Elektromobilität: USA und Japan bauen Führung bei E-Autos aus

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Elektromobilität: USA und Japan bauen Führung bei E-Autos aus

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VDA-Präsident Matthias Wissmann: "Elektrifizierte Dienstwagen sollten keine Nachteile erfahren."

von Martin Seiwert

Die hiesigen Autohersteller fahren den großen Elektroautonationen wie Japan und den USA hinterher. Aus dem anvisierten "Leitmarkt für Elektromobilität" ist längst ein Leidmarkt geworden. Die Details.

Knapp drei Jahre nachdem die WirtschaftsWoche mit der Unternehmensberatung McKinsey zum ersten Mal den Elektroauto-Index Evi vorstellte, zeigt sich: Ein weltweiter Massenmarkt für Elektroautos entsteht, doch Deutschland fährt auf absehbare Zeit hinterher. Japan und die USA haben seit Oktober 2012 ihre Spitzenpositionen ausgebaut, Frankreich und Deutschland verharren abgeschlagen im Mittelfeld. Die übrigen Nationen mit großer Autoproduktion – China, Südkorea, Italien – bilden die Schlussgruppe.

Welche Länder bei der Elektromobilität führen

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Die Bundesregierung will Deutschland zu einem „Leitmarkt für Elektromobilität“ machen. Sie unterstützt die Autoindustrie deshalb mit Subventionen von über einer Milliarde Euro. Die heimischen Autobauer haben zwar die Einführung zahlreicher Elektroautos angekündigt, noch aber stehen kaum welche bei den Händlern.

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In den USA wurden seit 2009 rund 50.000 vorwiegend amerikanische und japanische Elektroautos verkauft, in Japan gut 30.000, in Deutschland dagegen nur 6000. Nach neuesten Prognosen wächst der Weltmarkt für Elektroautos bis Ende 2017 auf jährlich mehr als zwei Millionen Fahrzeuge im Wert von mehr als 60 Milliarden Euro.

Angeheizt durch Kaufprämien bis zu 7500 Dollar pro Fahrzeug, werden in den USA rund 6000 Elektroautos pro Monat abgesetzt, Tendenz stark steigend. In Deutschland, wo es keine Prämien gibt, sind es nur 250. „Die USA entwickeln sich zum führenden Volumenmarkt für Elektroautos“, sagt Autoexperte Christian Malorny von McKinsey. Für Deutschland werde es schwer, diesen Rückstand aufzuholen. Ein möglicher Ausweg: „Die deutschen Premiumhersteller könnten mit ihren Fahrzeugen einen Premiummarkt für bessere, begehrlichere Elektroautos schaffen. Dieser Markt wird jedoch frühestens 2014 sichtbar.“

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7 Kommentare zu Elektromobilität: USA und Japan bauen Führung bei E-Autos aus

  • Der Zug Elektromobilität ist an Deutschland vorbeigefahren, weil die deutschen Manager mal wieder geschlafen haben. Anstatt sich auf Bonis auszuruhen sollten diese lieber ihre Hausaufgaben machen. Staatliche Subventionen wurden genutzt um Prestige- und Vorzeigekonzepte zu entwickeln nur um diese schnellstens wieder zu verschrotten. Man will in Deutschland keine Elektroautos, man will aus Profitgier möglichst leistungsstarke Schlucker verkaufen. Das ist alles. Das Elektroauto wäre schon längst da, wenn man wollte. Aber solange sich die Politiker als Büttel der Wirtschaftskapitalisten vorführen lassen, erwarte ich gar nichts. Außer das wir in einigen Jahren die Innovationen teuer aus dem Ausland kaufen, wie immer. Duetschland schafft sich ab....

  • Ich stimme Potzblitz im wesentlichen zu. Um nochmals darauf hinzuweisen: wer sich den Tesla Model S ansieht und ihn mit den Mistbeulen aus Europa und Japan vergleicht dem sollte klarwerden, dass dies nicht die Zukunft ist, sondern bereits die Gegenwart. Diese Revolution wird einige Deutsche Automobilkonzerne Kopf und Kragen kosten und damit die ganze Republik in eine weitere Wirschaftskrise ziehen, wenn man nicht endlich aufwacht und den Widerstand gegen die Elektroautos aufgibt.

    In punkto Tesla Motors ist das ja erst die halbe Wahrheit. Ab Ende 2013 bauen die Ihre Supercharger Stationen auch in Europa auf. Dort kann jeder der einen Tesla fährt kostenlos tanken. Die Stationen werden mit Solarenergie betrieben und speisen überflüssige Energie ins Netz, womit sie sich amortisieren. Wenn hier die Bevölkerung erstmal kapiert, dass man mit einem Tesla kostenlos durch ganz Europa wird fahren können und Tesla in drei Jahren dann einen erschwinglichen Kleinwagen auf den Markt wirft ist der Zug abgefahren. Dann sehe ich die große Gefahr, dass die Konzerne auf ihren teuren Dreckschleudern sitzenbleiben. Die Uhr tickt.

  • Quark! Wieviele E-autos werden denn verkauft? Die Wahrheit ist, sie sind nicht sonderlich brauchbar. Und wenn man den gesamten Produktlebenszyklus ausschaut wird ersichtlich, daß E-autos noch nicht mal "klimaschonender" sind. Alles nur Utopie!
    Wer so ein Ding fahren will, der braucht 2 Autos. Und dafür ist das viel zu teuer. Der Wasserstoff als alternative Energiequelle hat womöglich viel mehr Zukunft!

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