General Motors legt Zahlen vor: Lichtblick für Opel

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General Motors legt Zahlen vor: Lichtblick für Opel

Gute Nachrichten für Opel und Vauxhall. Die Verluste der General Motors-Töchter haben sich im zweiten Quartal halbiert. Für Opel-Chef Neumann ist das erst der Anfang.

General Motors kommt bei der Sanierung seiner Tochter Opel voran. Dank des straffen Sparkurses habe sich der Verlust im Europa-Geschäft im zweiten Quartal mehr als halbiert, teilte der größte US-Autobauer am Donnerstag mit. Der Fehlbetrag sei dort trotz der Absatzkrise auf dem europäischen Automarkt auf 110 Millionen Dollar gesunken von einem Verlust von 394 Millionen Dollar vor einem Jahr. Es sei aber noch zu früh, eine Verbesserung der Lage in Europa auszurufen. Opel-Chef Karl-Thomas Neumann: „Unser Kernmarkt Europa steckt in einer schweren Krise, er erodiert seit nunmehr 20 Jahren und eine schnelle Besserung erwarte ich nicht. Die Talsohle ist wohl erreicht, aber es geht nicht bergauf“.

Opel-Chef Karl-Thomas Neumann: "Schwarze Null auf Dauer nicht befriedigend." Quelle: dpa

Opel-Chef Karl-Thomas Neumann: "Schwarze Null auf Dauer nicht befriedigend."

Bild: dpa

Dennoch ist Neumann davon überzeugt, dass Opel seinen Marktanteil in Europa und Deutschland mittelfristig wieder ausbauen kann. „Wir holen Produktion nach Europa, reduzieren die Kapazitäten und versuchen unseren Absatz zu steigern“, erläutert der Opel-Chef den Weg aus den roten Zahlen. Dazu gehört für Neumann auch ganz klar die Schießung des Bochumer Opel-Werks. „Wir machen die gängigen Instrumente zur Flexibilisierung, wie Urlaubsschichten. Und wir beenden die Fahrzeugfertigung in Bochum Ende 2014.“

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Karl-Thomas Neumann im Interview Opel soll mit 23 neuen Modellen wieder glänzen

Der Autobauer steckt mitten in einer Restrukturierung. Auf einer Ausfahrt mit dem neuen Cabriolet Cascada erläutert der Vorstandschef, wie er das Unternehmen neu aufstellen will – und warum VW für ihn kein Vorbild ist.

Opel Logo sauber und dreckig Quelle: dpa/Montage

Neumann ist überzeugt davon, dass der zurzeit defizitäre Autohersteller ab 2016 wieder einen deutlichen Gewinn erzielt. „Eine schwarze Null wäre auf Dauer nicht befriedigend“, sagte Neumann. Helfen soll dabei der neue City-Flitzer Adam. Ihn will Neumann zu einer ganzen Familie ausbauen. „Ich bin ein großer Fan des kleinen Adam. Und eine Adam-Family würde Opel sicher gut zu Gesicht stehen. Lassen Sie sich überraschen," sagte er kürzlich gegenüber der WirtschaftsWoche.

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Bislang hat Opel laut Neumann für den Stadtflitzer Adam 40.000 Bestellungen vorliegen. Gut für die Bilanz der europäische GM-Töchter ist auch der Umzug der Mokka-Produktion. Der Geländewagen wird am Mitte 2014 nicht mehr nur in Korea, sondern auch im spanischen Saragossa gefertigt. Neumann: „Wir lasten unsere Produktionskapazitäten in Europa besser aus, sichern die bestehenden Arbeitsplätze und verkürzen die Lieferzeiten für unsere Kunden.“

Konzernweit sank der Nettogewinn bei General Motors im zweiten Quartal auf 1,3 Milliarden Dollar. Dank der anhaltend kräftigen Nachfrage in Nordamerika fiel er aber um Sonderposten bereinigt höher aus als von Experten erwartet. In den USA liegt das Durchschnittsalter eines Wagens bei elf Jahren. Viele Haushalte haben in den Krisenjahren den Kauf eines Neuwagens verschoben und schlagen nun zu. Davon profitieren alle amerikanischen Autohersteller.

Ford legte beim Umsatz im zweiten Quartal konzernweit um 14 Prozent auf 38,1 Milliarden Dollar zu. Der Gewinn verbesserte sich um 19 Prozent auf unterm Strich 1,2 Milliarden Dollar. Damit übertraf Ford die Erwartungen der Analysten. Auch bei General Motors stieg der Umsatz überraschend deutlich um vier Prozent auf 39,1 Milliarden Dollar. Die GM-Aktie legte vorbörslich zwei rund Prozent zu.

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