Erfolg für Opel: Geländewagen Mokka wird in Europa gebaut

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Erfolg für Opel: Geländewagen Mokka wird in Europa gebaut

von Martin Seiwert und Franz W. Rother

Opel-Chef Neumann ist überglücklich: Der Opel Mokka wird ab Mitte 2014 auch im spanischen Werk Saragossa gebaut - nicht mehr nur in Südkorea. Dass das SUV- Erfolgsmodell nach Europa kommt, hat für Opel große Bedeutung.

General Motors hat einen lange gehegten Wunsch der Konzerntochter Opel erfüllt: Der bislang nur in Südkorea gefertigte kompakte Geländewagen Opel Mokka wird künftig auch im Opel-Werk im spanischen Saragossa gebaut. Dafür investiere das Unternehmen anfangs rund 62 Millionen Euro. Rund 5800 Arbeitsplätze in Saragossa werden damit gesichert. Mit dem Bau des Hoffnungsträgers, für den bereits über 100.000 Bestellungen in Europa vorliegen, könne Opel seine Produktionskapazitäten besser auslasten, sagte Opel-Chef Karl Thomas Neumann im Interview mit der WirtschaftsWoche.  Aufgrund der Fertigung im eigenen Werk sei auch der Gewinn pro Fahrzeug höher. 

„Es war mein Herzenswunsch, den Mokka nach Europa zu holen“, sagte Neumann der WirtschaftsWoche. Anfangs habe Opel zu wenige Exemplare aus Korea bekommen, weil der Erfolg des Modells, der auch unter den Marken Chevrolet und Buick verkauft wird, im Konzern unterschätzt worden sei. „In der alten Welt von GM hätten wir uns wahrscheinlich mit den Stückzahlen, die Opel einmal auf Basis konservativer Schätzungen angemeldet hatte, begnügen müssen“, sagt Neumann. „Wir haben es dann aber geschafft, dass wir überproportional viele Mokkas zugeteilt bekamen. Denn wir konnten belegen, dass wir im internationalen Vergleich wirtschaftlich mit dem Modell gut dastehen.“

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Den Zuschlag für Produktion in Europa habe das Werk in Saragossa bekommen, so der Opel-Chef: „Wir lasten unsere Produktionskapazitäten in Europa besser aus, sichern die bestehenden Arbeitsplätze und verkürzen die Lieferzeiten für unsere Kunden.“ In der zweiten Jahreshälfte 2014 werde mit einer sogenannten CKD-Fertigung, bei der Autos aus vorgefertigten Komponenten zusammengebaut werden, in Saragossa begonnen.

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Die neue Mokka-Produktion in Europa ist nach Einschätzung von Neumann Teil einer grundlegenden Neuausrichtung im GM-Konzern: „Früher hätte man bei einer schwachen Werksauslastung die Autos in den Markt gedrückt. Heute machen wir das nicht mehr. Trotzdem halten wir unseren Marktanteil, das ist ein Riesenerfolg.“ Früher habe Opel für Autos aus Korea, die in Europa verkauft wurden, nur eine Art Vertriebspauschale bekommen. Nun sei bei General Motors jedoch die Buchhaltung umgestellt worden. Danach werde jedes Auto mit einer Fertigungsgebühr berechnet. Den Mehrerlös dürfe Opel behalten. Neumann: „So wird vergleichbar, was die Autos unterschiedlicher Marken auf dem Weltmarkt erlösen.“

Auch Opel-Gesamtbetriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug begrüßte die Entscheidung, mit der eine langjährige Arbeitnehmer-Forderung umgesetzt werde. Aktuell werden in Saragossa die Modelle Corsa und Meriva gebaut. Mit der Verlagerung des Mokka nach Europa wird das südkoreanische GM-Werk Bupyeong entlastet, in dem auch das Schwestermodell Chevrolet Trax vom Band läuft.

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