Ferdinand Piëch: Die 14. Marke im VW-Konzern

KommentarFerdinand Piëch: Die 14. Marke im VW-Konzern

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Ferdinand Piëch: Der VW-Aufsichtsratschef möchte sein Mandat um weitere fünf Jahre verlängern.

von Franz W. Rother

Am VW-Patriarchen Ferdinand Piëch scheiden sich die Geister. Aber der "Gottvater" der Autoindustrie taugt durchaus als Vorbild.

Interviews zu strategischen Fragen gibt er schon eine ganze Weile keine mehr, angeblich wegen der Börsenrelevanz und ganz sicher auch wegen der gerichtlichen Auseinandersetzungen rund um die Porsche-Fusion. Präsent ist er nichtsdestotrotz auch weiterhin. Anfang März nahm Ferdinand Piëch auf dem Genfer Salon erst die Parade von Volkswagen, Audi, Skoda und der übrigen fünf Pkw-Marken ab. Anschließend wandelte der Grandseigneur der deutschen Autoindustrie Hand in Hand mit Ehefrau Ursula durch die Messehallen, kerzengerade, wortkarg, mit hellwachen Augen und dem typischen Lächeln um den Mund.

75 Jahre wird Piëch am kommenden Dienstag, 17. April. Andere Spitzenmanager sind in dem Alter längst im Ruhestand und widmen sich irgendwelchen Hobbys oder den Enkeln. BMW mag seine Vorstände schon mit 60 in die Rente schicken, ob diese wollen oder nicht. Doch bei Volkswagen ist eine solche Form von Altersdiskriminierung nicht denkbar. Piëch möchte sein Mandat als Aufsichtsratschef von der Hauptversammlung der VW-Aktionäre sogar noch einmal um weitere fünf Jahre verlängern lassen. Und es gibt keine Hinweise darauf, dass ihm dieser Wunsch verwehrt wird. Warum sollte man auch? Der Volkswagenkonzern steht derzeit besser da denn je, eilt von einem Absatzrekord zum anderen, ist beim Umsatz Weltspitze und zeigt der Konkurrenz auch beim Geldverdienen die Heckleuchten.

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Dies alles ist nicht allein der Erfolg des "Alten", wie sie ihn in Wolfsburg nennen. Vorstandschef Martin Winterkorn etwa hat daran ebenso großen Anteil wie auch die Mitarbeiter an den Montagebändern und im Vertrieb. Aber mehr noch als Winterkorn ist Piëch in den bald 20 Jahren an der Spitze des Konzerns – erst als Vorstandsvorsitzender, dann als Chef des Aufsichtsrats – zum Gesicht von Volkswagen geworden. Ferdinand Piëch ist inzwischen selbst eine Marke, die zum Börsenwert des Konzerns ebenso beiträgt wie Audi, Skoda, Bugatti oder MAN, demnächst auch Ducati. Als Superstar mit Ecken und Allüren, als mutiger Visionär und knallharter Stratege mit diktatorischen Zügen steht er damit auf einer Stufe mit anderen Unternehmer-Legenden wie Steve Jobs von Apple, Ingvar Kamprad von Ikea oder Jack Welch, der ebenfalls 20 Jahre lang die Geschicke von General Electric bestimmte.

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