Geländewagen Cross-Blue: VW will die USA zurückerobern

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Geländewagen Cross-Blue: VW will die USA zurückerobern

Während das China-Geschäft boomt, laufen die Verkäufe für Volkswagen in den USA nur schleppend. Ein neuer Geländewagen soll das jetzt ändern.

Volkswagen will sein Amerika-Geschäft ankurbeln. Der Konzern will mit einem neuen großen Geländewagen den Markt erobern und damit das bisher schleppende USA-Geschäft ankurbeln. Insgesamt werden umgerechnet gut 640 Millionen Euro in die Fertigung eines siebensitzigen Geländewagens investiert, zwei Drittel davon in das VW-Werk in Chattanooga, wie der Konzern am Montag mitteilte.

Neben der ab Ende 2016 geplanten Produktion des "Cross-Blue" werde damit auch ein neues Entwicklungszentrum finanziert. VW verstärke damit seine Offensive auf dem US-Markt, erklärte Konzernchef Martin Winterkorn in Wolfsburg. "Die Marke Volkswagen wird in Amerika weiter auf Angriff spielen", sagte er.

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VW hat in den USA mit sinkendem Absatz zu kämpfen, weil sich der eigens für den nordamerikanischen Markt entwickelte Passat nicht mehr so gut verkauft. Im vergangenen Jahr waren die Verkäufe um fast sieben Prozent auf gut 400.000 Fahrzeuge zurückgegangen. Das Werk Chattanooga im US-Bundesstaat Tennessee ist deswegen nicht völlig ausgelastet. Das SUV wird nun das zweite Modell für die Fabrik. Als Produktionsort war dafür auch das Werk im mexikanischen Puebla im Gespräch.

Mit dem „Cross Blue“ will VW zurück auf den US-Markt. Der SUV mit sieben Sitzen wurde speziell für die USA entwickelt und wird dort gebaut. Der „Cross Blue“ soll den Verkauf von Volkswagen in den USA wieder ankurbeln.

Jetzt entstünden in Chattanooga 2000 neue Arbeitsplätze zusätzlich zu den bestehenden 2500 Stellen, erklärte VW weiter. Nach den Worten von Michael Horn, Chef der Volkswagen Group of America, sollen mit dem Geländewagen neue Kunden gewonnen und das Wachstum angekurbelt werden. Das Marktpotenzial dafür sei auf 1,4 Millionen Fahrzeuge pro Jahr gestiegen von rund 750.000 Stück vor fünf Jahren.

Um künftig schneller auf den Geschmack der Kunden zu reagieren, wird in Chattanooga außerdem ein nationales Entwicklungs- und Planungszentrum mit 200 Ingenieuren eröffnet. Insgesamt will der Konzern den Absatz bis 2018 auf 800.000 Fahrzeuge steigern und investiert dafür mehr als sieben Milliarden Dollar.

Mit dem Werk im Süden der USA verbindet VW - der nach Toyota und General Motors weltweit drittgrößte Autohersteller - große Erwartungen, aus der Rolle eines Nischenanbieters mit einem Marktanteil zwischen zwei und drei Prozent herauszukommen. Volkswagen hatte die Fabrik eigens für das US-Modell des Passat errichtet und damals schon Platz für Erweiterungen gelassen. An die bestehende Produktionshalle wird noch angebaut. Wie die Nachrichtenagentur Reuters im Juni von Insidern erfahren hatte, verhandelte VW in Chattanooga über Subventionen wie Steuernachlässe oder kostenlose Grundstücke im Gesamtvolumen von 300 Millionen Dollar.

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In den Verwaltungsrat von Volkswagen USA ziehe der Konzernbetriebsrats-Vorsitzende Bernd Osterloh ein, teilte das Unternehmen weiter mit. Dieser erklärte, er werde sich für die Interessen der VW-Beschäftigten vor Ort einsetzen. In Chattanooga versucht die Autogewerkschaft UAW mit Unterstützung des deutschen Betriebsrats, eine Arbeitnehmervertretung zu installieren. Eine knappe Mehrheit der Belegschaft hatte sich im Februar jedoch gegen den Plan ausgesprochen.

Republikanische Politiker hatten gewarnt, VW werde Jobs abbauen, wenn die Gewerkschaft Erfolg hätte - der Wolfsburger Konzern hatte das zurückgewiesen. VW-Manager Horn bestritt gegenüber Reuters nun, dass VW als Belohnung für das ablehnende Votum der Beschäftigten in Chattanooga investiert, wie Gewerkschaftsgegner behauptet hatten.

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