Elektroauto: Die größten Mythen über E-Autos – was stimmt und was nicht

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Elektromobilität: Die größten Mythen über E-Autos

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Mythos Elektroauto: Warum die Deutschen den kleinen Stromern nicht trauen.

von Katja Joho

Die Vorbehalte gegen E-Autos sind in Deutschland noch immer groß. Mit hohen Kosten, geringer Reichweite, schlechten Akkus oder geringer Leistung begründen viele ihre Abneigung. Was stimmt und was nicht.

Die E-Auto-Prämie zeigt es deutlich: Die Deutschen sind von den Elektroautos nicht überzeugt. 4000 Euro sollte jeder Deutsche bekommen, der sich statt eines Diesels oder Benziners ein neues Elektroauto kauft – zugegriffen hat aber bislang kaum jemand. Von den 400.000 Prämien, die im ersten Jahr an Elektroautokäufer ausgegeben werden sollten, sind gerade einmal sieben Prozent in Anspruch genommen worden.

Der Elektroautoanteil in Deutschland – noch immer verschwindend gering. Im ersten Halbjahr 2017 machten Stromer nicht einmal ein Prozent der Neuzulassungen aus.

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Eine repräsentative Umfrage unter mehr als tausend deutschen Verbrauchern zwischen 18 und 69 Jahren der Wirtschaftsauskunftei Boniversum kam ebenfalls zu einem deutlichen Ergebnis: „Die vorliegenden Daten legen die Vermutung nahe, dass die eher negativen Einschätzungen der Elektromobilität zumindest teilweise auf geringem Wissen und Vorurteilen beruhen“, so das Fazit der Studienmacher.

Elektroautos im Kostenvergleich

  • BMW

    ModellKraftstoffGrundpreisKosten pro MonatKosten pro Kilometer
    BMW i3Strom36.150 Euro598 Euro47,8 Cent
    Mini Cooper SSuper Plus26.600 Euro542 Euro43,4 Cent
    Mini Cooper SDDiesel28.300 Euro519 Euro41,5 Cent

    Quelle: ADAC

  • Citroën

    ModellKraftstoffGrundpreisKosten pro MonatKosten pro Kilometer
    Citroën C-ZeroStrom19.800 Euro433 Euro34,6 Cent
    Citroën C1 Vti 68Super13.900 Euro388 Euro31,0 Cent

  • Ford

    ModellKraftstoffGrundpreisKosten pro MonatKosten pro Kilometer
    Ford Focus ElectricStrom34.900 Euro665 Euro53,2 Cent
    Ford Focus 1.5 EcoBoostSuper25.500 Euro618 Euro49,4 Cent
    Ford Focus 2.0 TDCiDiesel28.100 Euro623 Euro49,8 Cent

  • Hyundai

    ModellKraftstoffGrundpreisKosten pro MonatKosten pro Kilometer
    Hyundai IONIQ ElektroStrom33.300 Euro587 Euro47,0 Cent
    Hyundai i30 1.6 GDISuper22.630 Euro562 Euro45,0 Cent
    Hyundai i30 1.6 CRDi blueDiesel24.030 Euro548 Euro43,8 Cent

  • Kia

    ModellKraftstoffGrundpreisKosten pro MonatKosten pro Kilometer
    Kia Soul EVStrom28.890 Euro526 Euro42,1 Cent
    Kia Soul 1.6 GDISuper19.990 Euro529 Euro42,3 Cent
    Kia Soul 1.6 CRDiDiesel23.490 Euro539 Euro43,1 Cent

  • Mercedes-Benz

    ModellKraftstoffGrundpreisKosten pro MonatKosten pro Kilometer
    Mercedes-Benz B250eStrom39.151 Euro713 Euro57,0 Cent
    Mercedes-Benz B220 4MaticSuper34.076 Euro773 Euro61,8 Cent
    Mercedes-Benz B220dDiesel36.521 Euro728 Euro58,2 Cent

  • Nissan

    ModellKraftstoffGrundpreisKosten pro MonatKosten pro Kilometer
    Nissan LeafStrom34.385 Euro632 Euro50,6 Cent
    Nissan Pulsar 1.2 DIG-TSuper22.290 Euro574 Euro45,9 Cent
    Nissan Pulsar 1.5 dCiDiesel22.690 Euro535 Euro42,8 Cent

  • Renault

    ModellKraftstoffGrundpreisKosten pro MonatKosten pro Kilometer
    Renault ZoëStrom34.700 Euro580 Euro46,4 Cent
    Renault Clio TCe 90Super16.790 Euro433 Euro34,6 Cent
    Renault Clio dCi 90Diesel20.290 Euro454 Euro36,3 Cent

  • Tesla

    ModellKraftstoffGrundpreisKosten pro MonatKosten pro Kilometer
    Tesla Model S 60 Strom71.020 Euro1206 Euro96,5 Cent
    Mercedes-Benz CLS 400Super63.427 Euro1198 Euro95,8 Cent
    Mercedes-Benz CLS 350dDiesel62.178 Euro1156 Euro92,5 Cent

  • VW

    ModellKraftstoffGrundpreisKosten pro MonatKosten pro Kilometer
    VW e-up!Strom26.900 Euro472 Euro37,8 Cent
    VW up! 1.0Super14.255 Euro375 Euro30,0 Cent

Was hinter den Vorbehalten und potenziellen Hemmnissen steckt und wie sie tatsächlich zu bewerten sind – ein Faktencheck:

E-Auto-Hemmnis 1: „Der Akku und die Technik sind schlecht“

Für jeden zweiten Befragten der Boniversum-Umfrage, der sich noch nicht näher mit E-Autos beschäftigt hat, spielt eine möglicherweise geringe Zuverlässigkeit der Technik – insbesondere der Akku eine große Rolle. Experten wie Heiner Heimes, Leiter der Geschäftsstelle für Elektromobilität (GSE) der RWTH Aachen, und Markus Lienkamp, Professor für Fahrzeugtechnik an der Technischen Universität München, halten diese Vorbehalte für längst überholt. Wer sich Sorgen um mangelnde Funktionstüchtigkeit der Batterien mache, der denke an E-Mobilität auf dem Stand von vor zehn Jahren, so Heimes. Gleiches gilt für die E-Auto-Technik im Allgemeinen. E-Auto-Modelle von Opel, BMW, VW, Tesla und Co. zeigen grundsätzlich, dass solide Technik möglich ist.

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Dieselskandal und E-Auto-Hype bestimmen die Schlagzeilen. Ganz Deutschland schaut auf die Autobranche. Aber wie gut kennen Sie sich beim Thema aus?

Quelle: dpa/Montage

McKinsey-Automobilexperte Timo Möller sagt: „Autohersteller sollten ein großes Augenmerk darauf legen, Vorurteile der Kunden abzubauen und die Vorteile von Elektroautos wie den geringen Verschleiß und die verzögerungsfreie Beschleunigung herausstellen.“

Ob E-Autos auf Dauer zuverlässig sind, muss noch die Zeit bringen – dafür ist tatsächlich die Erprobungsphase noch zu kurz gewesen. Allerdings lässt sich bereits sagen, dass E-Autos weniger wartungsanfällig sind. So verschleißen beispielsweise die Bremsbeläge deutlich langsamer. Öl- und Filterwechsel fallen komplett weg. Laut einer Studie des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA) an der Hochschule Nürtingen-Geislingen, liegen die Wartungskosten eines Stromers deshalb um etwa 35 Prozent unter denen eines Verbrenners.

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