Fiesta-Produktion in Köln: Ford peilt in Europa Gewinnzone an

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Fiesta-Produktion in Köln: Ford peilt in Europa Gewinnzone an

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Ford-Chef, Alan Mulally: Der Blick auf den europäischen Markt macht wieder Spaß.

von Rebecca Eisert

Schon im kommenden Jahr will Ford in Europa wieder profitabel sein. In Russland rechnet der Europa-Chef Stephen Odell dagegen mit einer schwächeren Nachfrage. Investieren will er trotzdem weiter.

Im vergangenen Jahr machte der US-Autobauer Ford in Europa noch einen Verlust von 1,6 Milliarden Dollar, schon im kommenden Jahr will Ford in Europa wieder schwarze Zahlen schreiben. Ob die Produktion des Kleinwagens Fiesta wieder ans Kölner Werk vergeben wird, ist allerdings noch nicht klar. Gemeinsames Ziel sei es, den Modell der neuen Generation wettbewerbsfähig und profitabel herzustellen.

Europa-Chef Stephen Odell: "Wir führen sehr konstruktive Gespräche mit dem Betriebsrat". Die Entscheidung soll zum Jahresende fallen. Seit Monaten wird spekuliert, ob Ford die Produktion nach dem Modellwechsel 2016 noch in Köln halten kann oder lieber kostengünstiger in Rumänien produzieren lässt.

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Massive Probleme

Ford produziert in Europa außerdem noch in Saarlouis und Valencia. Die zwei britischen Werke Southampton und Dagenham sowie das Werk im belgischen Genk werden dicht gemacht. Das hatte Ford nach massiven Absatzeinbrüchen im Jahr 2012 beschlossen. Wie hoch die Kosten für den Ausstieg in Genk, das zum Jahresende schließt sind, wollte Odell nicht verraten. Der Abbau von Produktionskapazitäten sei unumgänglich gewesen, betonte er.

Infolge der Schließung verlegte Ford die Produktion des Mondeo nach Valencia. Dort war man technisch aber überhaupt nicht auf das Modell eingestellt. Der neue Mondeo kommt daher mit zwei Jahren Verspätung auf den Markt.

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"Ich würde die Entscheidung, das Werk in Genk zu schließen, dennoch nicht als unglücklich bezeichnen", sagte Odel, "es war schlicht notwendig und wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht." Ford hat die Fertigungskapazitäten in Europa um 18 Prozent bzw. 355.000 Fahrzeuge verringert. Ab kommenden Jahr startet der US-Autobauer in Europa zudem eine große Modelloffensive, um den Absatz anzukurbeln.

Bis einschließlich April verkaufte Ford in Westeuropa 316.000 Fahrzeuge, ein Plus von fast 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit wächst der Hersteller stärker als der Markt (6,3%).

Optimismus für Europa - Skepsis für Russland

So hoffnungsvoll die Ford-Spitze sich zur Entwicklung in Europa äußerte, so besorgt ist sie über die Geschehnisse in Russland: "Die Nachfrage wird weiter nachlassen", sagte Ford-Chef Alan Mulally. Ford werde die Produktion entsprechend herunterfahren.

"Wir werden aber weiter in Russland investieren", versicherte Europa-Chef Stephen Odell. Ford produziert und fertigt in drei russischen Werken. Daran soll sich vorerst auch nichts ändern. "Wir glauben an den russischen Markt", sagte Mulally.

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