Flaute am US-Automarkt: VW verkauft erneut fast acht Prozent weniger

Flaute am US-Automarkt: VW verkauft erneut fast acht Prozent weniger

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VW-Fahrzeuge auf dem Hof eines US-Händlers: Volkswagen hat in den USA im September nur noch 24.100 Autos verkauft.

Auch über ein Jahr nach Bekanntwerden des Abgasskandals hält der Negativ-Trend von VW in den USA an: Im September verkauften die Wolfsburger dort erneut weniger Autos. Das hat auch Auswirkungen auf das Werk in Mexiko.

Die Flaute am US-Automarkt hält an: Die meisten großen Autohersteller verkauften dort im September weniger Fahrzeuge als noch vor einem Jahr. Bei Volkswagen (VW) setzte sich auch rund ein Jahr nach Bekanntwerden der Abgas-Manipulationen der Kundenschwund fort. So brach der Absatz im September um 7,8 Prozent auf etwa 24.100 Fahrzeuge ein, wie VW mitteilte. Das Unternehmen hatte vor einem Jahr auf Druck der US-Umweltbehörden zugegeben, Diesel-Abgaswerte mit einer speziellen Software geschönt zu haben.

Der erneute Verkaufs-Rückgang hat auch Auswirkungen auf die Produktion auf dem Kontinent: Der Abgas-Skandal hat VW in seinem weltweit zweitgrößten Werk im mexikanischen Puebla, das zu 60 Prozent von den USA als Exportmarkt abhängt, ein Fünftel der Belegschaft gekostet. Es habe sich dabei um die 20 Prozent der Angestellten mit befristeten Verträgen gehandelt, sagte Volkswagen-Landeschef Andreas Hinrichs in Puebla. „Die konnten wir nicht verlängern, die mussten nach Hause gehen. Die werden wir aber jetzt sukzessive wieder einstellen.“ VW beschäftigt in Puebla derzeit 13.500 Menschen. Hinrichs stellte in Aussicht, „fast die gleiche Anzahl“ der damals entlassenen Mitarbeiter wieder erneut befristet an Bord zu holen.

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In den USA hatte die vor rund einem Jahr ausgebrochene Abgas-Krise zu einem Diesel-Verkaufsstopp geführt und den VW-Absatz einbrechen lassen. Die Fabrik in Puebla hatte im Rekordjahr 2012 rund 605.000 Fahrzeuge von den Bändern rollen lassen. Dieses Jahr dürfte es auf nur gut 400.000 Wagen hinauslaufen, sagte Hinrichs. „Das wird aber im nächsten Jahr wieder deutlich steigen“, meinte der Manager. Die Marke der 600.000 stehe mittelfristig wieder als Messlatte. „Mit den neuen Fahrzeugen, die wir hier in den nächsten Jahren implementieren, wird uns das auch wieder gelingen“, betonte er.

Abgas-Skandal US-Händler nehmen Bosch ins Visier

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Dunkle Wolken ziehen am in Stuttgart (Baden-Württemberg) über die Bosch-Konzernzentrale. Quelle: dpa

Unter anderem startet Anfang 2017 die Langversion des VW-Tiguan in Puebla. Die 21,5 Zentimeter längere Sieben-Sitzer-Version des normalen Tiguan soll nach der Hochlaufphase 130.000 Mal pro Jahr von den Bändern rollen. Dafür erweitert VW das Werksgelände derzeit, das Projekt kostet rund eine Milliarde Euro.

Doch auch mit den neuen Modellen dürfte es in den USA ein schweres Geschäft bleiben, denn auch die US-Konkurrenten machten trotz hoher Rabatte ebenfalls keine gute Figur. Die Opel-Mutter General Motors verkaufte 0,6 Prozent weniger Fahrzeuge, bei Fiat Chrysler belief sich das Minus auf rund ein Prozent. Bei Ford fiel der Absatz sogar um fast acht Prozent. Grund war ein starker Verkaufsrückgang bei Pickups.

Die Japaner schlugen sich dagegen besser auf dem US-Markt. Toyota brachte 1,5 Prozent mehr Fahrzeuge an die Kunden und Nissan sogar rund fünf Prozent. Honda konnte seine Absatzzahlen mit einem Rückgang von 0,1 Prozent fast halten.

Bei den anderen deutschen Autobauern waren die Verkaufszahlen durchwachsen. Die Daimler-Tochter Mercedes verbuchte in den USA einen Absatz-Zuwachs von 1,7 Prozent auf rund 29.500 Autos, bei BMW ging es dagegen um 5,2 Prozent bergab. Audi konnte den Absatz um 1,6 Prozent steigern. Porsche kam auf ein Verkaufsplus von 1,2 Prozent.

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