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General Motors: Opel ist zum langsamen Tod verurteilt

von Franz W. Rother

Opel schien auf gutem Weg. Doch nun kommen neue Zukunftsängste auf: General Motors schlachtet Opel aus und gibt keine Zukunftsperspektive.

Hans Demant, damals Vorsitzender der Geschäftsleitung von Opel 2009 Quelle: AP
Hans Demant warf nach 38 Jahren entnervt die Brocken hin. Quelle: AP

Hans Demant hat der Adam Opel AG lange gedient. Der Ingenieur begann in der Entwicklungsabteilung und arbeitete sich von dort Stufe für Stufe die Karriereleiter empor – bis auf den Posten des Vorstandsvorsitzenden, den er fast sechs Jahre lang hielt. Als die Opel-Mutter General Motors (GM) im Sommer 2010 einen Salto machte und den Verkauf der Traditionsmarke abblies, warf Demant nach 38 Jahren bei Opel entnervt die Brocken hin – um wenig später zum Konkurrenten VW zu wechseln.

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Doch im Herzen ist Demant Opelaner geblieben und leidet immer noch mit seinen ehemaligen Kollegen mit. Und das Leiden scheint kein Ende zu haben: Nachdem die Marke 2011 zunächst auf einem guten Weg schien und mit neuen Modellen, guten Bewertungen und steigenden Zulassungszahlen in Deutschland positive Schlagzeilen machte, spürt das Unternehmen im neuen Jahr wieder Gegenwind.

Bildergalerie: Die Lieblingsautos der Deutschen 2011

10. Platz: Audi A4

Mit 59.056 Stück belegt der Audi A4 den zehnten Platz in der Statistik der neuzugelassenen Fahrzeuge nach Modelltyp.

Ingesamt wurden 250.708 Fahrzeuge aus der Ingolstädter Autoschmiede im vergangenen Jahr neu zugelassen. Das entspricht einem Marktanteil von 7,9 Prozent. Damit belegt die Marke Audi Platz fünf im Ranking der Neuzulassungen.

Quelle: Statistik der Neuzulassungen 2011 des Kraftfahrt-Bundesamts

Quelle: dpa

Weitere Sparrunde

Nach erneuten Verlusten hat der Mutterkonzern eine weitere Sparrunde eingeläutet – und alle Pläne gestoppt, Opel-Autos in größerer Stückzahl in Amerika oder Asien anzubieten. „Opel bleibt eine Regionalmarke mit klarem Fokus auf Europa“, heißt es in der GM-Zentrale in Detroit. Damit ist Opel zum langsamen Tod verurteilt: Der Automarkt Europa stagniert, und die etablierten Anbieter von Fahrzeugen der unteren Mittelklasse kommen immer stärker unter Druck von Emporkömmlingen aus Asien wie Hyundai, Kia – und Daewoo/Chevrolet.

GM werde aus Opel herausholen, was an technischem Wissen noch vorhanden sei, und dann in Rüsselsheim Chevrolets bauen lassen, auf denen der Opel-Blitz prange, fürchtet nicht nur Demant. Als Vorbild könnte die Strategie One Ford dienen: Der neue Ford Fusion für die USA ist technisch identisch mit dem Ford Mondeo in Europa. Den Unterschied macht allein der Name.

4 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 18.01.2012, 12:53 UhrAnonymer Benutzer: Ulli

    Herr Rother,
    in meiner Zeit galt noch " Recherche,Check und Gegencheck" und nicht die Gier nach einem persönlichen Volltreffer!Dieser Artikel ist nicht nur falsch und an den Haaren herbeigezogen,er verunsichert auch das gesamte Händlernetz von Opel.Ist das Ihre Absicht? Steckt da eventuell Strategie dahinter? Aussagen eines frustrierten ehemaligen Opel Managers,der versucht seine Rachegelüste Über die Medien zu spielen..Und Sie fallen promt darauf rein! Journalistische Qualität in Reinkultur...
    Mit Verlaub Herr Rother,Sie sollten Ihr Handwerk neu überdenken.

  • 16.01.2012, 18:12 UhrAnonymer Benutzer: frother

    @Matthias: Opel-Fahrzeuge werden in USA verkauft, richtig. Aber nicht unter dem Markennamen Opel, sondern als Buick und sonstwas. Das zeigt, welchen Stellenwert die MARKE OPELbei GM hat. Man schätzt die deutschen Ingenieure und ihre Fahigkeiten, sieht in der Marke Opel aber kein Potenzial. insofern ist es nur folgerichtig, ein Opel-Werk für die Produktion von Chevrolets - und Buicks zu nutzen. Warten wir mal die nächste Sparrunde an und schauen uns die Ergebnisse an, dann reden wir weiter.

  • 16.01.2012, 17:26 UhrAnonymer Benutzer: Matthias_Knorr

    Dieser Artikel ist schlicht falsch und irreführend. In den USA werden Opel-Fahrzeuge verkauft, und noch dazu recht gut. Sie heissen dort Buick LaCrosse, Buick Regal, Buick Verano, Buick Encore - alles nichts anderes als umgelabelte Opels. In China ein ähnliches Spiel. Alles unter der Leitung des ITEZ in Rüsselsheim entstandene Technik. Opel selbst soll allerdings nennenswert nur auf dem europäischen Markt auftreten. Ist dies eine neue Erkenntnis (wie von ihrem Autor dargestellt) ? Keineswegs, Dan Akerson (GM-Boss) hat nie eine anderslautende Aussage getroffen.
    Herr Rother: Wie genau recherchieren Sie eigentlich solche Beiträge ?

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