ElringKlinger: Autozulieferer beunruhigt Anleger mit Gewinnwarnung

ElringKlinger: Autozulieferer beunruhigt Anleger mit Gewinnwarnung

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ARCHIV - Der Produktionsmitarbeiter Sefdan Yinmak kontrolliert am 29.07.2014 in der Produktion des Autozulieferer ElringKlinger in Dettingen an der Erms (Baden-Württemberg) eine Zylinderkopfdichtung. Foto: Sebastian Kahnert/dpa (zu dpa:"ElringKlinger schockt Anleger erneut mit Gewinnwarnung" vom 22.07.2016) +++(c) dpa - Bildfunk+++

ElringKlinger schockt seine Anleger erneut mit einer Gewinnwarnung: Für 2016 erwartet der Autozulieferer nur noch einen Gewinn zwischen 140 und 150 Millionen Euro – zuvor waren es etwa 20 Millionen mehr gewesen.

Der Autozulieferer ElringKlinger sorgt bei Anlegern mit einer erneuten Gewinnwarnung für Unruhe. Wie das Unternehmen aus Dettingen/Erms mitteilte, erwartet es 2016 nur noch ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) in Höhe von 140 bis 150 Millionen Euro. Zuvor hatte das Ziel bei 160 bis 170 Millionen Euro gelegen. Anpassungen im Zuge von Übernahmen sind dabei bereits herausgerechnet.

Die Aktie ging am Freitag auf Talfahrt und verlor am Vormittag mehr als 16 Prozent an Wert auf 15,35 Euro. So billig war die Aktie zuletzt vor fünf Jahren.

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Das mit Zylinderkopfdichtungen groß gewordene Unternehmen leidet paradoxerweise weiter unter seinen vollen Auftragsbüchern. Weil der Zulieferer die Aufträge nicht allein mit Bordmitteln erfüllen kann, entstehen hohe Kosten: Dem Unternehmen zufolge fielen im zweiten Quartal 4 Millionen Euro vor allem für Sonderfrachten und externe Qualitätskontrolle an. Ein problematischer Standort in der Schweiz habe seine Produktion nicht wie geplant weiter optimieren können und habe zusätzliches Personal einstellen müssen, erklärte ElringKlinger. Einige Kunden zögerten laut Unternehmen zudem noch, einer Verlagerung von Teilen der Produktion ins günstigere Ungarn zuzustimmen.

ElringKlinger Noch zehn Millionen Euro Belastung aus Schweizer Werk

Autozulieferer ElringKlinger rechnet mit Belastungen nach Produktionsausfällen in der Schweiz, 20 Millionen Euro Umsatz am neuen Standort Ungarn und Verlusten mit der Sparte E-Mobilität . Eine Exklusivmeldung.

Produktion bei ElringKlinger Quelle: dpa

ElringKlinger-Chef Stefan Wolf selbst äußerte sich konsterniert: „Wir sind natürlich enttäuscht von der langsameren Ergebnisverbesserung“, sagte er. „Gleichzeitig sind wir aber überzeugt, dass wir mit der partiellen Verlagerung an einen günstigeren Standort und der Optimierung des Standortes in der Schweiz an den richtigen Stellschrauben für eine nachhaltige Entwicklung des gesamten betroffenen Geschäftsbereichs gedreht haben.“

ElringKlinger rechnet weiter damit, den Umsatz im laufenden Jahr aus eigener Kraft um 5 bis 7 Prozent zu steigern. Im zweiten Quartal wuchsen die Erlöse nach vorläufigen Zahlen um rund 3 Prozent auf fast 391 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) ging um 8 Prozent auf 35 Millionen Euro zurück.

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