Opel: Verkauf wird für General Motors teurer als gedacht

General Motors: Opel-Verkauf wird eine Milliarde teurer als gedacht

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Der Verkauf von Opel wird für GM teurer.

Die Kosten für den Verkauf von Opel an den PSA-Konzern werden höher ausfallen, als bisher kalkuliert: General Motors rechnet mit Mehrkosten von einer Milliarde Dollar.

General Motors (GM) stellt sich auf einen Absatzrückgang auf dem Heimatmarkt ein. Der größte Auto-Hersteller der USA teilte am Montag mit, die Verkäufe dürften sich auf etwas mehr als 17 Millionen Stück summieren. "Der Markt kühlt sich definitiv ab", sagte Finanzvorstand Chuck Stevens in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Es werde schwieriger, höhere Preise durchzusetzen. Bisher war GM von rund 17,5 Millionen verkauften Neuwagen in den USA ausgegangen. 2016 wurde dort mit 17,55 Millionen Stück ein Rekord aufgestellt. In den vergangenen Monaten hatten aber viele führende Anbieter Rückgänge verzeichnet.

Die Opel-Produktionsstandorte in Europa

  • Rüsselsheim

    Am Opel-Hauptstandort arbeiten 15.040 Beschäftigte, davon gut die Hälfte im Entwicklungszentrum. Die Produktion hat rund 4000 Arbeitnehmer. Sie bauen den Mittelklassewagen Insignia in mehreren Varianten, den Zafira sowie Getriebe und Komponenten.

    Quelle: rtr

  • Kaiserslautern

    Der Standort in Rheinland-Pfalz hat 2140 Beschäftigte. Sie produzieren Motoren und Fahrwerkskomponenten.

  • Eisenach

    In Thüringen laufen die Kleinwagen Corsa und Adam vom Band. Im Werk Eisenach arbeiten 1850 Menschen.

  • Polen

    Im polnischen Gliwice sind knapp 3270 Mitarbeiter beschäftigt. Sie bauen den Kompaktwagen Astra und das Cabrio Cascada und den Sportwagen Opel GTC. In Tychy stellen 410 Beschäftigte Motoren her.

  • Spanien

    In Figueruelas bei Saragossa laufen Corsa, der SUV Mokka und bald auch der Stadt-SUV Crossland X vom Band. Der Standort hat 5080 Arbeitsplätze.

  • Großbritannien

    Im Werk Ellesmere Port arbeiten 1830 Beschäftigte. Hier werden ebenfalls Astra-Modelle produziert.
    Der Standort Luton nördlich von London hat 1530 Arbeitnehmer und baut den Kleintransporter Vivaro.

  • Österreich

    Im Werk Aspern nahe Wien arbeiten 1390 Menschen. Dort werden Motoren und Getriebe hergestellt.

  • Ungarn

    Motoren und Komponenten produziert auch die Fabrik in Szentgotthard mit 1210 Arbeitnehmern.

  • Italien

    In Turin gibt es noch ein Zentrum zur Entwicklung von Dieselmotoren mit 700 Mitarbeitern.

Zugleich dürften die Kosten in Zusammenhang mit dem Verkauf der deutschen Tochter Opel an den französischen Konzern Peugeot höher ausfallen, sagte Stevens. Das Unternehmen rechne nun mit einer Belastung durch den Verkauf von 5,5 Milliarden Dollar. Das ist eine Milliarde mehr als bislang angenommen.

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GM erhält zwar von PSA 1,3 Milliarden Euro für Opel und die britische Schwester Vauxhall sowie 900 Millionen Euro für das europäische Geschäft der Autobank GM Financial. Zugleich muss GM allerdings Pensionsverpflichtungen für Opel begleichen. Damit machen die Amerikaner unter dem Strich beim Opel-Verkauf ein Minus.

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