Elektromobilität: Frank Weber: Der Elektroauto-Geburtshelfer

Elektromobilität: Frank Weber: Der Elektroauto-Geburtshelfer

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von Franz W. Rother

Frank Weber hat eines der aussichtsreichsten Elektroautos, den Chevrolet Volt von General Motors, zur Serienreife gebracht.

An Autos schraubte Frank Weber schon immer gerne herum. Erst tunte er als kleiner Bub sein Tretauto und testete es anschließend auf einem kleinen, verkehrsberuhigten Platz am Kupferberg in Wiesbaden. Dann, nach dem Abitur, wurde ein türkisfarbenen VW Käfer aus seinem Geburtsjahr 1966 zum liebsten Bastelobjekt, das noch immer in seiner Garage steht.

In den vergangenen drei Jahren ist der Zwei-Meter-Mann nicht mehr dazu gekommen, an Oldtimern herumzuspielen. Denn bei seinem Arbeitgeber, dem US-Autokonzern General Motors (GM) spielte Weber eine zentrale Rolle im Überlebenskampf. Im März 2007 hatte GM-Entwicklungschef Bob Lutz dem damals gerade 40-jährigen Maschinenbau-Ingenieur vom Rhein die gewaltige Aufgabe übertragen, in Detroit die Vision vom emissionsfreien Auto der Zukunft Wirklichkeit werden zu lassen.

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Weber sollte einen Prototyp des Chevrolet namens Volt zu Serienreife bringen. Das Fahrzeug war mit einem 120 Kilowatt starken Elektromotor sowie einem kleinen Benzinmotor als Hilfsaggregat ausgestattet, das die Lithium-Ionen-Batterie bei Überlandfahrten auflädt. Viele technische Fragen waren ungelöst.

Öko-Fan Weber („Kein Fleisch, kein Alkohol, nur Bio-Lebensmittel“) zögerte keinen Augenblick, die Probleme als Chef des globalen, 250 Mitarbeiter starken GM-Entwicklungsteams für das innovative Antriebssystem zu lösen: „Die Möglichkeit, die ganze Automobilindustrie zu revolutionieren, war einmalig.“

Der Job war gnadenlos. Ende 2006 hatte GM das Fahrzeugkonzept beschlossen, schon Ende 2010 sollte der Volt, später unter dem Namen Ampera auch das Schwestermodell für die GM-Töchter Opel und Vauxhall in Europa, vom Band laufen. Zwei Sommer, zwei Winter, dann hatte alles fertig zu sein. Die größte Herausforderung bestand darin, einen 170 Kilo schweren Hochleistungsakku im Fahrzeugboden unterzubringen.

Die Vorserienproduktion des Volt ist gerade angelaufen, die Serienproduktion startet Ende November. Webers Mission ist erfüllt. Wenn er die „verrückte Zeit“ Revue passieren lässt, blitzen seine Augen hinter den Brillengläsern, und er wird wieder ganz das, wozu ihn die GM-Kollegen ernannten: „Mister Volt“.

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