350 Euro fallen, aber ein Preis von 100 Euro schon im Jahr 2015 sei Wunschdenken, heißt es bei den Zulieferern.
„Bislang werden von der Autoindustrie nur homöopathische Mengen von Batteriezellen für Elektroautos geordert. Verträge über größere Liefermengen sehe ich noch nicht“, beklagt sich Stefan Suckow, der bei Johnson Controls das Geschäft mit Lithium-Ionen-Akkus verantwortet.
























