Corporate Carsharing: Unternehmen wollen weg vom Dienstwagen

ThemaMobilität

Corporate Carsharing: Unternehmen wollen weg vom Dienstwagen

von Kerstin Dämon

Im Stadtbild gibt es sie schon lange: Kleine Flitzer, die sich nehmen kann, wer gerade ein Auto braucht. Mittlerweile optimieren auch immer mehr Unternehmen ihren Fuhrpark durch Carsharing. Das spart Platz und Kosten.

Lufthansa tut es, Ebay tut es, Vodafone und viele andere Unternehmen tun es auch. Anstatt für die Mitarbeiter eine riesige Fahrzeugflotte bereitzuhalten, die im schlimmsten Fall ungenutzt auf dem Parkplatz einstaubt und Versicherungsbeiträge schluckt, setzen sie auf Flexibilität:

Braucht ein Angestellter ein Auto, um beispielsweise zum Kundentermin oder zum Flughafen zu gelangen, vertrauen sie auf Carsharing. Die Autos zum Mitnehmen werden per Smartphone oder am Computer gesucht, gebucht, am Straßenrand abgeholt und mit dem Handy gestartet. Mit dem Kurzstrecken-Leihwagen geht es dann zum gewünschten Ziel. Dort angekommen wird das Auto abgestellt und vom nächsten Mitarbeiter mitgenommen, der eins benötigt. Die gefahrenen Kilometer werden direkt über die Spesen oder das Reisekostenbudget des Unternehmens abgerechnet. Digital, ohne Belege und Tankquittungen zu sammeln. "Carsharing ist eine gute Alternative zum Taxi und bietet sich bei 5000 Mitarbeitern an", bestätigt Markus Teubner, Sprecher des Mobilfunkanbieters Vodafone.

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Firmen achten immer mehr auf Carsharing

Seit März testet sein Unternehmen am Standort Düsseldorf das sogenannte Corporate Carsharing. Auf dem Parkplatz der neuen Firmenzentrale haben vorerst noch drei Autos von Drive Now ihren festen Parkplatz. Das unterscheidet Vodafone von anderen Drive Now-Firmenkunden. In der Regel bietet die Carsharing-Tochter vom Autoverleiher Sixt nämlich gar kein klassisches Corporate Carsharing an, wie Unternehmenssprecher Michael Fischer erklärt. Wie auch bei dem Angebot für Privatkunden nutzt "jeder Mitarbeiter eines Unternehmens ganz normal sein Smartphone und sucht damit das nächste Auto, das am Straßenrand abgestellt wurde." Unternehmen können sich bei Drive Now, anders als private Nutzer, kostenfrei registrieren. "Allerdings muss sich jeder Mitarbeiter, der Carsharing nutzen möchte, persönlich anmelden. Es gibt keine Firmenkarte, die dann alle nutzen können", so Fischer.

Drive now WiWoVideo abspielen
TestMittagspause mit den Carsharingdienst DriveNow.

Zunächst hatte man bei DriveNow, wie auch bei den meisten anderen carsharing-Anbietern, die Geschäftskunden gar nicht im Blick. Die verfügen schließlich über eigene Fuhrparks oder ein Budget für Mietwagen und Taxifahrten. Das Angebot richtet sich vordergründig an Privatpersonen - meist in Großstädten - die kein eigenes Auto haben, aber für den Wocheneinkauf oder Ähnliches schnell einen günstigen und flexiblen fahrbaren Untersatz brauchen. Doch die Nachfrage der Firmen stieg und steigt und dementsprechend wandelt sich auch das Angebot.

"Das Angebot spricht viele Klein- und Kleinstunternehmen an, die sonst auf Taxis oder die öffentlichen Verkehrsmittel zurückgreifen und keinen eigenen Fuhrpark haben", sagt Fischer. Aber nicht nur für die Kleinen rentiert sich das Teilen. "Carsharing lohnt sich für große Unternehmen, die ihre Flotten effizienter machen und Platz sparen wollen", sagt Weert Canzler, Mobilitätsexperte am Wissenschaftszentrum Berlin. So teilen sich beispielsweise die Angestellten der Lufthansa an den Standorten Hamburg und Frankfurt ihre Autos. Das Corporate Carsharing hat sich bei dem rund 117.000 Mitarbeiter starken Konzern schlicht aus Platzgründen etabliert.

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